KlimaBlog

Forschung zu nachwachsenden Rohstoffen und Kreislaufwirtschaft

Wie lassen sich fossile Rohstoffe durch nachhaltige Alternativen ersetzen? Forschende der Hochschule Anhalt entwickeln Werkstoffe aus Pilzen, Pflanzenresten, Recyclingmaterial und Paludikulturen, die Ressourcen schonen und Emissionen vermeiden.

Ein Schwerpunkt liegt auf Pilzmyzel als Werkstoff. In der Mycothek sammelt ein Team Materialproben aus regionalen Reststoffen wie Stroh oder Kaffeesatz. Ausgangspunkt war eine Transportbox aus Myzel für Lastenräder, ein Projekt der Materiability Research Group. Sie forscht auch an Werkstoffen aus Lignin und Stärke für den 3D-Druck.

Auch wiedervernässte Moore werden zur Rohstoffquelle. Aus der Paludikultur entstehen erste Baustoffe aus Moorbiomasse, während ein anderes Team im Projekt MOOSstart Torfmoos im Labor züchtet, um Moorflächen künftig effizienter zu bewirtschaften.

Weitere biobasierte Baustoffe sollen aus Nebenprodukten entstehen: Spreu und die invasive Pflanze Staudenknöterich werden zu Platten gepresst, Kalk und Altpapier könnten knapper werdenden Gips ersetzen.

Auch mineralische Baustoffe haben das Potenzial zu mehr Nachhaltigkeit: Im Straßenbau testet ein Team, wie sich Zement durch recyceltes Material ersetzen lässt.

Wie all diese Entwicklungen gestalterisch zusammenkommen, ordnet Designer Martin Wiesner in seinem Beitrag zu nachhaltigem Design ein.

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