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Federweißer-Verkostung auf dem Weinberg „Waladala“ der Hochschule Anhalt

  • © Renate Geue

Am 12. September 2024 lädt die Hochschule Anhalt zur Federweißer-Verkostung ein. Die Veranstaltung bietet die perfekte Gelegenheit, den noch frischen, süßen und leicht kohlensäurehaltigen Wein wenige Tage nach der Ernte zu probieren. Die Tore des Weinbergs sind von 15:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Noch bevor die Weinlese auf dem Lehr- und Versuchsweinberg „Waladala“ der Hochschule Anhalt beginnt, werden bereits die ersten Sorten für den Federweißer geerntet. Im Vergleich zum letzten Jahr dürfte die Ernte allerdings nicht so üppig ausfallen. „Die Spätfrostschäden im Frühjahr haben die Triebspitzen wie auch in vielen Weinregionen erheblich beschädigt. Die meisten Winzerinnen und Winzer werden demnach ihre Trauben für die eigentliche Weinherstellung nutzen“, so Professor Dieter Orzessek, der am Campus Bernburg die Landwirtschaftsstudierenden unterrichtet und den Weinanbau in der Bernburger Kulturlandschaft wieder reaktiviert hat.

Doch auch dafür hat Professor Dieter Orzessek eine Lösung parat. „Aufgrund der zu erwartenden geringen Erntemenge, haben wir zwei Rotweinsorten für die Gärung angesetzt. So gibt es keinen Federweißer-, sondern eine Federroter-Verkostung“, schmunzelt der Professor für Pflanzenproduktion.

Diese Sorten stehen zum Verkosten bereit:

Federroter aus dem Frühburgunder
Der Frühburgunder ist im Geschmack sehr angenehm mit den Aromen von Kirsche, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren und besitzt eine gute Lagerfähigkeit. Er kann auch als Tafeltraube genutzt werden. Auf dem Lehr- und Versuchsweinberg ist er die Lieblingsspeise der Wespen aus dem Stadtteil Waldau.

Federroter aus dem Pinotin
Der Pinotin ist an sich eine etwas spätere Rebsorte. Er gehört zu den sogenannten Piwi- Sorten, ist also weniger empfindlich gegen Pilzkrankheiten. Der Pinotin ist sehr ertragsstark und da nur geringe Frostschäden auftraten, wurde er erstmalig für die Herstellung eines Federroten herangezogen.

Der Lehr- und Versuchsweinberg der Hochschule Anhalt wurde mittlerweile auf Antrag in die Schutzgemeinschaft Saale-Unstrut aufgenommen. Damit gehört das Untere Saaletal in Bernburg zur kleinen, aber sehr bekannten Weinregion Saale-Unstrut. Darauf werden die Hochschulleitung und die Vertreterinnen und Vertreter der Stadt bei der Federroter-Verkostung gemeinsam anstoßen, vielleicht auch mit einem edlen Sauvignon Blanc.

Neben der Verkostung haben die Gäste die Möglichkeit, den jungen Weinberg vor Ort kennen zu lernen, sich über die Arbeit im Weinberg zu informieren und mehr über die weitere Entwicklung des Projektes zu erfahren.

Und noch ein Geheimtipp. Weihnachten steht vor der Tür. Wer rechtzeitig ein Geschenk aus der Region sucht, kann bei der Federroter-Verkostung Hochschulwein erwerben.