Wie lassen sich Baustoffe nachhaltiger entwickeln und historische Gebäude für kommende Generationen bewahren? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Hochschule Anhalt auf der denkmal 2026. Die Messe gilt als europäischer Treffpunkt für Denkmalpflege, Restaurierung und Altbausanierung. Am Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ in Halle 2, Stand I 50, stehen innovative Materialien für nachhaltiges Bauen im Mittelpunkt. Im denkmal forum in Halle 2, Stand I 53, geht es um den Erhalt historischer Gebäude und neue Erkenntnisse über das kulturelle Erbe.
Wie aus wiedervernässten Mooren neue Baustoffe entstehen können, untersucht das PALUDI MEDIA LAB. Das Projekt zeigt am Gemeinschaftsstand in Halle 2, Stand I 50, wie sich pflanzliche Biomasse zu Baustoffen und Funktionsmaterialien weiterverarbeiten lässt. So verbindet es Moorschutz, regionale Wertschöpfung und klimafreundliches Bauen. Auch die Forschungsgruppe Baustofftechnik/Nachhaltige Baustoffe geht neue Wege im Bauwesen. Vorgestellt wird die Entwicklung von Flüssiglehm, der sich ähnlich wie Beton verarbeiten lässt. Künftig könnte er direkt auf der Baustelle aus dem Aushub von Baugruben hergestellt werden.
Professorin Karin Berkemann zeigt ihre Projekte in Halle 2, Stand I 53. Im Projekt „Kulturerbe Kirche“ geht es um die Zukunft historischer Kirchen. Wie lassen sie sich trotz knapper finanzieller Mittel nachvollziehbar bewerten und langfristig erhalten? Annemarie Reimann stellt Projekte zur Revitalisierung von Kirchen und Schlössern sowie zur Erforschung von Neubauernhäuser vor.
Wie sich Denkmalschutz, Klimaschutz und Ressourcenschonung miteinander verbinden lassen, untersucht Dr. Axel Schuhmann am Beispiel des Reallabors ZEKIWA Zeitz. Im Mittelpunkt steht die nachhaltige Weiterentwicklung historischer Industriegebäude. Professor Gunnar Schulz-Lehnfeld widmet sich derweil der mittelalterlichen Bautechnik: Gemeinsam mit Partnerhochschulen erforscht er die Konstruktion und Funktionsweise eines historischen Drehkrans. Das Projekt gibt Einblicke in die technischen Möglichkeiten vergangener Jahrhunderte. Weitere Beiträge befassen sich mit jüdischen Orten in Sachsen-Anhalt, der Bautechnik bei Michelangelo und der Denkmalpflege am Objekt.
Auf der denkmal 2026 zeigt die Hochschule Anhalt, wie Forschung nachhaltiges Bauen voranbringt und kulturelles Erbe bewahrt. Besucherinnen und Besucher können die Projekte kennenlernen und mit den Forschenden ins Gespräch kommen.