Mit Prof. Dr. Markus Schmidt gewinnt die Hochschule Anhalt einen erfahrenen Experten im Bereich Baustofftechnik und nachhaltige Baustoffe. Seit März 2025 ist er am Fachbereich Architektur, Facility Management und Geoinformation am Standort Dessau tätig. Sein Ziel: Studierende mit einem fundierten Verständnis für Materialien und deren nachhaltige Anwendung auszustatten.
„Baustoffe sind mehr als nur Mittel zum Zweck – sie beeinflussen Energieverbrauch, Klima, Langlebigkeit und Gestalt von Bauwerken. Wer sie versteht, kann nachhaltiger bauen“, erklärt Prof. Schmidt. Der Bauingenieur mit Promotion an der University of the West of Scotland und Studienabschluss an der HTWK Leipzig bringt über 15 Jahre Erfahrung in Lehre, Forschung und Laborpraxis mit. Zuletzt war er an der Hochschule Darmstadt tätig.
An der Hochschule Anhalt unterrichtet Prof. Schmidt in den Bachelorstudiengängen Architektur sowie Immobilien- und Baumanagement, außerdem im englischsprachigen Masterstudiengang „Architectural and Cultural Heritage“. Neben der Theorie legt er großen Wert auf praxisnahes Arbeiten: „Ich habe ein Baustofflabor übernommen, das ich aktuell reaktiviere. Studierende sollen nicht nur in Vorlesungen hören, wie sich ein Baustoff verhält – sie sollen es auch experimentell nachvollziehen und selbst ausprobieren.“
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf nachhaltigen Baustoffen. In einem ersten Forschungsprojekt beschäftigt sich Prof. Schmidt mit der Entwicklung lehmähnlicher Materialien, die ähnlich wie Beton verarbeitet werden können. „Es geht darum, lokale Ressourcen klug zu nutzen und neue Wege zu finden – gerade Lehm ist als Baustoff vielversprechend, wenn man ihn richtig einsetzt.“
Für die Studierenden ergeben sich daraus nicht nur spannende Einblicke in moderne Baustofftechnologie, sondern auch konkrete Projekt- und Forschungsperspektiven. Besonders wichtig ist Prof. Schmidt dabei der interdisziplinäre Austausch: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen aus Architektur, Ingenieurwesen, Design und vielen anderen – denn nachhaltiges Bauen ist immer Teamarbeit.“