In den letzten Jahren erlebt die Welt globale Polykrisen, die aus parallelen, sich überlagernden und miteinander verbundenen Krisen verstanden werden können. Die daraus notwendigen Herausforderungen und Diskurse für und mit den Studierenden stellen auch Lehrende an Hochschulen vor besondere Aufgaben: Wie leidenschaftlich und richtungsgebend darf ich als Lehrende sein? Kann man als WissenschaftlerIn und Lehrende unparteilich sein in einer krisenbeladenen Welt? Sollte man die Sicht auf Ziele lenken, die auch eine „Koalition der Vernünftigen“ verfolgen oder eher die freiheitliche Entscheidung einer zu wählenden Option für jeden offen halten? Sollten WissenschaftlerInnen und MitarbeiterInnen von Hochschulen AktivistInnen sein dürfen, sich offen einsetzen gegen Fehlentscheidungen und Verzögerungen durch Politik und Wirtschaft und sollten sie gar nach dem Philosophen T. Adorno die: „Kraft zum Widerstand gegen vorgegebene Meinungen und, in eins damit, auch gegen nun einmal vorhandene Institutionen, gegen alles bloß Gesetzte, das mit seinem Dasein sich rechtfertigt“ aufbringen? Oder eben ausschließlich neutral ausgerichtet ihr akademisches Fach lehren, allein auf deren fachlichen Tatsachen basierend? Wie stehen Lehrende zur Digitalisierung in der Lehre, werden auch kritische Ansätze aufgenommen und offen ausgesprochen?
Diese und viele andere Fragen werden in der Veranstaltung gestellt und versucht, Lösungsansätze mittels philosophischer Theorien und praktischen Beispielen bereit zu stellen.
Referierende: Prof. Dr. Jens Hartmann (FB 7 - HSA)
Veranstaltungsort: Online
Anmeldung: Teach(ers)-Time
Zugangslink zur Veranstaltung: Diesen finden Sie links oben unter "Adresse".
Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten Sie am Ende der Fortbildungsreihe einen Nachweis über 2 UE.