Der Wald hat für uns Menschen seit vielen Jahrtausenden eine ganz besondere Bedeutung. Seit der Romantik ist der Wald aus unserer Kunst- und Kulturgeschichte unseres Landes nicht mehr wegzudenken. Seit dieser Zeit gehört er zu unserer nationalen Identität und spielt eine zentrale Rolle in unserem Selbstverständnis. Er ist Lebensraum für eine Fülle von Tieren und Pflanzen, er bietet Raum für Erholung und Naturerlebnisse, er liefert Trinkwasser und schützt die Böden, er liefert den bedeutsamen Rohstoff Holz – er ist existentiell für das Überleben der Menschen. Der Klimawandel und die mit ihm verbundenen Wetterextreme (Dürren, Stürme, Kalamitäten.) stellen für unsere derzeitigen Wälder eine erhebliche Gefahr dar. Unsere Waldungen sind auf das neue Klimaszenario nicht gut vorbereitet. Bereits vor über 100 Jahren haben sich Forstleute und Waldbesitzer mit dem Bewirtschaftungsmodell „Dauerwald“ beschäftigt. Der berühmte Waldbauprofessor Alfred Möller und der Waldbesitzer Friedrich von Kalitsch haben in Zeiten der Kahlschlagswirtschaft auf dieses Waldbewirtschaftungsmodell hingewiesen und praktisch angewandt. Der von Friedrich von Kalitsch bewirtschaftete Wald bei Bärenthoren (Kreis Zerbst) erlangte Berühmtheit. Hier ist die Wiege des Dauerwaldgedankens. Der Dauerwald um Bärenthoren ist mehr als ein Wald – er ist ein Versprechen an kommende Generationen: sorgsam mit unserer Natur umzugehen und Wissen weiterzugeben.
Kontakt:
Stiftung Dauerwald Bärenthoren
www.stiftung-dauerwald-baerenthoren.de