Wie lassen sich Praxisbezug und Studiumsstruktur erfolgreich miteinander verbinden? Bei der Jahrestagung des Netzwerks Wissenschaftsmanagement stand genau diese Herausforderung im Fokus eines Workshops.
Austragungsort der diesjährigen Jahrestagung des Netzwerks Wissenschaftsmanagement war das Haus der Wissenschaft der Technischen Universität Braunschweig. Am Donnerstag leiteten Vanessa Fehlig und Katja Heier dort einen Workshop, der sich mit dem Spannungsfeld zwischen hohem Anspruch und konkreter Umsetzung beschäftigte: Wie kann Praxisbezug gelingen, ohne an den Strukturen eines Studiengangs zu scheitern?
Als Ausgangspunkt diente das Service-Learning-Projekt „Transformation anpacken!“, gefördert von der Stiftung Innovation in der Hochschullehre. Ein kurzer Erfahrungsbericht aus dem Projekt zeigte, wie praxisorientierte Lehre in der Realität aussehen kann und wo sie an Grenzen stößt. Anschließend rückte der Dialog in den Vordergrund: Teilnehmende aus unterschiedlichen Hochschulen und Bildungseinrichtungen kamen in kleinen Gruppen zusammen, brachten eigene Erfahrungen ein und erarbeiteten gemeinsam Ideen für typische Problemstellungen.
Diskutiert wurde vor allem, unter welchen Voraussetzungen die Zusammenarbeit mit externen Partnern gelingt, wie sich solche Angebote in bereits bestehende Curricula einfügen lassen und was nötig ist, damit aus einer einmaligen Kooperation eine dauerhafte Partnerschaft wird.
Die Ergebnisse des Workshops bilden nun die Grundlage für einen Kriterienkatalog mit Praxisfokus. Er soll Hochschulen als Orientierungshilfe dienen, wenn sie kooperative Lehrformate planen, umsetzen oder weiterentwickeln möchten.