Forschung zu Landwirtschaft und Lebensmitteln im Klimawandel
Wie werden landwirtschaftliche Betriebe und Lebensmittelproduktion klimaresilient? Welche Ansätze gibt es in der Forschung? Was sagt die Praxis? Antworten liefert die Forschung der Hochschule Anhalt vom Campus Bernburg-Strenzfeld und vom Standort Köthen.
Hier verbindet sich Pflanzenanbau mit neuer Energieerzeugung: Agri-Photovoltaik macht Betriebe wetterunabhängiger. Bei der Eiweißversorgung prüfen Forschende klimaangepasste Sorten, von Erbsen und Soja aus Sachsen-Anhalt über die Erbsen-Ökonomie in Mitteldeutschland bis zu neuen pflanzlichen Eiweißquellen.
Den Überblick zur Tierhaltung liefert Prof. Dr. Heiko Scholz, der Fütterung, Haltung und Emissionen als ein System betrachtet: Messwerte zeigen, wie viel Methan Mutterkühe ausstoßen, ein weiteres Projekt untersucht Hitzestress bei Weidekühen.
Auch die Agrarlandschaft spielt eine Rolle: Langzeitstudien zu Wildbienen auf Ackerflächen und zu Blühstreifen als Renaturierungsmaßnahme sowie zu Hecken verbinden Biodiversität und Klimaresilienz.
Zwei Beiträge drehen sich um neue Wertschöpfung: aus Hagebuttenresten und aus der Umstellung eines Betriebs von Spargel auf Weinbergschnecken. Dabei geht es um ungenutzte Potenziale, neue Märkte und die typischen Herausforderungen, aber auch Chancen der Transformation.