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Zusammenarbeit für mehr Praxis im Studium:

  • © Renate Geue

Mitte Juni standen beim Sommerfest der Landschaftsarchitektur auf dem Campus Strenzfeld nicht nur kreative Entwürfe und Projektideen im Fokus: Mit der Unterzeichnung eines neuen Kooperationsvertrags zwischen der Hochschule Anhalt und dem Landesverband Sachsen-Anhalt des Bundes Deutscher Landschaftsarchitekt:innen (bdla) wurde auch ein wichtiger Schritt für die zukünftige Ausrichtung der Lehre gesetzt.

Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule und Vertreter des bdla besiegelten die Vereinbarung im Rahmen der Veranstaltung. Ziel ist es, Studierende noch gezielter auf die aktuellen Herausforderungen des Berufs vorzubereiten – von nachhaltiger Freiraumentwicklung bis hin zu digitalen Planungswerkzeugen. „Die Anforderungen an unseren Berufsstand verändern sich spürbar“, sagte Prof. Dr. Elena Kashtanova, Dekanin des Fachbereichs. „Es geht um Nachhaltigkeit unserer Lebensumwelt, um Konzepte wie die Schwammstadt, um die Anpassung an den Klimawandel. Diese Fragen wollen wir noch direkter ins Studium integrieren.“

Der neue Vertrag legt die Grundlage für eine engere Zusammenarbeit: Studierende sollen künftig in gemeinsamen Projekten mit dem Verband arbeiten, von Gastvorträgen profitieren und bei der Suche nach Praktikumsplätzen unterstützt werden. Auch Wettbewerbe und der Austausch im Advisory Board des Studiengangs Landschaftsarchitektur und Umweltplanung sind Teil der Vereinbarung. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Ausbau digitaler Kompetenzen. Techniken wie 3D-Druck, digitale Zwillinge oder der Einsatz von KI in Planungsprozessen sollen gemeinsam erprobt und in die Lehre eingebunden werden. Gleichzeitig bleiben klassische Themen wie Pflanzenverwendung fester Bestandteil der Kooperation – gerade im Zusammenspiel mit neuen technologischen Möglichkeiten. „Unsere Zusammenarbeit mit dem bdla besteht schon lange – jetzt geben wir ihr einen klaren Rahmen“, sagte Prof. Dr. Jörg Bagdahn. „Das schafft Verlässlichkeit und eröffnet unseren Studierenden neue Möglichkeiten, fachlich und praktisch zu wachsen.“

Die Vertragsunterzeichnung war Teil des Sommerfests „Spektrum LA“, bei dem Studierende aktuelle Projekte präsentierten – von naturnahen Badegewässern bis zu Popup-Schulgärten oder KI-gestützter Planung. Ein Vortrag des bdla sowie ein gemeinsames Abendprogramm rundeten die Veranstaltung ab und boten Raum für Gespräche und neue Impulse.