Projekt
Zwischen Raum und Identität - Transformation eines WBS 70
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© Monique Nause, Johannes Humann
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© Monique Nause, Johannes Humann
Lageplan mit Erdgeschossgrundriss -
© Monique Nause, Johannes Humann
Isometrie Innenhof Nord -
© Monique Nause, Johannes Humann
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© Monique Nause, Johannes Humann
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© Monique Nause, Johannes Humann
Im Fokus der Arbeit steht die Untersuchung des Potenzials der Wohnungsbauserie (WBS 70) im Wohnquartier Augustenhof der Stadt Dessau-Roßlau. Das Ensemble des Wohnungsvereins Dessau eG von 1983 wird als eine nachhaltige und zukunftsorientierte Architektur gelesen, die durch das Herausarbeiten seiner räumlichen, ästhetischen sowie sozialen Qualitäten behutsam transformiert wird. Der betrachtete Baukörper Augustenstraße 3 – 29 bildet L-förmig den Eingang zum Quartier. Der Plattenbau generell ist geprägt von Vorurteilen und Voreingenommenheit. Die sozialen, städtebaulichen und baulichen Aspekte tragen zur Problemstellung bei. Dieses negative Narrativ soll über gezielte Eingriffe umgekehrt werden. Das Gebäudeensemble entwickelt sich zu einem lebendigen und lebenswerten Wohn- und Lebensraum. Mit einem Maßnahmenkatalog soll Kubatur, Zuschnitt, Fassade und Umfeld positiv verändert werden, stets mit dem Ziel möglich viel Identität zu erhalten und zu respektieren. Hierfür werden Lösungen für vier Schwerpunkte entwickelt: Landschaft, Städtebau, Architektur und Innenraum. Um den Städtebau aufzuwerten werden Bestandsstrukturen respektiert und durch einen dezidiert gesetzten Durchgang, inklusive einer Innenhofaufwertung ergänzt. Der Innenhof wird landschaftlich über Geländemodellierungen und das Schaffen verschiedener Nutzungszonen verbessert. Die Architektur des Plattenbaus wird nach detaillierter Analyse sorgsam durch transparente Treppenhausquader innenhofseitig ergänzt. Im Innenraum werden neue, vielseitige Grundrisse geschaffen, inklusive adaptiver Systeme. Ziel ist es das Gebäudeensemble und das gesamte Gebiet mit diesen Ideen aufzuwerten und für alle Bewohner attraktiver und anpassbar zu gestalten. Durch wenige Eingriffe und gezielte Anpassungen in der Struktur des standardisierten Plattenbautyps gelingt es, zeitgemäße offenere Wohnformen zu entwerfen und barrierefreie Zugänglichkeiten zu schaffen, um dabei gleichzeitig den Charakter, den Erinnerungsraum zu erhalten.