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Abschlussfestival in Dessau "​​​​​​​jetz’s ma jut."

  • © Hochschule Anhalt

Wie wollen wir in unseren Städten leben? Wer gestaltet urbane Räume und was bleibt von kreativen Stadtentwicklungsprojekten, wenn die Fördermittel enden? Das Festival jetz’s ma jut. in Dessau lädt am Freitag, dem 21. und Samstag, dem 22. März 2024 zu einer Mischung aus Konferenz, Stadtrallye und kreativem Austausch ein, um das Ende des Forschungsprojekts der „Jungen Stadtmacher:innen” zu feiern. Die zweijährige Kooperation zwischen den Fachbereichen Design und Architektur, Facility Management und Geoinformation der Hochschule Anhalt und der Stadt Dessau-Roßlau wurde durch das Bundesprogramm „Zukunftsfähige Innenstädte und Zentren“ ermöglicht.


Der Festivalname jetz’s ma jut. (Dessauerisch für „Jetzt ist mal gut.“) – spielt auf mehrere Aspekte an. Wencke Hamann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des Projekts und Keynote-Speakerin des Festivals, erklärt: „Dessau hat viele temporär geförderte Stadtentwicklungsprojekte erlebt, die viel versprachen, aber oft keine nachhaltige Struktur fanden. Wir wollen die Frage aufwerfen, wie solche Initiativen langfristig wirken können und was es braucht, damit lebendige, kreative Orte nicht wieder verschwinden.“ Der Freitag widmet sich diesen Fragen. Ab 14:00 Uhr präsentieren die Jungen Stadtmacher:innen ihre Ergebnisse im Bauhaus Museum, gefolgt von einer Diskussionsrunde mit Gästen aus Politik, Hochschule und Stadtentwicklung. Am Abend klingt der Tag mit einem veganen Dinner und einem Konzert der lateinamerikanischen Band „Cuatro Piraguas” im Garten  des VorOrt-Haus aus.

Der Samstag steht ganz im Zeichen der Aktion. „Wir möchten die Besucherinnen und Besucher nicht nur einladen, über Stadtentwicklung zu reden, sondern sie aktiv mitgestalten lassen. Wie fühlt es sich an, an einem Mural mitzuwirken? Was passiert, wenn man eine Stadtführung nicht nur konsumiert, sondern selbst mit Ideen füllt?“ Ab 11:00 Uhr öffnen die Aktionsorte „mitte” und das „Werkstattcafé” ihre Türen für Workshops und Mitmachformate. Der Künstler Jakob Wolf lädt zum Gestalten an einem Mural, einem großen Wandbild ein. Ab 14:00 Uhr beginnt am KiOSK am Albrechtsplatz die interaktive Stadtführung. Im Anschluss findet eine Konferenz mit Stadtmacher:innen aus anderen Städten im Bauhaus Museum statt. Der Abschluss wird im Pluspunkt, dem „Skurrilen Raum“ in der Askanischen Straße musikalisch gefeiert, mit einer Jam Session der Gruppe city.jam Dessau und anschließender Party mit dem DJ Kollektiv Polychrom.

Was bleibt nach dem Festival?
Der Laden „mitte” – das urbane Wohnzimmer in der Ferdinand-von-Schill-Straße 3, bleibt mindestens bis August 2025 bestehen – und die Jungen Stadtmacher:innen setzen sich dafür ein, es langfristig in Dessau zu verankern. Auch der „KiOSK” am Albrechtsplatz bleibt als Straßengalerie mit wechselnden Ausstellungen von Menschen aus der Nachbarschaft erhalten. Ein weniger sichtbares, aber ebenso wichtiges Ergebnis des Projekts ist die Datensammlung über urbane Begegnungsorte. „Wir haben diese Daten gesammelt, um zu zeigen, was eine Stadt lebendig macht und wie solche Orte nachhaltig gestaltet werden können.“ Die Erkenntnisse des Projekts werden in einer Abschlussdokumentation als Buch zusammengefasst. „jetz’s ma jut. ist insofern kein endgültiger Abschied, sondern eine Einladung zum Weiterdenken, Mitgestalten und Verändern.“

Programm und Informationen:
https://jetzsmajut.de