Forschung zu Klimaanpassung in Kommunen & Organisationen
Kommunen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen werden klimaresilient, wenn räumliche und organisatorische Anpassung zusammenkommen. Auf dieser Seite geht es um beide Ebenen: die Anpassung von Städten und Landschaften sowie die Anpassung von Institutionen selbst.
Ein Schwerpunkt liegt auf Fernerkundung für die Stadt- und Landschaftsplanung. Wärmebilder aus der Luft zeigen Hitzeinseln und die kühlende Wirkung von Stadtgrün, 3D-Thermographie macht das für ganze Stadtquartiere sichtbar, und eine neue Hyperspektralkamera kann sogar Gasemissionen erfassen.
Fernerkundung hilft auch beim Waldmonitoring: Daten zeigen, warum Trockenheit einzelne Waldflächen unterschiedlich stark trifft. Wie diese Informationen konkret in kommunale Planung einfließen können, zeigt ein Modellprojekt mit der Stadt Bernburg. Auf Landesebene entsteht mit dem digitalen Zwilling Sachsen-Anhalts eine Geodaten-Plattform, die Kommunen unter anderem bei Wärmeplanung und Hochwasserschutz unterstützen soll.
Auch die Mobilität passt sich an: Im ländlichen Raum testet ein Team autonome Lastenräder und Lieferroboter als Ergänzung zum bestehenden Verkehr.
Für Unternehmen und Institutionen selbst rückt Nachhaltigkeitsmanagement in den Fokus. Ein mitteldeutsches Netzwerk bringt Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung zusammen, eine Promotion untersucht, ob digitale ESG-Systeme wirklich etwas verändern, und die Hochschule Anhalt macht im eigenen Hochschulalltag selbst vor, wie Klimaanpassung im Betrieb aussehen kann.
Auch der eigene, private Garten lässt sich anpassen: Welche Stauden Hitze und Trockenheit vertragen, erklärt ein Botaniker vom Campus Bernburg-Strenzfeld.
Weitere Anwendungen von Geodaten und Fernerkundung werden auf dem KlimaBlog im Themenbereich “Landwirtschaft und Lebensmittel” sowie “Biodiversität und Naturschutz” thematisiert.