BERG präsentierte die Ergebnisse aus dem Projekt „Fensterlüftung mit integrierter Latentwärmerückgewinnung“ auf dem Innovationstag für KMU des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) in Berlin.
Fensterlüftung mit integrierter Latentwärmerückgewinnung
Projektpartner : U.P.R. Hamel & Specking Fensterbau OHG, Naumburg
Projektleiter : Prof. Dr.-Ing. Stefan Reich
Projektbearbeiter : Alifa Naasan, MSc.
Laufzeit : 2020-2023
Die Wohnungslüftungsnorm DIN 1946-6 regelt die Anforderungen an die Lüftung von Wohnräumen, um CO2-Gehalt und Luftfeuchte zu begrenzen. In der Umsetzung soll dies entweder durch eine vom Nutzer vorzunehmende Fensterlüftung in Form von mehreren Stoßlüftungen über 24 Stunden oder einer nutzerunabhängige Lüftungseinrichtung erfolgen.
Für nutzerunabhängige Lüftungseinrichtungen sind ventilatorgestützte kontrollierte Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung verbreitet, die im Regelfall für Neubauprojekte die Standardlösung darstellen.
Eine weitere Möglichkeit für Neubau und insbesondere Sanierung sind dezentrale Lüftungsanlagen, bspw. in Form von automatisch arbeitenden Fensterlüftungsanlagen. Solche Anlagen benötigen keine baulichen Veränderungen, dämpfen wirksam Außengeräusche und haben einen geringen Stromverbrauch. Hinsichtlich Wärmerückgewinnung und Temperaturkonstanz der einströmenden Luft, Stromverbrauch und Schallschutz besteht erhebliches Optimierungspotential. In diesem Projekt wurde ein neues innovatives Fensterlüftungssystem erprobt, welches durch ein in den Fensterrahmen integriertes steuerbares Lüftungssystem mit Latentwärmerückgewinnung gekennzeichnet ist. Die dezentrale Art ermöglich dabei insbesondere für Bestandsgebäude im Zuge von Fassaden- und Fenstersanierungen eine moderne nutzerunabhängige Lüftung ohne größere bauliche Maßnahmen. Günstige Werte im Stromverbrauch, bei der Schallemission und Zusatzfunktionen wie Querlüftung oder Alarmmeldung bei Einbruch ergänzen die Leistungsparameter.