Die Ökotrophologie-Absolventin Josephine Haupt von der Hochschule Anhalt gehört in diesem Jahr zu den Preisträgerinnen des Nachwuchsforums beim Mitteldeutschen Ernährungsgipfel. Ausgezeichnet wurde sie für ihre Bachelorarbeit „Alternativen zum Einsatz von Saccharin in Gewürzgurken-Konserven“, die in einem Kooperationsprojekt mit der Hainich Konserven GmbH aus Thüringen und der Hochschule Anhalt unter Betreuung von Prof. Dr. Peter Wendt entstand. Die Auszeichnung ist mit 1.000 Euro dotiert.
In ihrer Arbeit entwickelte Haupt ein praxisnahes Analyse- und Bewertungswerkzeug, mit dem Unternehmen systematisch prüfen können, wie sich wertgebende Zutaten, wie Süßungsmittel, sinnvoll austauschen lassen. Die zugrunde liegende mehrdimensionale Nutzwertanalyse kann dabei individuell an die Anforderungen verschiedener Betriebe angepasst werden und bietet damit ein Hilfsmittel für zukünftige Rezeptur- und Produktentwicklungen. „Der Mehrwert liegt nicht in einer bestimmten Alternative, die ich gesucht habe“, erklärt Haupt, „sondern in der Methode selbst. Ich habe ein Werkzeug erarbeitet, das Unternehmen flexibel einsetzen können.“ Beim Ernährungsgipfel in Dresden stellte sie ihre Ergebnisse in einem Kurzvortrag vor. Die Veranstaltung sei „sehr gut organisiert und eine tolle Erfahrung“ gewesen, erzählt sie. Schon vorab habe sie wertvolle Unterstützung erhalten und sei eng durch den Prozess begleitet worden.
Entstanden ist die Arbeit während eines Berufspraktikums bei Hainich Konserven. In ihrer anschließenden Werkstudententätigkeit arbeitete Haupt dort weiter an ihrer Abschlussarbeit. Rückhalt boten ihr die vielen praxisnahen Seminare während ihres Studiums in Bernburg. Dass sie Laborarbeit, Protokolle und Analyseabläufe bereits gut kannte, habe ihr den Einstieg in das Thema deutlich erleichtert: „Im Studium habe ich viel gelernt, was ich im Unternehmen später direkt anwenden konnte“, sagt sie. Mittlerweile hat sie ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und arbeitet nun bei Hainich Konserven im Qualitätsmanagement.
Das Nachwuchsforum des Mitteldeutschen Ernährungsgipfels prämierte 2025 vier Abschlussarbeiten, die neue Impulse für Erzeugung, Verarbeitung oder Vermarktung von Lebensmitteln setzen. Die Verleihung und Präsentation der Arbeiten fand auf dem 9. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel am 5. November 2025 in Dresden statt. Der Gipfel gilt als wichtiges Branchentreffen für Wirtschaft, Wissenschaft und Politik in Thüringen, Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Studierende profitieren: Praxis ist in der Ökotrophologie Programm
Für alle, die sich für die Herstellung, Qualität und Bewertung von Lebensmitteln interessieren, bietet der Studiengang Ökotrophologie vielseitige und praxisnahe Inhalte. Am grünen Campus Bernburg stehen den Studierenden moderne Labore im Biotechnikum zur Verfügung – ein Umfeld, in dem Theorie und praktisches Arbeiten eng zusammengehören und sich gegenseitig ergänzen.
Mehr Informationen: www.hs-anhalt.de/oe