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Wissenschaftliche Weiterbildung sichert seit 20 Jahren Fachkräfte für die Wirtschaft

Gleich zwei Jubiläen beging die Hochschule Anhalt am 28. November 2018: 20 Jahre weiterbildendes Studium an der Hochschule Anhalt und zehn Jahre Weiterbildungszentrum Anhalt. Vertreter der Landesregierung, der Hochschulen im Land, Unternehmer und Weiterbildungspartner folgten der Einladung zur Festveranstaltung am Standort Köthen.
 
„Lebenslanges Lernen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Nach dem Berufs- bzw. Studienabschluss ist das Lernen nicht abgeschlossen, um im Beruflichen weiter zu kommen. Die Hochschule Anhalt bietet dafür die berufsbegleitenden Angebote. Übrigens: An der Hochschule Anhalt gibt es das größte Weiterbildungszentrum im Land Sachsen-Anhalt“, betonte Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule Anhalt, in seiner Festrede.
 
Über die Entwicklung des Weiterbildungszentrums Anhalt (WZA) resümierte Prof. Dr. Hans-Jürgen Kaftan, Vizepräsident für Studium, Lehre und Weiterbildung. Aktuell bilden sich 1.564 Studierende berufsbegleitend an der Hochschule Anhalt weiter. Damit habe sich die Zahl seit Gründung des WZA vor zehn Jahren fast verdoppelt. Das funktioniere nur mit einem gut aufgestellten Team und schlüssig ineinander greifenden Strukturen. „Das Weiterbildungszentrum Anhalt ist Ansprechpartner für das berufsbegleitende Studium an der Hochschule Anhalt, betreut geförderte Projekte der wissenschaftlichen Weiterbildung, kümmert sich um den Karriereservice sowie das Weiterbildungsmanagement und Weiterbildungsmarketing“, so Prof. Kaftan.
 
Geht es um berufsbegleitende Weiterbildung, ist der Bedarf an eine Modularität der Angebote groß. Genau hier setzt das Verbundprojekt der Hochschulen Anhalt, Harz und Merseburg zur Vernetzung der berufsbegleitenden Studienangebote für KMU in Sachsen-Anhalt an. Ihre Weiterbildungsangebote präsentieren die Hochschulen gemeinsam auf WIBKO – dem „Wissenschaftlichen Bildungskonfigurator“.
 
Dass die Weiterbildung eine zentrale Rolle für die Fachkräftesicherung spielt und dabei das  Zusammenwirken mehrerer Hochschulen zukunftsweisend ist, hat das Land Sachsen-Anhalt erkannt. Es fördert die Programme zur wissenschaftlichen Weiterbildung für KMU im Land.
 
„Für Menschen, die im Berufsleben stehen und Bildung suchen, ist es wichtig, dass sie die Angebote einfach und unkompliziert finden. Dafür ist der Wissenschaftliche Bildungskonfigurator geeignet“, schätzte Wolfgang Beck, Abteilungsleiter im Ministerium für Arbeit, Soziales und Integration, in seinem Grußwort der Landesregierung ein. „Die Herausforderung ist, dass die Weiterbildung im Unternehmen eine Nachfrage finden muss. Hier sind die Hochschulen gut aufgestellt, weil sie in die Unternehmen hineinschauen können. Zum Teil wird bereits jahrelang zusammengearbeitet“, wusste Beck zu berichten.
 
Während der gesamten Jubiläumsveranstaltung schwang die Dimension der besonderen Qualität wissenschaftlicher Weiterbildung mit. Prof. Dr. Dieter Orzessek, ehemaliger Präsident der Hochschule Anhalt und Wegbereiter der ersten Stunde, wenn es um die Weiterbildungsangebote der Hochschule Anhalt geht, brachte es auf den Punkt: „Die wissenschaftliche Weiterbildung stellt neue Anforderungen an Methodik und Didaktik. Hier zählt mehr der Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe als die Lehre wie sie an einer Hochschule üblich ist. Außerdem berichteten die Studierenden oft, wie wertvoll die Gespräche unter Berufskollegen sind und dass diese die Hälfte am Erfolg des Studiums ausmachen.“