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„Man wächst ganz entspannt in den Beruf hinein"

  • Ein lächelnder Mann sitzt an einem Schreibtisch mit zwei Bildschirmen, die eine Küstenlandschaft zeigen. Vor ihm liegen Tastatur, Maus und ein Notizblock. Auf dem Tisch stehen eine Tasse und ein Glas. © Max Paßlack

Max Paßlack studiert Immobilienbewertung im vierten Semester an der Hochschule Anhalt. Im Interview erzählt er, wie er auf den Studiengang aufmerksam wurde, warum das duale System für ihn die richtige Wahl war und wie er bereits während des Studiums an echten Projekten mitarbeitet. Er berichtet von seinen Erfahrungen mit dem Wechsel zwischen Theorie in Bernburg und Praxis in Leipzig und erklärt, warum die Zukunftsaussichten in der Immobilienbewertung so gut sind.

Max, wie bist du auf den Studiengang Immobilienbewertung gekommen?

Ich wusste vorher gar nicht, dass man Immobilienbewertung studieren kann. Meine Mutti hat die Anzeige der Hochschule Anhalt in der Zeitung gesehen. Ich hab mir die Website dann angeschaut und mich hat die Spezialisierung des Studiengangs sofort angesprochen. Ich hatte vorher Wirtschaftsingenieurwesen studiert, das war sehr breit gefächert mit vielen Inhalten, für die ich mich nicht so begeistern konnte. Bei der Immobilienbewertung ist alles auf diesen Bereich zugeschnitten. Das schafft eine super Grundlage für den Einstieg in die Praxis und man erlangt tiefgreifendes Wissen, das einem direkt im Beruf was bringt.

Du studierst dual – wie hast du deinen Praxispartner gefunden?

Ich war an Leipzig gebunden und konnte nicht einfach wegziehen. Der einzige Praxispartner, der in Leipzig gelistet war, wollte erst für das folgende Jahr einen Studenten einstellen. Dann hat sich die Hochschule, also Frau Burkat und Herr Prof. Zeißler, darum gekümmert, ihre Kontakte anzuschreiben und meinen jetzigen Arbeitgeber angefragt. Das ging alles recht schnell, innerhalb einer Woche hatte ich dann schon mein Vorstellungsgespräch.

Wie sieht dein Alltag im dualen Studium aus?

Das läuft im 12-Wochen-Rhythmus: drei Monate Theorie in Bernburg, drei Monate Praxis in Leipzig. Die Klausurenphase ist immer in der letzten Woche der Theoriephase. Im Betrieb wurde ich am Anfang eingearbeitet und habe dann an den verschiedenen Verfahren gearbeitet: erst Eigentumswohnungen, dann Einfamilienhäuser bis hin zu Mehrfamilienhäusern. Man wird langsam an die Aufgaben herangeführt. Niemand erwartet, dass man vom ersten Tag an alles kann. Dadurch wächst man ganz entspannt in den Beruf hinein.

Kannst du ein konkretes Projekt beschreiben, an dem du mitgearbeitet hast?

Eines meiner Lieblingsprojekte war, als wir eine Bank als neuen Auftraggeber bekommen haben. Wir waren nur ein kleines Team für diesen Kunden. Jede Bank hat gewisse andere Vorgaben, was in so ein Gutachten rein soll und welchen Umfang die haben sollen. Da konnte ich mit meinem Wissen vom vorherigen Auftraggeber und mit meinem theoretischen Wissen aus der Uni gleich am Prozess mitarbeiten, wie die Gutachten erstellt werden sollen und was man da für Ideen mit reinbringen könnte. Das hat mir gut gefallen, dass ich da schon so aktiv mitwirken konnte.

 

Man wird langsam an die Aufgaben herangeführt. Niemand erwartet, dass man vom ersten Tag an alles kann. Dadurch wächst man ganz entspannt in den Beruf hinein.

Max Paßlack

Wie ergänzen sich Theorie und Praxis bei dir?

Es ist sogar gegenseitig, würde ich sagen. Es ist nicht nur die Theorie, die für die Praxis hilft, sondern auch die Praxis für die Theorie. Wenn ich in der Hochschule etwas lerne, weiß ich oft schon, wie das im Berufsalltag eingesetzt wird. Gleichzeitig verstehe ich viele Abläufe im Betrieb viel besser, weil ich den theoretischen Hintergrund kenne. 

