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"Die Publikation AUASR trägt die Qualität und Vielfalt unserer Forschung gezielt nach außen"

  • Foto mit freundlich lächelnder Person in einem hellen Raum mit Treppe und großen Fenstern zeigt Prof. Dr. Markus Holz, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit der Hochschule Anhalt. © hochschule anhalt
    Initiative für eine eigene wissenschaftliche Hochschul-Publikation: Prof. Dr. Markus Holz ist Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit an der Hochschule Anhalt.

Die Hochschule Anhalt hat mit AUASR eine Diamond-Open-Access-Fachzeitschrift etabliert, die wissenschaftlichem Nachwuchs kostenfreies Publizieren ermöglicht. Die erste Ausgabe erscheint Anfang Mai. Im Interview erklärt der Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit, Prof. Dr. Markus Holz, warum die Hochschule diesen Schritt gegangen ist.

Prof. Holz, die Hochschule Anhalt gehört zu den zehn drittmittelstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften bundesweit. Warum war es dennoch wichtig, ein eigenes Journal zu gründen?

Die Gründung einer interdisziplinären, peer-review Diamond-Open-Access-Fachzeitschrift „Anhalt University Applied Scientific Reports“ (AUASRTMwar für uns ein konsequenter nächster Schritt. Trotz unserer starken Drittmittelposition ist akademische Reputation nicht allein eine Frage eingeworbener Mittel, sondern auch des sichtbaren wissenschaftlichen Diskurses, den wir aktiv mitgestalten. Mit dem Journal schaffen wir eine Plattform, die die Qualität und Vielfalt unserer Forschung gezielt nach außen trägt und zugleich durch die von Forschenden außerhalb der Hochschule Anhalt eingereichten Artikel die wissenschaftliche Arbeit innerhalb der Hochschule durch externe Impulse anregt und weiter vertieft. 

Darüber hinaus steigern wir unseren nationalen und internationalen Bekanntheitsgrad, indem wir Forschungsergebnisse sichtbar, frei zugänglich und anschlussfähig machen. Der Diamond-Open-Ansatz unterstreicht dabei unseren Anspruch auf Offenheit und Fairness im Publikationssystem. Die durchgehende Publikationssprache Englisch signalisiert darüber hinaus den breiten international aufgestellten Charakter des neuen Journals.

Ein besonderes Anliegen ist uns die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktorandinnen und Doktoranden sowie junge Forschende erhalten bessere, niedrigschwellige Möglichkeiten, ihre Arbeiten in einem hochwertigen, qualitätsgesicherten Umfeld zu publizieren und sich früh in der Scientific Community zu positionieren.

So stärkt das Journal nicht nur unsere institutionelle Sichtbarkeit, sondern leistet auch einen nachhaltigen Beitrag zur Weiterentwicklung von Forschung und wissenschaftlichem Austausch.

Das Journal ist interdisziplinär ausgerichtet und umfasst sieben Sektionen. Welche Chancen ergeben sich daraus?

Die interdisziplinäre Ausrichtung und die sieben Sektionen eröffnen große Chancen für den Austausch zwischen den Fachbereichen und für neue Forschungsfragen über Disziplingrenzen hinweg. Sie machen sichtbar, wie vielfältig angewandte Forschung nicht nur an der  Hochschule Anhalt ist, sondern generell in der heutigen Forschungslandschaft und stärken zugleich die Vernetzung von Wissenschaft, Praxis und Gesellschaft. 

Gerade durch das offene, peer-reviewte Publikationsformat entsteht eine Plattform, auf der unterschiedliche Perspektiven zusammengeführt und innovative Themen früh sichtbar werden. Das fördert Kooperationen, erhöht die internationale Wahrnehmung und bietet insbesondere dem wissenschaftlichen Nachwuchs attraktive Publikationsmöglichkeiten in einem hochwertigen Umfeld. In diesem Sinne sprechen wir derzeit auch gezielt die ca. 250 Hochschulen an, mit denen wir in Kooperationen weltweit eng verbunden sind, bei uns zu publizieren und freuen uns natürlich auch über möglichst viele Beiträge anderer Hochschulen aus dem In- und Ausland.

Junge Forschende erhalten bessere Möglichkeiten, ihre Arbeiten in einem hochwertigen, qualitätsgesicherten Umfeld zu publizieren und sich früh in der Scientific Community zu positionieren.

Prof. Dr. Markus Holz

Sie suchen aktuell Expert:innen für das Review Board. Was erwarten Sie von den Gutachter:innen?

Von den Gutachter:innen erwarten wir vor allem wissenschaftliche Exzellenz, fachliche Breite und ein hohes Maß an Sorgfalt im Review-Prozess. Wichtig sind uns eine faire, objektive und konstruktive Begutachtung sowie die Bereitschaft, Autorinnen und Autoren mit klaren, hilfreichen Hinweisen weiterzubringen. 

Da das Journal interdisziplinär ausgerichtet ist, sind Offenheit für benachbarte Disziplinen, methodische Vielfalt und ein Blick über den eigenen Fachhorizont besonders wertvoll. Ebenso zentral sind Verlässlichkeit, wissenschaftliche Integrität und ein respektvoller Umgang mit den eingereichten Arbeiten. Wir wünschen uns Gutachter:innen, die Qualität nicht nur prüfen, sondern aktiv mitgestalten. Wer sich hier einbringt, stärkt nicht nur das Journal, sondern die Sichtbarkeit und Zukunft der Forschung insgesamt. Mein Appell: Machen Sie mit und prägen Sie dieses Forum wissenschaftlicher Exzellenz von Anfang an mit!

Mehr zu AUASR (Anhalt University Applied Scientific Reports)

Informationen zur Fachzeitschrift AUASR finden Sie auf der Website der Hochschule Anhalt. Für Autor:innen und Gutachter:innen: https://www.hs-anhalt.de/hochschule/einrichtungen/bibliothek/publizieren/journals.html

Interessierte können sich direkt unter auasr@hs-anhalt.de melden.

Redaktion

Claudia Aldinger

AUASR (Anhalt University Applied Scientific Reports)

… erscheint erstmals Anfang Mai.

Zur Website der Diamond-Open-Access-Fachzeitschrift: https://www.hs-anhalt.de/hochschule/einrichtungen/bibliothek/publizieren/journals.html

Direkter Kontakt für Autor:innen und Gutachter:innen: auasr@hs-anhalt.de.