Jasmine Tendo Mpoza kam aus Uganda an die Hochschule Anhalt, mit großen Träumen, noch größerem Antrieb und dem festen Glauben daran, dass Veränderung mit einem selbst beginnt. Eine Brückenbauerin – zwischen Kulturen und Kontinenten, vom Traum zur Wirklichkeit.
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Nichts weniger als die Welt verändern
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© Hochschule Anhalt - Uwe Jacobshagen
Uganda, Lockdown, irgendwann 2020. Die Schulen sind geschlossen, viele Jugendliche haben keinen Internetzugang, keine Struktur, keine Perspektive. Jasmine Tendo Mpoza ist damals 16 und gründet mit ihren Geschwistern eine Initiative. Nicht weil jemand sie darum gebeten hätte. Sondern weil sie sieht, was passiert, wenn junge Menschen – vor allem Mädchen – sich selbst überlassen bleiben: Depression, frühe Ehen, abgebrochene Biografien. Also tun sie etwas dagegen.
Inzwischen ist Jasmine 22, studiert an der Hochschule Anhalt und steht kurz vor dem Master. Die Initiative von damals – Teens of Positive Purpose – gibt es noch immer. Jasmine Tendo Mpoza ist die Älteste von fünf Geschwistern und kam nach Deutschland, um International Business zu studieren. Als sie sich für den Studiengang an der Hochschule Anhalt entschied, hatte sie ein klares Ziel vor Augen: Unternehmen aufbauen, die nicht nur Gewinne erwirtschaften, sondern ihre Gemeinschaft in Uganda stärken. Kindern dort fehlt es oft am Grundlegendsten – Schulbildung, Perspektiven, ein sicheres Umfeld. Jasmine will das ändern.
Ein Campus, der Heimat wird
Was sie an der Hochschule Anhalt vorfand, übertraf ihre Erwartungen. Nicht wegen großer Gebäude oder aufregendem Stadtleben, sondern wegen der Menschen und der Atmosphäre. Mehr noch als der malerische Campus an der Saale mitten in der Natur beeindruckte sie das Betreuungsverhältnis: Professorinnen und Professoren, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern wirklich begleiten, die Projekte ermöglichen, Kontakte zu Unternehmen herstellen und Studierende ernst nehmen. Nebenbei hat sie daraus auch noch ein Start-up gemacht – Nachhaltigkeit und Mode, ihre eigene Idee. Dass eine Hochschule in Mitteldeutschland dazu inspiriert, Unternehmerin zu werden: Für Jasmine ist es genau das, was gute Lehre bewirken sollte.
Auch die Willkommenskultur hat Jasmine von Anfang an gespürt. Internationale Studierende werden durch ein Buddy-Programm begleitet und können sich in aktiven Clubs einbringen, die Vielfalt aktiv fördern. Wer neu ankommt, ob aus Uganda, Indien oder Kanada, findet hier schnell Anschluss. „Das macht die Hochschule Anhalt zu einer hervorragenden Wahl“, sagt sie.
Von zwei auf vierzig: Eine Organisation wächst
© Hochschule Anhalt - Uwe Jacobshagen
Im Oktober 2024 trat Jasmine der EMSO bei – der Erasmus Management Student Organization, einer Initiative des International Office der Hochschule Anhalt. Einen Monat später wurde sie zur Präsidentin gewählt. Was damals mit zwei, drei Personen begann, wuchs unter ihrer Führung zu einem Team von mehr als vierzig Aktiven an allen drei Campusstandorten der Hochschule Anhalt. Ihr Ziel: Erasmus-Studierende willkommen heißen, kulturelle Austauschräume schaffen und internationale Vernetzung an der Hochschule fest verankern.
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„Veränderung beginnt nicht mit der ganzen Welt, sondern mit einem Menschen: mit mir.“
Jasmine Tendo Mpoza
Dabei hat sie viel über Führung gelernt: „Die Aufgabe einer Führungskraft ist es nicht, die Arbeit für andere zu erledigen, sondern anderen zu helfen, zu lernen, wie sie es selbst tun können.“ Ende März 2025 übergab sie die Leitung an ihr Nachfolgeteam – nicht, weil sie aufhörte zu gestalten, sondern weil sie der Organisation jetzt das Wichtigste hinterlassen konnte: Eigenständigkeit.
Jasmine steht kurz vor dem Bachelorabschluss und will dann den Master anschließen. Ihre Träume sind noch dieselben wie am Anfang, haben sich nur konkretisiert: Unternehmerin; Vereinte Nationen; Gemeinschaft stärken. Und das alles mit dem festen Glauben, dass Veränderung nicht irgendwo in der Welt beginnt. „Veränderung beginnt nicht mit der ganzen Welt, sondern mit einem Menschen: mit mir.“
Ohne Jasmine Tendo Mpoza gäbe es kein EMSO-Team von mehr als vierzig Personen, keine Präsidentin, die aus zwei Begeisterten eine Bewegung gemacht hat.
Die Hochschule würde eine Studierende vermissen, die zeigt, was internationales Studium wirklich bedeutet: nicht nur Auslandserfahrung sammeln, sondern Brücken bauen – zwischen Kulturen, zwischen Kontinenten, zwischen Träumen und Wirklichkeit.
Katja Wallrafen
Über den StudiengangDer Bachelor-Studiengang International Business richtet sich an Studierende, die eine internationale Karriere anstreben und ein Studienjahr an einer ausländischen Partnerhochschule studieren möchten. Das Studium International Business bereitet gründlich auf eine - vor allem kaufmännische - Berufstätigkeit vor: Industrie, Dienstleistungen, Handel, Banken, Versicherungen und Verwaltungen sind mögliche Arbeitgeber im In- und Ausland.
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