Was sind für dich die größten Vorteile des dualen Studiums?

Das Gute ist, dass man einen leichteren Einstieg hat. Man hat keinen Stress, direkt performen zu müssen, sondern wird leichter an die Aufgaben rangeführt und kann sich gut an das Arbeitsleben gewöhnen. Ich sehe auch direkt im Betrieb, was meine Kollegen machen, kann denen über die Schulter schauen und sehe, wo es hingehen kann, was die Perspektiven sind. Und natürlich wird man auch gut vergütet während des Studiums beim Praxispartner, das ist finanziell ein großer Vorteil. Die Hochschule bietet zudem super Angebote, um sich direkt in der Branche positionieren zu können und schon während des Studiums gute Kontakte knüpfen zu können. 

Der 12-Wochen-Rhythmus bedeutet ja auch, dass du weniger vorlesungsfreie Zeit hast als andere Studierende. Wie empfindest du das?

Mir liegt das tatsächlich besser. Es ist natürlich typabhängig, aber ich finde, so bleibt man immer fit im Kopf. Für mich war es schwierig, wieder in den Trott reinzukommen, wenn man zwei Monate Semesterferien hat und in der Zeit gar nichts für das Studium tut. Außerdem hat man auch während der Praxisphase genügend Urlaubstage, wo man sich seine Auszeit nehmen kann. Und ich finde die Abwechslung angenehm. Nach den Vorlesungen kann man nicht einfach abschalten, aber dafür hat man nach seinem Arbeitstag im Betrieb dann wirklich Feierabend und Ruhe.

Du lebst während des Studiums an zwei Standorten. Wie ist das für dich?

Ich kann mir vorstellen, dass das ein Punkt ist, den viele vielleicht abschreckt, weil sie denken, sie haben dadurch nicht dieses klassische Studentenleben. Aber ich finde, es klappt gut. Bernburg hat günstigen Wohnraum, man wächst mit den Kommilitonen schnell zusammen und die Hochschule schafft auch viele Angebote. Es ist eine ganz eigene Bubble.

 

"Wer Lust auf eine gute Perspektive, einen klar definierten Weg und ein krisensicheres Studium hat, bei dem man auch gutes Geld verdienen kann, dem kann ich das Studium auf jeden Fall empfehlen."

Max Paßlack

Wie schätzt du die Zukunftsaussichten in der Immobilienbewertung ein?

Immobilien müssen in jeder Marktlage bewertet werden. Dadurch ist der Beruf ziemlich krisensicher. Es gibt nicht genug Nachwuchs und die Nachfrage nach Immobilienbewertungen ist enorm hoch. Deshalb bemühen sich die Praxispartner um die Absolventen und haben immer gerne Studierende. Die Betriebe suchen immer! 

Was würdest du Schülerinnen und Schülern raten, die über diesen Studiengang nachdenken?

Ein großer Vorteil an der Hochschule Anhalt ist das Verhältnis zu den Professoren. Die Vorlesungen finden in kleinen Gruppen statt, man hat ein persönliches Verhältnis mit den Lehrpersonen. Hier herrscht stets ein konstruktiver Austausch und angenehmes Vorlesungsklima. Wer Lust auf eine gute Perspektive, einen klar definierten Weg und gleichzeitig auf ein krisensicheres Studium hat, bei dem man auch gutes Geld verdienen kann, dem kann ich das Studium auf jeden Fall empfehlen. Wichtig ist meiner Meinung nach ein Interesse an Wirtschaft und Immobilien, man sollte analytisch denken können und Spaß am Detail haben. 

Vielen Dank für das Gespräch.

Redaktion

Veronika Rivera

Studiengang Immobilienbewertung

BWL studieren, Geld verdienen und direkt in die Immobilienwirtschaft einsteigen. Das duale Studium Betriebswirtschaft/Immobilienbewertung bereitet gezielt auf Tätigkeiten in der Immobilienwirtschaft vor.

Interessierte können sich noch bis zum 15. September 2026 für den dualen Bachelorstudiengang Immobilienbewertung bewerben. 

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