Mit der Stiftung Innovation in der Hochschullehre waren wir zu Besuch an der Technischen Universität Lappeenranta (LUT) in Finnland. Die LUT hat seit bereits seit vielen Jahren einen strategischen Fokus auf Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Eine besondere Rolle spielt dabei das Konzept des positiven „Handprints“, mit dem die positiven Auswirkungen beschrieben werden, die durch Bildung, Forschung und Innovation erzielt werden können.
Der Begriff “Handprint” bezeichnet die positiven Auswirkungen, die durch gezielte Maßnahmen und Aktivitäten erzielt werden können - im Gegensatz zum ökologischen Fußabdruck, der die negativen Umweltauswirkungen beschreibt. Ein Handprint repräsentiert somit den Beitrag, den Einzelpersonen oder Institutionen zur Verbesserung der Umwelt und Gesellschaft leisten.
In der wissenschaftlichen Arbeit der LUT wird der positive Handprint auf vielfältige Weise gefördert. Über die Alumni der Studiengänge, die Förderung wirksamer Forschungsprojekte und Abschlussarbeiten sowie die Entwicklung von Innovationen soll ein positiver Einfluss auf die nachhaltige Entwicklung in Gesellschaft und Wirtschaft erreicht und damit direkt zur Lösung globaler Herausforderungen beigetragen werden.
Auch in der praktischen und wissenschaftlichen Arbeit im Master Online-Kommunikation stellen wir uns die Frage, mit welchen Aktivitäten und Projekten wir zur nachhaltigen Entwicklung beitragen können. Wir diskutieren diese Frage regelmäßig im Studium, in diesem Jahr aber auch mit einer Gruppe von Studierenden, Lehrenden und Hochschulpersonal, die am Jahresprogramm „Hochschullehre im Kontext von Nachhaltigkeit" der Stiftung Innovation in der Hochschullehre teilnehmen. Das Jahresprogramm richtet sich an alle Akteursgruppen und Fachdisziplinen, die sich an ihren Hochschulen für die Gestaltung von Transformation einsetzen. Dabei geht es nicht nur um Lehrveranstaltungen und Studiengänge, sondern auch um die strategische Einbettung von Nachhaltigkeit in die Hochschulstrukturen und das Campuserleben.
Der Besuch an der LUT war sehr beeindruckend. Die Maßnahmen und Erfolge, die wir vor Ort kennenlernen konnten, haben wertvolle Einblicke gegeben, wie wir unsere eigenen Bemühungen rund um die positiven Auswirkungen der digitalen Kommunikation auf Umwelt und Gesellschaft verstärken können, um die Studierenden nicht nur theoretisch, sondern auch praktisch auf die Herausforderungen der Zukunft vorzubereiten und ihnen die Werkzeuge an die Hand zu geben, um einen nachhaltigen Handprint in ihrer beruflichen Laufbahn zu hinterlassen.
Weitere Informationen / Bildquelle: https://www.lut.fi/en