Forschung zu Technologien für mehr Nachhaltigkeit
Welche Technologien unterstützen eine nachhaltige Entwicklung? Forschende der Hochschule Anhalt entwickeln und testen Verfahren, die Ressourcen sparen und CO₂-Emissionen senken, von der Konstruktion bis zur Energieerzeugung.
Schon in der Entwicklungsphase lässt sich Nachhaltigkeit einplanen: Konstruktionsbegleitende Simulationen im Maschinenbau sparen Material und verlängern die Lebensdauer von Bauteilen. Fehlt ein Ersatzteil, hilft Metall-3D-Druck dabei, stillgelegte Maschinen weiter zu betreiben.
Auch am Lebensende von Produkten setzen Forschungsprojekte an: Mit Hilfe des Drehrohrofens entwickelt ein Team ein Verfahren, das Lithium aus Batterien zurückgewinnt, ohne sie vorher zu zerlegen – eine Technologie, mit der auch Studierende der Verfahrenstechnik früh in Berührung kommen.
Bei der Energieerzeugung selbst spielt in der Forschung der Hochschule Anhalt Agri-Photovoltaik eine große Rolle: Drei Versuchsanlagen der Hochschule zeigen, wie sich Ernteertrag und Stromproduktion auf derselben Fläche verbinden lassen. Wie Solarmodule über Jahrzehnte zuverlässig arbeiten, vermittelt unter anderem die internationale Weiterbildung SUMMED-PV-School am Campus Dessau. Der Projektleiter Prof. Dr. Carlos Meza hat im Nachgang wichtige Fragen zu den Stromgestehungskosten der Photovoltaik beantwortet.
So entstehen entlang der gesamten Kette, von der Konstruktion bis zum Recycling, konkrete Bausteine für weniger CO₂ und weniger Rohstoffverbrauch.