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Zehn Jahre Netzwerk Renaturierung

  • Gruppe von Menschen steht in einem blühenden Wiesenfeld mit lila blühenden Kräutern, beobachtet und hört einer Person zu, die auf dem Boden hockt und etwas zeigt. Natürliche Umgebung bei sonnigem Wetter. © Hochschule Anhalt

Zehn Jahre Netzwerk Renaturierung: Dieses Jubiläum nimmt die Hochschule Anhalt zum Anlass, Fachleute aus dem deutschsprachigen Raum nach Bernburg einzuladen. Am 1. und 2. Juli 2026 kommen mehr als 100 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis auf dem Campus Bernburg zusammen. Sie reisen aus Deutschland, Österreich, Luxemburg und der Schweiz an. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen, praktische Erfahrungen und zukünftige Perspektiven in der Ökosystemrenaturierung. 

Den Auftakt bildet am 1. Juli ein intensiver Erfahrungsaustausch. Im Fokus stehen die Planung, Umsetzung und wissenschaftliche Begleitung von Maßnahmen zur Wiederherstellung von Ökosystemen und Biodiversität. Die Keynote hält Dr. Alfred Herberg, Leiter des Fachbereichs „Schutz, Entwicklung und nachhaltige Nutzung von Natur und Landschaft“ im Bundesamt für Naturschutz zum aktuellen Stand des Nationalen Wiederherstellungsplans für Deutschland. Das Netzwerk Renaturierung wird für diese Veranstaltung auch genutzt, um Ergebnisse aus den Projekten „Blütenvielfalt – Regionale Wildpflanzen für artenreiches Grünland“ (RegioProD) und „Bündnis für Weidevielfalt in Sachsen-Anhalt“ (WeideVielfalt) einem breiten Akteurskreis vorzustellen. Am Nachmittag werden Dauerversuche zur Wiederherstellung von Biodiversität auf dem Campus Bernburg präsentiert. Am 2. Juli finden Exkursionen zu Renaturierungsmaßnahmen auf Weideflächen in der Oranienbaumer Heide und im Wulfener Bruch statt. 

10 Jahre Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis

Das Netzwerk Renaturierung hat sich in den vergangenen zehn Jahren zu einer wichtigen Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis entwickelt. Inzwischen zählt es mehr als 500 Mitglieder aus Verbänden, Fachbehörden, Verwaltungen, Planungsbüros, Landwirtschaft, Unternehmen und Hochschulen. Ziel des Netzwerks ist es, einen Innovationskreislauf für die Renaturierung zu fördern und den Wissenstransfer zwischen unterschiedlichen Akteursgruppen zu stärken. Die jährlich stattfindenden Netzwerktreffen verbinden Impulsvorträge mit der Besichtigung umgesetzter Renaturierungsvorhaben und schaffen Raum für gemeinsame Diskussionen der Ergebnisse. 

„Aus diesen Netzwerktreffen sind bereits viele Ideen für weitere Renaturierungsprojekte hervorgegangen. Mit dieser Arbeit leistet das Netzwerk Renaturierung einen aktiven Beitrag zur Umsetzung der EU-Verordnung zur Wiederherstellung der Natur“ betont Prof. Dr. Sabine Tischew, die Vegetationskunde und Landschaftsökologie im Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung an der Hochschule Anhalt lehrt und Mitgründerin des Netzwerks ist.

Das Netzwerk Renaturierung ist zudem Mitglied in der Europäischen Gesellschaft für Renaturierungsökologie (SER Europe), das die europaweite Zusammenarbeit fördert. 

Mitglied im kostenfreien Netzwerk werden kann jeder – eine entsprechende Interessensbekundung per Mail an Dr. Annika Schmidt (annika.schmidt@hs-anhalt.de), wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule und Koordinatorin des Netzwerks, genügt. 

Kontakt:

Prof. Dr. Sabine Tischew
Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung
E-Mail: sabine.tischew@hs-anhalt.de

 

Die Projekte (RegioProD) und „Bündnis für Weidevielfalt in Sachsen-Anhalt“ (WeideVielfalt) werden über das Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz sowie durch das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.