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Automatisierter Routenzug für smarte Güter- und Personentransporte

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Ein achtköpfiges Konsortium – bestehend aus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der AGCO Hohenmölsen GmbH, der Dögel GmbH, der Wegard Trail GmbH, der Innok Robotics GmbH, der Hochschule Anhalt, des Instituts für Automation und Kommunikation e.V. und der FIAtec GmbH – forscht seit dem 01.11.2024 gemeinsam an der Implementierung eines selbstfahrenden Routenzugs zum Güter- und Personentransport. Dieser soll in außenliegenden Industrieumgebungen eingesetzt werden.

Im Zeitraum bis zum 31.07.2027 entwickeln die Beteiligten einen automatisierten Routenzug. Einsatzort ist das Werksgelände der AGCO Hohenmölsen GmbH. Dort sollen verschiedene Anwendungsfälle übernommen werden, wobei der Schwerpunkt auf der Kombination von Güter- und Personentransport liegt.

Schritte zur Implementierung des Routenzugsystems

Im ersten Schritt werden die verschiedenen Transportprozesse der AGCO Hohenmölsen GmbH von Prozessanalyse-Experten der Hochschule Anhalt analysiert und anschließend für den Einsatz eines Routenzugs angepasst. Die Innok Robotics GmbH ist auf autonome mobile Roboterlösungen für den Außenbereich spezialisiert und entwickelt ein autonomes Zugfahrzeug für den Routenzug. Im Projekt wird dabei ein herkömmlicher Schlepper mit Elektroantrieb den Anforderungen entsprechend modifiziert und automatisiert. Als Fachunternehmen für modulare Routenzugsysteme kümmert sich die Wegard Trail GmbH um die Anhänger und Behälter des Routenzugs. Die FIAtec GmbH wiederum verknüpft den Schlepper mit den Anhängern und stellt den Informations- und Energiefluss sicher. Um das Routenzugsystem möglichst robust zu gestalten, digitalisiert das Institut für Automation und Kommunikation e.V. die Infrastruktur des Betriebsgeländes und erprobt Funknetze sowie intelligente Kommunikationsinfrastruktur. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickelt und testet eine echtzeitfähige Betriebsleitstelle mit deren Hilfe der automatisierte Routenzug überwacht und unterstützt werden soll. Damit die Kommunikation zwischen allen Systemen ermöglicht wird, ist es die Aufgabe der Dögel GmbH, diese Vielzahl an Systemen zu einem Gesamtsystem zu verknüpfen und die Datenschnittstellen und Übertragungsmöglichkeiten zu gestalten.

Über den Standort des Anwendungsfalls

Die AGCO Hohenmölsen GmbH ist ein metallverarbeitender Fertigungsstandort und gehört zum AGCO-Konzern. Am Standort in Hohenmölsen werden zahlreiche Komponenten für Landmaschinen gefertigt sowie die Produkte der Marke Fendt – Katana (Feldhäcksler) und Rogator (Feldspritze) – hergestellt.

Über die Förderung und das Förderprogramm mFUND des BMDV

Das Projekt mit dem Akronym IBATOUR (Intelligentes Betriebsgelände für Autonomie in Transport, Organisation und Umschlag via Routenzüge) wird im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND mit insgesamt 2.771.018 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert.

Im Rahmen der Innovationsinitiative mFUND fördert das BMDV datenbasierte Forschungs- und Entwicklungsprojekte für die digitale und vernetzte Mobilität der Zukunft. Die Projektförderung wird ergänzt durch eine aktive fachliche Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Forschung und durch die Bereitstellung von offenen Daten auf dem Portal “Mobilithek“. Weitere Informationen finden Sie unter www.mfund.de und www.daten.plus.