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Exkursion zu den Medientagen Mitteldeutschland 2025

  • © Prof. Schnöll
    Delegation der Medientechnik auf den Medientagen Mitteldeutschland 2025

Anlässlich der Medientage Mitteldeutschland am 02. und 03. April 2025 machte sich auch eine Delegation von Lehrenden, Studierenden und Wissenschaftlich Mitarbeitenden der Medientechnik des FB EMW auf den Weg nach Leipzig. Die Medientage Mitteldeutschland 2025 boten ein breites Spektrum an Panels, Vorträgen und Diskussionsrunden, die sich mit aktuellen Entwicklungen und Zukunftsfragen der Medienlandschaft auseinandersetzten. Themenschwerpunkte lagen unter anderem auf der digitalen Transformation des Rundfunks, dem Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Medienproduktion, neuen Geschäftsmodellen für Medienunternehmen sowie Fragen der Medienpolitik und -regulierung.

Unser Team vertrat die Hochschule Anhalt mit zwei anwendungsorientierten Forschungsprojekten, die konkrete technologische Lösungsansätze für gegenwärtige Herausforderungen in der Medienproduktion präsentierten:

Im Programmpunkt "IP-Broadcast | Zukunftsfähige Medienproduktion für Sportevents" stellten unsere Studierenden und Lehrenden ein Konzept zur Modernisierung klassischer Produktionsinfrastrukturen im Sportbereich vor. Zentrale Idee ist die Verlagerung linearer Produktionsprozesse in IP-basierte Umgebungen unter Einhaltung des SMPTE-2110-Standards. Die vorgestellte Lösung fokussiert auf die Entwicklung skalierbarer, standortunabhängiger und ressourcenschonender Produktionssysteme, die sich durch eine hohe Integrationsfähigkeit in bestehende Systeme sowie den Einsatz von Open-Source-Frameworks auszeichnen. Neben Technologien wie FFmpeg und CasparCG wurde ein auf YOLO basierendes KI-Modul vorgestellt, das in Echtzeit Bildinhalte analysiert und Metadaten zur weiteren Verwendung in der Live-Produktion bereitstellt.

Unser zweites Projekt präsentierte unter dem Titel "KI-Mediathek | Digitalisierung von Analogfilmen durch Künstliche Intelligenz" einen innovativen Ansatz zur automatisierten Digitalisierung und inhaltlichen Erschließung analoger audiovisueller Inhalte. Kern der Forschung ist die Entwicklung eines lernfähigen KI-Systems, das in der Lage ist, analoge Filmformate zu restaurieren, relevante inhaltliche Merkmale zu erkennen und strukturierte Metadaten zu generieren. Die Anwendung reicht von der Detektion filmischer Einstellgrößen über die Identifikation von Personen bis hin zur Deepfake-Erkennung. Ziel ist es, historische Inhalte nicht nur zu bewahren, sondern durch algorithmische Analyseprozesse langfristig zugänglich und nutzbar zu machen.

In anschließenden Gesprächen mit Vertretern aus Rundfunk und Medienproduktion ergaben sich wertvolle Impulse für weitere Anwendungsszenarien und Kooperationsmöglichkeiten.

Die teilnehmenden Studierenden nutzten die Medientage Mitteldeutschland, um die Fachvorträge zu verfolgen und neue, über den Studienalltag hinausgehende Impulse zu aktuellen Entwicklungen in der Medienbranche aus erster Hand kennenzulernen. Die Teilnahme bot ihnen Einblicke in den praktischen Einsatz zukunftsorientierter Technologien sowie in die Medienproduktion und -politik.

Kontakt

Prof. Dr. Matthias Schnöll

Redaktion

Sebastian Franke