Forschung zu Biodiversität und Naturschutz im Klimawandel
Biodiversität macht Landschaften, Landwirtschaft und Gesellschaft widerstandsfähiger gegen den Klimawandel. Forschende der Hochschule Anhalt untersuchen, wie sich Lebensräume wiederherstellen, schützen und mit landwirtschaftlicher Nutzung verbinden lassen.
Wie eng beides zusammenhängt, zeigt eine Stellungnahme zweier wissenschaftlicher Beratungsgremien des Bundes: Blühstreifen, Weidetiere und wiedervernässte Moore stärken demnach die Artenvielfalt und speichern zugleich Wasser und Kohlenstoff. Leitautorin war Prof. Dr. Sabine Tischew von der Hochschule Anhalt. Wie Moore und Moose zugleich dem Klimaschutz als auch der Landwirtschaft helfen können, zeigt der Themenbereich “Nachwachsende Rohstoffe und Kreislaufwirtschaft” an zwei Beispielen.
Auch aus der Agrarlandschaft selbst kommen wichtige Befunde. Eine zwölfjährige Studie zu Wildbienen zeigt unerwartete Artenzahlen auf konventionell bewirtschafteten Äckern. Blühstreifen und Hecken ergänzen das Bild, aus der Luft und aus der Praxis betrachtet.
Wie sich ein Ökosystem über Jahrzehnte mit Unterstützung der Wissenschaft erholen kann, zeigt die Oranienbaumer Heide, ein ehemaliger Truppenübungsplatz und UN-Dekade-Projekt für biologische Vielfalt. Welche gesellschaftliche Bedeutung solche Projekte haben, ordnet Sandra Dullau im Beitrag Kulturen des Zusammenlebens ein.
Für das Monitoring setzt die Hochschule auf digitale Verfahren: Drohnen spüren brütende Wiesenvögel auf, im Projekt BioTrain wertet ein Team Biodiversitätsdaten mit maschinellem Lernen aus.
Mehr zur Verbindung von Landwirtschaft und Artenvielfalt auf der Seite “Landwirtschaft & Lebensmittel”.