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Hilfe zur Selbsthilfe: Dessauer Studierende errichten Krankenstation auf Haiti

Über zwei Jahre haben 19 Studierende der Hochschule Anhalt in Dessau geplant, Spenden gesammelt und notwendiges Handwerk gelernt. Mit Erfolg: Nach einer viermonatigen Bauphase steht seit März 2018 eine Krankenstation außerhalb der Kleinstadt Jacmel in Haiti.

Auf einer Abschlusspräsentation im Juni berichteten die fleißigen Helferinnen und Helfer über ihre Erfahrungen und ließen sich von der Kreishandwerkerschaft Anhalt Dessau-Roßlau ehren. Die Studierenden der Studiengänge Architektur, Design und Facility Management erhielten für ihre außergewöhnlichen Leistungen den „Goldenen Sporen“. Der Leiter des Projektes, Professor Claus Dießenbacher von der Hochschule Anhalt, bekam für sein langjähriges Engagement in einer Vielzahl von Nothilfe- und Wiederaufbauprojekten mit weitreichender Bedeutung den „Meritennagel“ verliehen.  Karl Kröckel, Vorsitzender der Kreishand-werkerschaft und Lothar Gabler von der Firma Stahlbau Brehna überreichten die Preise.

Die Kleinstadt Jacmel liegt südlich der Hauptstadt Port-au-Prince. 2010 wurde die Region durch ein starkes Erdbeben erschüttert. Die Betroffenen mussten in Außenbezirke umsiedeln. Viele leben noch immer in Zelten oder Baracken.  Das gemeinnützige Projekt für das Sommer-semester 2016 stand für die Studierenden schnell fest:  Sie wollten eine Krankenstation in dem ärmsten Land der westlichen Hemisphäre errichten. Gemeinsam mit der „Haiti-Nothilfe e.V.“ planten sie auf dem Grundstück des Vereins eine medizinische Infrastruktur, auf der bereits das Waisenhaus der Stiftung „Make Children Smile“ gegründet wurde. Mit der Besonderheit: Die Kinder und Jugendlichen des Heimes band man in die Bauabläufe ein. Die jungen Menschen nahmen das Angebot dankend an - Ausbildungsangebote existieren auf Haiti nicht. So hinterließen die Studierenden nicht nur eine funktionsfähige medizinische Station, sondern boten den Waisenkindern mit der Hilfe zur Selbsthilfe einen positiven Langzeiteffekt ihres Projektes.

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Kontakt:
Prof. Dr. Claus Dießenbacher