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Neuer Vorstand des Mitteldeutschen Weininstitutes gewählt

  • Gruppenfoto des neues Vorstands des Mitteldeutschen Weininstituts auf dem Weinberg "Waladala" in Bernburg © Hochschule Anhalt/Renate Geue
    v. l. n. r.: Dr. Daniel Elias, Prof. Dr. Cornelia Scott, Sabine Thalmann, Prof. Dr. Markus Holz, Michael Bumann

Der neu gewählte Vorstand des Mitteldeutschen Institutes für Weinforschung (MIW) an der Hochschule Anhalt hat sich am 15. Oktober 2025 zu seiner konstituierenden Sitzung in den neu sanierten Weingaragen auf dem Weinberg Waladala getroffen. In dem passenden Ambiente wurden die Weichen für die zukünftige Entwicklung des Instituts gestellt.

Der neue Vorstand setzt sich zusammen aus:

- Prof. Dr. Markus Holz (Vorsitzender), Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit der Hochschule Anhalt

- Sabine Thalmann (stellv. Vorsitzende), Leiterin der Verwaltung der Hochschule Anhalt

- Michael Bumann, fachpraktischer Mitarbeiter am Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung der Hochschule Anhalt

- Dr. Daniel Elias, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung der Hochschule Anhalt

- Prof. Dr. Cornelia Scott, Professorin für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Management und International Finance am Fachbereich Wirtschaft der Hochschule Anhalt

 

Das Mitteldeutsche Weininstitut, eine wissenschaftliche Einrichtung der Hochschule Anhalt, wurde im Jahr 2008 auf Anregung von Vertreterinnen und Vertretern der Weinbauregion Saale-Unstrut gegründet. Sein primärer Auftrag ist die Durchführung angewandter, transferorientierter Forschungsaufgaben, um Lösungen für die Weiterentwicklung des Weinbaus unter den veränderten Klimabedingungen in den mitteldeutschen Weinbaugebieten zu schaffen.

Hierzu kooperieren Professorinnen und Professoren aus Fachgebieten wie Ernährungswissenschaften, Lebensmitteltechnologie, Biotechnologie und Verfahrenstechnik, um durch Synergien die Effektivität und Praxiswirksamkeit der Forschung zu steigern.

 

Strategische Neuausrichtung

Aufbauend auf den beachtlichen Erfolgen der vergangenen Jahre – symbolisch verwandelte sich ein „Berg an Wildwuchs in einen wunderschönen Weinberg mit unterschiedlichen Rebstöcken“ – kündigt der neue Vorstand eine strategische Neuausrichtung an. Diese konzentriert sich auf vier zentrale Säulen:

1.  Verstärkte Unterstützung der Forschung: Die angewandte Forschung, insbesondere zu praxisrelevanten Themen wie den Auswirkungen von Blühwiesen und Grünstreifen auf den Ertrag, wird intensiviert. Ein engerer Austausch mit der Praxis (Winzern) und die Gewinnung neuer Kooperationen mit Forschungspartnern aus Weinbau und Weinherstellung auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene sind zentrale Ziele. Zudem soll die Forschung zur Herstellungsoptimierung ausgeweitet werden.

2.  Deutlicheres Marketing: Das MIW und seine wissenschaftlichen Erkenntnisse sowie die daraus resultierenden Produkte (wie der institutseigene Wein) sollen sichtbarer und präsenter kommuniziert werden. Die bereits etablierte wissenschaftliche Bewertung des Weins auf Veranstaltungen und die Veröffentlichung von Ergebnissen (z.B. in Fachzeitschriften) werden forciert.

3.  Intensivierung von Kooperationen: Neben der Forschungskooperation wird der Aufbau und die Pflege von Netzwerken mit anderen Weinerzeugern in der Region und darüber hinaus strategisch vorangetrieben. Dies dient dem Wissenstransfer und der gemeinsamen Bewältigung aktueller Herausforderungen der Branche. Ein besonderes Anliegen, auch aus der Sicht alter Traditionen ist es, den Weinbau im unteren Saaletal unter den veränderten Bedingungen neu zu etablieren.

4.  Stärkung des Netzwerks & Wissenstransfers: Als konkrete Maßnahme plant der Vorstand für das kommende Jahr einen Workshop. Dieser soll Winzerinnen und Winzern aus der Region die Möglichkeit zum Networking und zur Diskussion aktueller Herausforderungen bieten. Der Veranstaltungsort – der Weinberg Waladala in Bernburg – bietet mit seinem Ambiente über den Dächern Bernburgs den idealen Rahmen.

 

„Wir stehen auf einer soliden Basis, die durch die engagierte Arbeit der Vergangenheit, insbesondere von Prof. Dr. Orzessek und Sabine Thalmann, geschaffen wurde und auch weiterhin zentraler Bestandteil der Arbeit sein wird“, betonte der Vorstandsvorsitzende, Prof. Dr. Markus Holz. „Jetzt geht es darum, das Potenzial des MIW mit klaren Schwerpunkten weiterzuentwickeln. Unsere strategische Neuausrichtung mit Fokus auf verstärkte Forschung, ein deutlicheres Marketing, den Ausbau von Kooperationen und die Stärkung des Netzwerks wird das Institut noch besser für die Zukunft aufstellen und seinen Beitrag zur mitteldeutschen Weinbauregion weiter erhöhen. Wir freuen uns sehr auf diese Aufgaben.“

 

Über das Mitteldeutsche Institut für Weinforschung (MIW)

Das MIW ist eine Forschungseinrichtung der Hochschule Anhalt mit Sitz in Bernburg. Seit 2008 fördert es die angewandte, transferorientierte Forschung in den Bereichen Weinbau, Önologie sowie in verwandten Disziplinen. Durch Kooperationen zwischen Wissenschaft und Praxis trägt es zur Weiterentwicklung der mitteldeutschen Weinbauregion bei.

 

Kontakt für Rückfragen:

Sabine Thalmann

Mitteldeutsches Institut für Weinforschung (MIW)

Hochschule Anhalt

03496 67 4001

sabine.thalmann@hs-anhalt.de

www.hs-anhalt.de/weininstitut

Kontakt

Sabine Thalmann