Wie programmiert man eine Künstliche Intelligenz? Wie funktionieren medizinische Geräte? Können wir aus Wasser Strom erzeugen – und wie verhält man sich im Labor richtig? Antworten auf diese und viele weitere spannende Fragen lieferte der Girls' und Boys' Day 2025 an der Hochschule Anhalt.
Am 3. April 2025 öffneten die Campusstandorte in Dessau und Köthen ihre Türen für Schülerinnen und Schüler ab der sechsten Klasse. Die Veranstaltung ermöglichte den jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, Berufsfelder jenseits klassischer Rollenbilder zu entdecken und wertvolle Einblicke in verschiedene Disziplinen zu gewinnen.
Für Mädchen bot sich die Chance, sich in Bereichen wie Medizintechnik, Informatik, nachhaltiger Architektur und Lebensmittelwissenschaften auszuprobieren. In Köthen sammelten sie erste Erfahrungen im Programmieren, experimentierten mit Künstlicher Intelligenz und erforschten die Möglichkeiten von Wasserstoff als Energieträger. Besonders spannend war das Backlabor, wo die Wissenschaft hinter dem perfekten Brot erforscht wurde. In Dessau setzten sich die Schülerinnen kreativ mit Architektur auseinander, indem sie neue Nutzungskonzepte für bestehende Gebäude entwickelten, was technische und gestalterische Fähigkeiten kombinierte.
Jungen erhielten ebenfalls spannende Einblicke in ungewöhnliche Berufsfelder. Im Biotechnologie-Labor in Köthen befassten sie sich mit der Herstellung von Joghurt und Bubble Tea, während sie im Mikrobiologie-Labor lernten, Bakterien mithilfe modernster Massenspektrometrie zu identifizieren. In der Hochschulbibliothek bot der Boys' Day die Gelegenheit, in die Welt der wissenschaftlichen Literaturrecherche einzutauchen, und die Bibliotheksrallye forderte die Jungen heraus, ihr Wissen bei der Erkundung der Bibliotheksbereiche anzuwenden. In den pharmazeutisch-technischen Laboren konnten sie sogar einen Laborführerschein machen und lernten, wie Medikamente hergestellt werden.
Insgesamt nahmen 87 Mädchen und Jungen am diesjährigen Zukunftstag an der Hochschule Anhalt teil. Ein besonderer Dank geht an die engagierten Schülerinnen und Schüler sowie an die hervorragend unterstützenden Kolleginnen und Kollegen, die diesen inspirierenden Tag möglich gemacht haben.