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Vielfalt strategisch gestalten: Hochschule Anhalt startet in das Diversi-ty Audit Ost

  • Vier Frauen sitzen lächelnd nebeneinander auf einer Couch: eine junge Frau in weißem Kleid, eine ältere mit schwarzem Blazer und bunter Krawatte, eine mit schwarzem Top und silbernem Schmuck sowie eine in blauem Shirt mit hochgebundenen Haaren. ©
    Das Team vom Diversity Audit der Hochschule Anhalt v. l. Olena Tkachenko, Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg, Julia Schinköthe und Juliane Panser.

Mit einem Hospitationstag an der Technischen Universität Ilmenau startet die Hochschule Anhalt offiziell in das Programm „Diversity Audit Ost – MINT-Hochschulen stärken“ des Stifterverband Change und der Klaus Tschira Stiftung. Gemeinsam mit der Technischen Universität Bergakademie Freiberg und der Hochschule Harz gehört die Hochschule Anhalt zu den drei ausgewählten Hochschulen, die in den kommenden 18 Monaten ihre Aktivitäten in den Bereichen Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit strategisch weiterentwickeln werden.

Dem Hospitationstag gingen bereits ein erfolgreiches Bewerbungsverfahren, eine gemeinsame Auftaktveranstaltung sowie ein Kick-off-Workshop mit dem Stifterverband voraus. Mit dem Besuch an der TU Ilmenau beginnt nun die inhaltliche Arbeit im Auditprozess. Die gastgebende Hochschule zählt zu den Einrichtungen, die bereits umfangreiche Erfahrungen beim Aufbau und der Weiterentwicklung von Diversitätsstrukturen gesammelt haben und diese nun mit den teilnehmenden Hochschulen teilen.

Im Mittelpunkt des Hospitationstags standen Einblicke in die Diversitätsstrategie und die praktische Umsetzung von Maßnahmen an der TU Ilmenau. Mitarbeitende aus verschiedenen Bereichen der Universität berichteten über ihre Erfahrungen und diskutierten mit den Gästen aktuelle Herausforderungen und Erfolgsfaktoren. In mehreren thematischen World-Cafés tauschten sich die Teilnehmenden unter anderem zu chancengerechten Strukturen und Prozessen, Diversität in der Lehre, Internationalisierung, Studierendengewinnung und Willkommenskultur, diskriminierungsfreier Campuskultur sowie diversitätsorientiertem Gesundheitsmanagement aus.

„Die Teilnahme am Diversity Audit Ost bietet der Hochschule Anhalt die Möglichkeit, bestehende Aktivitäten zu bündeln, neue Impulse aufzunehmen und Vielfalt noch stärker als strategisches Querschnittsthema in Studium, Lehre, Forschung und Hochschulkultur zu verankern“, sagt Prof. Dr. Uta Seewald-Heeg, Vizepräsidentin für Gleichstellung und Internationales. „Der Austausch mit erfahrenen Hochschulen wie der TU Ilmenau ist dabei ein wichtiger Baustein.“

Mit dem Diversity Audit Ost unterstützen der Stifterverband Change und die Klaus Tschira Stiftung Hochschulen in Ostdeutschland mit einem Schwerpunkt auf MINT-Studiengängen dabei, Strategien für Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit weiterzuentwickeln und nachhaltig zu verankern. Die Hochschule Anhalt ist eine von drei Hochschulen, die in das aktuelle Programm aufgenommen wurden, und beteiligt sich bis Ende 2027 an einem begleiteten Entwicklungsprozess. Dieser umfasst Beratungs- und Austauschformate mit einem externen Audit-Team, die Erstellung von hochschulweiten Selbstberichten sowie zwei Foren an der Hochschule Anhalt. Nach der Hospitation an der TU Ilmenau folgen im Herbst 2026 ein Strategie-Workshop und im Frühjahr 2027 der Audit-Besuch. Gemeinsam mit Hochschulangehörigen aus Studium, Lehre, Forschung und Verwaltung sollen dabei bestehende Strukturen analysiert, Entwicklungsbedarfe identifiziert und konkrete Maßnahmen für eine diversitätssensible Hochschulkultur erarbeitet werden.

Der Auditprozess schließt mit einer Zertifizierung ab. Bis dahin wird die Hochschule Anhalt weitere Maßnahmen entwickeln, um Vielfalt, Chancengerechtigkeit und Teilhabe langfristig in ihren Strukturen und Prozessen zu verankern.

Hintergrund
Das „Diversity Audit Ost – MINT-Hochschulen stärken“ richtet sich an Hochschulen mit MINT-Schwerpunkt in Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Es unterstützt die teilnehmenden Einrichtungen dabei, Strategien in den Bereichen Vielfalt, Chancengerechtigkeit, Inklusion und Zugehörigkeit (Diversity, Equity, Inclusion und Belonging, DEIB) zu entwickeln und institutionell zu verankern. Im aktuellen Durchgang nehmen die Hochschule Anhalt, die Technische Universität Bergakademie Freiberg und die Hochschule Harz teil. Die Durchführung des Diversity Audit Ost wird durch die Klaus Tschira Stiftung gefördert. Die darüber hinaus erforderliche Teilfinanzierung der Teilnahme der Hochschule Anhalt wird über das Projekt „Professorinnenprogramm 2030“ ermöglicht.

 

Kontakt

Bettina Kranhold

Redaktion

Juliane Panser