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Ballaststoffreiche Lebensmittel mit Hagebuttentrestermehl

  • Auf einem Tisch angerichtete Rohwurst mit Hagebuttentrestermehl © Hochschule Anhalt
    Im Rahmen des Projekts wurden bereits verschiedene Lebensmittel entwickelt, die Hagebuttentrestermehle enthalten, wie beispielsweise Fleischprodukte (Brüh- und Rohwurst).
  • Pudding in verschiednen Sorten in Schalen mit Hagebuttentrestermehl © Hochschule Anhalt
    Im Rahmen des Projekts wurden bereits verschiedene Lebensmittel entwickelt, die Hagebuttentrestermehle enthalten, wie beispielsweise Pudding.
  • Dunkle Schokolade, die Hagebuttentrestermehle enthält. © Hochschule Anhalt
    Im Rahmen des Projekts wurden bereits verschiedene Lebensmittel entwickelt, die Hagebuttentrestermehle enthalten, wie z.B. Schokolade

Am 09. September 2025 fand ein wichtiger Meilenstein im Rahmen des Projekts „Entwicklung neuer wertvoller Ballaststoffe (BaST) aus Hagebuttenpresskuchen“ statt: Das CSFE traf sich mit Vertretern des Kooperationspartners SanaBio GmbH in Schönebeck, um weitere entwickelte ballaststoffangereicherte Lebensmittel mit Hagebuttentrestermehl zu präsentieren und zu verkosten.

Das Projekt BaST verfolgt das Ziel, durch Rezepturentwicklungen und technologische Verfahrensanpassungen die Entwicklung nachhaltiger und gesunder konventioneller, aber auch veganer und vegetarischer Lebensmittel zu forcieren. Hagebuttentrestermehle sind ein Nebenprodukt der Herstellung von Hagebuttenöl und eignen sich hervorragend für die Produktion ballaststoffangereicherter Lebensmittel, da sie eine wertvolle Ballaststoffquelle darstellen. Angestrebt wird der Einsatz von Mehlen aus Hagebuttentrester in deklarationsfähigen Mengen, um die Produkte als „Ballaststoffquelle“ (3 g Ballaststoff pro 100 g Produkt) bzw. „ballaststoffreich“ (6 g Ballaststoff pro 100 g Produkt) bezeichnen zu können.

Im Rahmen des Projekts wurden bereits verschiedene Lebensmittel entwickelt, die Hagebuttentrestermehle enthalten, wie beispielsweise Milchprodukte (Speiseeis, Joghurt, Quarkspeise, Pudding), Backwaren (Knäckebrot) und Fleischprodukte (Brüh- und Rohwurst) sowie Süßwaren (Schokolade). Die Ergebnisse der Verkostung waren insbesondere bezüglich der Produktgruppen Speiseeis, Pudding, Rohwurst und Schokolade durchweg positiv und übertrafen teilweise sogar die Originalprodukte durch ihre außergewöhnlichen und komplexen Aromen.

Das Meeting war ein wichtiger Schritt im Projekt, da es die Möglichkeit eröffnete, die Akzeptanz und den Geschmack der Produkte außerhalb des Prüfpanels des CFSE zu evaluieren. Als Ergebnis des Meetings wurden gemeinsam zahlreiche weitere Produktideen entwickelt, z. B. für diverse Backwaren (Kuchenteige, Kekse, Kräcker, Brot und Brötchen), Panade für Fischerzeugnisse (Backfisch oder Fischnuggets), Fischcremes, Smoothies und Feinkostprodukte (Pesto und Brotaufstrich). 

Diese Forschungskooperation demonstriert, dass die Nutzung von Nebenprodukten wie etwa Hagebuttentrestermehlen ein beträchtliches Potenzial für die Entwicklung innovativer und nachhaltiger Lebensmittel mit zusätzlichem Gesundheitsnutzen bietet, es Unternehmen aber auch ermöglicht, ihre Wertschöpfung zu steigern und ihr Produktportfolio auf dem Markt deutlich zu erweitern. Gesamtgesellschaftlich wird ein wichtiger Beitrag zur Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe und damit für eine deutlich verbesserte Nachhaltigkeit geleistet.

Das Projekt wird im Förderzeitraum vom 01.03.2024 bis 31.12.2026 durch die Europäische Union und das Land Sachsen-Anhalt im Rahmen des Förderprogramms „Forschung und Entwicklung 2021–2027“ unterstützt. Kooperationspartner des Vorhabens ist die SanaBio GmbH.