Projekt

Monique Nause und Johannes Humann - Architektur Masterarbeit

Zwischen Raum und Identität - Transformation eines WBS 70

  • Moderne Wohnanlage mit mehreren Stockwerken und großen Fenstern im Hintergrund. Im Vordergrund ein naturnah gestalteter Garten mit Teich, bunten Blumenbeeten und zwei Personen, die auf einem Weg spazieren. Eine weitere Person sitzt auf einer Bank. © Monique Nause, Johannes Humann
  • Grundriss eines Wohnkomplexes mit zwei Gebäuden, die jeweils mehrere Wohneinheiten mit Balkonen oder Terrassen enthalten. Dazwischen liegt ein zentraler Grünbereich mit Wegen, einem kleinen Teich und viel Bepflanzung. Ein Rundweg führt durch den Garten. © Monique Nause, Johannes Humann
    Lageplan mit Erdgeschossgrundriss
  • Modell eines L-förmigen Gebäudes mit zwei Stockwerken, das Büroräume oder Wohnungen mit großen Fenstern zeigt. Im Erdgeschoss befinden sich bepflanzte Bereiche mit Bäumen und Wegen, die den Innenhof umschließen. © Monique Nause, Johannes Humann
    Isometrie Innenhof Nord
  • Moderne Wohnanlage mit mehreren Geschossen, rot-weißer Fassade und großen blauen geometrischen Mustern an der Stirnseite. Im Hintergrund ein Helikopter in der Luft und leichter Rauch oder Dunst. © Monique Nause, Johannes Humann
  • Helles Wohnzimmer mit hellem Holzfußboden und rötlichem Teppich. Zwei Personen stehen in der offenen Tür mit Blick nach draußen auf einen Baum. Im Raum gibt es eine weiße Couch, einen Esstisch mit Stühlen, große Pflanzen und moderne Pendelleuchten. © Monique Nause, Johannes Humann
  • Holzmodell eines mehrstöckigen Gebäudes mit sichtbarem Innenleben, das Treppen, Balkone und Fensteröffnungen zeigt. Rechts daneben eine detaillierte Ausschnittdarstellung der Treppenstruktur mit Geländer und Podesten. © Monique Nause, Johannes Humann

Im Fokus der Arbeit steht die Untersuchung des Potenzials der Wohnungsbauserie (WBS 70) im Wohnquartier Augustenhof der Stadt Dessau-Roßlau. Das  Ensemble des Wohnungsvereins Dessau eG von 1983 wird als eine nachhaltige und zukunftsorientierte Architektur gelesen, die durch das Herausarbeiten seiner räumlichen, ästhetischen sowie sozialen Qualitäten behutsam transformiert wird. Der betrachtete Baukörper Augustenstraße 3 – 29 bildet L-förmig den Eingang zum Quartier. Der Plattenbau generell ist geprägt von Vorurteilen und Voreingenommenheit. Die sozialen, städtebaulichen und baulichen Aspekte tragen zur Problemstellung bei. Dieses negative Narrativ soll über gezielte Eingriffe umgekehrt werden. Das Gebäudeensemble entwickelt sich zu einem lebendigen und lebenswerten Wohn- und Lebensraum. Mit einem Maßnahmenkatalog soll Kubatur, Zuschnitt, Fassade und Umfeld positiv verändert werden, stets mit dem Ziel möglich viel Identität zu erhalten und zu respektieren. Hierfür werden Lösungen für vier Schwerpunkte entwickelt: Landschaft, Städtebau, Architektur und Innenraum. Um den Städtebau aufzuwerten werden Bestandsstrukturen respektiert und durch einen dezidiert gesetzten Durchgang, inklusive einer Innenhofaufwertung ergänzt. Der Innenhof wird landschaftlich über Geländemodellierungen und das Schaffen verschiedener Nutzungszonen verbessert. Die Architektur des Plattenbaus wird nach detaillierter Analyse sorgsam durch transparente Treppenhausquader innenhofseitig ergänzt. Im Innenraum werden neue, vielseitige Grundrisse geschaffen, inklusive adaptiver Systeme. Ziel ist es das Gebäudeensemble und das gesamte Gebiet mit diesen Ideen aufzuwerten und für alle Bewohner attraktiver und anpassbar zu gestalten. Durch wenige Eingriffe und gezielte Anpassungen in der Struktur des standardisierten Plattenbautyps gelingt es, zeitgemäße offenere Wohnformen zu entwerfen und barrierefreie Zugänglichkeiten zu schaffen, um dabei gleichzeitig den Charakter, den Erinnerungsraum zu erhalten. 

Betreuer/in
Clemens Westermann