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Apr.15

Diese Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Seniorenkolleg: Ein Einblick in die Bernburger Medizinal- Geschichte

  • Ein historisches Gebäude mit Uhrturm steht in einer ruhigen Stadtplatzumgebung. Vor dem Gebäude befinden sich Bäume, Bänke und ein Fahrradfahrer. Der Himmel ist leicht bewölkt. © OL, Hochschule Anhalt
15.04.2027 15:45 - 17:15 Uhr

Der Vortrag beginnt mit der Geschichte der ersten Informationen über Krankheiten 3000 Jahre vor Christus. In Bernburg ist die medizinische Versorgung mit der Entstehung des Klosters im Jahre 1308 verbunden. Bis zur Reformation übernahm diese kirchliche Einrichtung die Behandlung von kranken Menschen. Ab 1535 wurde daraus das St. Johannis Hospital, welches bis 1927 bestand. Vergleichsweise spät entstand das erste Bernburger Krankenhaus St. Johannis mit der Grundsteinlegung 1851, welches durch das heutige Ameos Klinikum (Bauzeit 1891 bis 1894) abgelöst wurde.

Die Heil- und Pflegeanstalt für Geisteskranke (ab 1875) verdankte ihre Verlegung von Dessau nach Bernburg einem Kompromiss zwischen der Dessauer Herzoglichen Regierung und unserer Stadt. Dieser war die Folge von Versprechen nach dem Tode des letzten Bernburger Herzogs 1863 und der Machtübernahme durch die Anhaltische Landesregierung. 

Eingegangen wird auf die Geißeln der Menschheit wie Pest und Cholera, unter denen auch die Bernburger Bevölkerung zu leiden hatte. Sehr positiv hervorzuheben war die frühzeitige Durchführung von Pockenimpfungen und der Name Doktor Paldamus steht bis heute für die Vorreiterrolle in Bernburg.

Bei der Betrachtung der Entwicklung und Bedeutung der städtischen Apotheken ist bis heute eine sichere Aussage zur Namensgebung nach Farben nicht möglich. 

Eine Kuriosität, über die seit Jahrhunderten diskutierte Verbindung von Wettereinflüssen auf den Verlauf von Krankheiten, wird in der Person des Meister Bensing geschildert. 

Den Abschluss des Vortrages bilden regionale Besonderheiten wie das Auffinden von Heilquellen, die Nutzung von vielfältigen Wasseranwendungen in Verbindung mit der Saale und die vielen Badeanstalten unserer Stadt.

Dr. med. Andreas Schlegel
E-Mail: dr.andreas.schlegel@gmx.de