Das „Casa de Agua Y Sol“ Projekt, Guatemala 2014
© Hochschule Anhalt
Ein Versorgungsgebäude für die Clinica Chocruz
Seit der Inbetriebnahme der Geburten- und Gesundheitsstation im Jahr 2012 wird deren Betrieb kontinuierlich durch Mitglieder des Mirador e.V. sowie durch regionale Unternehmen und private Fördernde aus dem Raum Leipzig unterstützt. Um die fortlaufenden Betriebskosten der Einrichtung zu senken und die Versorgungsqualität für die lokale Bevölkerung nachhaltig zu verbessern, beantragte Mirador e.V. Fördermittel bei der Sächsischen Jugendstiftung. Das eingereichte Konzept überzeugte insbesondere eine Jugendjury, bestehend aus Schülerinnen und Schülern, die sich jährlich im Rahmen eines freiwilligen Engagements in Unternehmen sozial engagieren und ihre Vergütung an gemeinnützige Projekte spenden.
Nach der erfolgreichen Bewilligung der Fördermittel durch die Stiftung konnten Studierende der Hochschule Anhalt im Rahmen eines Design-Build-Projekts mit der Umsetzung beginnen. Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklungszusammenarbeit wurden Maßnahmen entwickelt, die nicht nur die finanzielle Unterstützung der Mitarbeitenden der Station vorsahen, sondern auch darauf abzielten, die Betriebskosten durch die Reduktion des Energieverbrauchs und die Sicherstellung einer zuverlässigen Wasserversorgung zu minimieren.
Im Vorfeld der baulichen Umsetzung erfolgte eine detaillierte Standortanalyse, bei der unter anderem die Wasserqualität verschiedener Quellen untersucht wurde. Die zukünftige Baustelle, erneut auf dem Schulgelände lokalisiert, wurde vermessen und alle beteiligten Akteurinnen und Akteure in die Planungs- und Entscheidungsprozesse eingebunden. Nach einer etwa zweijährigen intensiven Planungsphase konnten innerhalb von nur drei Monaten eine Pflanzenkläranlage, ein Wasserspeichergebäude sowie eine Photovoltaikanlage realisiert werden. Diese Maßnahmen tragen wesentlich zur nachhaltigen Sicherung der Gesundheitsstation bei und stärken die lokale Infrastruktur im Sinne einer partnerschaftlichen und partizipativen Entwicklungszusammenarbeit.
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Projektziel
Planung und Bau einer Pflanzenfilteranlage und Solarstromanlage
Bauumfang
Grundfläche Wasserspeichergebäude: 48,7 m²
Grundfläche Pflanzenfilteranlage: 43,1 m²
Zeitliche Bedingungen
Planungsphase: 20 Monate
Bauphase: 3 Monate
Finanzielle Bedingungen
Gesamtkosten: 30.685,09 €
Baukosten: 21.889,09 €
Nebenkosten: 8.796,00 €
Organisation
Interdisziplinarität: Architektur, Ökotrophologie und Verfahrenstechnik
Teilnehmer Planungsphase: 8 Studierende
Teilnehmer Bauphase: 5 Studierende
Projektbetreuung
Projektleitung: Prof. Dr. Claus Dießenbacher
Organisation, Entwurf, Planung, Ausführung: Michael Bieler
Organisation, Finanzmittelbeschaffung: Dipl. -Ing. Carola Rauch
Tragwerk, Statik: Dipl. Ing. Susanne Herz
Planung Pflanzenfilteranlage: Prof. Dr. Henry Bergmann, Prof. Dr. Christiana Cordes, Prof. Dr. Jens Hartmann
Vernetzung
Mirador e.V., Sächsische Jugendstiftung (Genial sozial)
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Fachrichtung Architektur
Konrad Melzer, Jan Warsawa, Alexander Tim Roeskens
Michael Bieler
Fachrichtung Ökotrophologie
Peter Weis
Fachrichtung Verfahrenstechnik
Undine Lange, Markus Seifert, Chris Robert Sperling