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Internationale Zusammenarbeit für nachhaltige Lebensmittelproduktion

  • Drei Personen sitzen an einem Tisch und unterzeichnen gemeinsam drei Dokumente, lächelnd und zufrieden. © Oregon State University
    Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags waren Prof. Dr. Jana Rödig, Studiendekanin am Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik der Hochschule Anhalt, Prof. Dr. Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule Anhalt und Dave Stone, Associate Dean of International Programs der Oregon State University, anwesend.

Die Hochschule Anhalt und die Oregon State University (USA) haben am 13. März 2026 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, um ihre Zusammenarbeit in Forschung und Lehre auszubauen. Ziel ist es, den wissenschaftlichen Austausch zu stärken und gemeinsame Projekte im Bereich nachhaltiger Lebensmittelproduktion zu entwickeln. Die Unterzeichnung fand im Rahmen eines zweitägigen Workshops auf dem Campus der Oregon State University in Corvallis statt.

„Internationale Kooperationen sind sehr wichtig für eine Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Sie eröffnen neue Möglichkeiten für innovative Lösungen in Forschung und Lehre. Gerade diesen Austausch brauchen wir, um neue Erkenntnisse in die Praxis zu bringen und gemeinsam mit Unternehmen und Betrieben vor Ort weiterzuentwickeln“, sagt Hochschulpräsident Prof. Dr. Jörg Bagdahn, der die Vereinbarung vor Ort mitunterzeichnete. „Geplant sind unter anderem gemeinsame Forschungsprojekte, Gastvorträge und Austauschprogramme für Studierende sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Deshalb nahmen mehrere Professorinnen und Professoren der Hochschule Anhalt aus den Fachbereichen Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung sowie Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik an einem zweitägigen Workshop in Oregon teil“, so Bagdahn weiter.

Der Workshop fand auf dem Campus der Oregon State University in Corvallis statt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler beider Hochschulen tauschten sich über aktuelle Forschungsthemen wie nachhaltige Lebensmittelprozesse, alternative Proteine sowie Fermentations- und Biotechnologieverfahren aus. Neben Fachvorträgen standen auch Laborbesuche, Gespräche mit Forschenden vor Ort sowie die Planung gemeinsamer Lehr- und Austauschformate auf dem Programm. An der Delegation der Hochschule Anhalt nahmen neben Präsident Prof. Dr. Jörg Bagdahn auch Prof. Dr. Mike Eberle, Prof. Dr. Monika Brückner-Gühmann, Prof. Dr. Jana Rödig sowie Prof. Dr. Jean Titze teil.

Ein Höhepunkt des Besuchs war die Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung. „Die DNA unserer beiden Hochschulen ähnelt sich stark: Beide Einrichtungen verfügen über ausgeprägte Profile in der Landwirtschaft und der Lebensmitteltechnologie und verbinden wissenschaftliche Forschung mit praxisnaher Anwendung und internationaler Zusammenarbeit. Diese Gemeinsamkeiten bieten eine hervorragende Grundlage für eine langfristige wissenschaftliche Partnerschaft“, betont Bagdahn.

Forschungszentrum InFonaL bündelt Forschung zur nachhaltigen Lebensmittelproduktion

Die Zusammenarbeit ist eng mit dem interdisziplinären Forschungszentrum für nachhaltige Lebensmittelproduktion (InFonaL) der Hochschule Anhalt verbunden. An diesem neuen Ankerpunkt in Köthen sollen innovative Verfahren für eine ressourcenschonende und CO₂-reduzierte Lebensmittelherstellung entwickelt werden.

Die Leitung des neuen Forschungszentrums übernimmt Prof. Dr. Zeynep Atamer. Seit dem 1. Februar ist sie Professorin für Lebensmittelverfahrenstechnik am Fachbereich Angewandte Biowissenschaften und Prozesstechnik der Hochschule Anhalt. Zuvor war sie als Assistenzprofessorin und leitende Wissenschaftlerin im Fachgebiet Lebensmittelwissenschaft und -technologie an der Oregon State University (OSU) in Corvallis, USA, tätig. Mit ihrer internationalen Forschungserfahrung wird sie künftig den Aufbau und die Weiterentwicklung des Forschungszentrums InFonaL maßgeblich mitgestalten.

Mehr Informationen:
www.hs-anhalt.de/infonal