Unsere Arbeitsgruppen gestalten Strukturwandel
Mit 15,5 Millionen Euro EU-Förderung entsteht auf dem Gelände der ehemaligen Kinderwagenfabrik ZEKIWA in Zeitz ein Leuchtturmprojekt für nachhaltiges Bauen. Die Hochschule Anhalt bringt ihre interdisziplinäre Expertise von allen drei Campusstandorten ein.
Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff überreichte offiziell den Förderbescheid: "Wir wollen den Strukturwandel in der Kohleregion zu einer Erfolgsgeschichte machen. Aus Altem soll Neues entstehen mit guten Perspektiven für die Menschen in der Region."
Innovative Materialforschung: Sphagnum-Moos und nachhaltige Baustoffe
Wir durften bereits erste Ergebnisse präsentieren. Unsere Arbeitsgruppen entwickeln wegweisende Fassadenmodule mit Sphagnum-Moos sowie nachhaltige Baustoffe aus Rezyklaten. "Uns geht es vor allem um Innovation im Bereich Fassade mit Möglichkeiten für Sachsen-Anhalt im Strukturwandel."
Unsere Forschung verbindet Wiederverwässung von Mooren durch Sphagnum-Nutzung mit nachhaltigen Baustoffen aus recycelten Materialien. Mit 91.000 Hektar moorähnlicher Flächen in Sachsen-Anhalt sehen wir enormes Potenzial für neue Produkte und Arbeitsplätze in den vom Braunkohleausstieg betroffenen Gebieten.
Systematische Entwicklung
Wir arbeiten in strukturierten Arbeitspaketen: Materialexperimente für Ausbau und Fassade aus Rezyklaten sowie klimaadaptive Fassaden mit Wandbegrünung und Monitoring-Installation. Durch die enge Verzahnung von Forschung, Praxis und Bürgerbeteiligung entsteht ein Modellprojekt mit überregionaler Ausstrahlung.