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Ein Umweg mit Weitblick: Prof. Dr. Martin Heseler-Lülff bereichert die Hochschule Anhalt

  • © Sascha Perten

Die besten Projekte entstehen, wenn man über den Tellerrand schaut,“ sagt Prof. Dr. Martin Heseler-Lülff, neuer Professor für Landschaftsgestaltung und Gartenarchitektur an der Hochschule Anhalt. Sein Karriereweg ist unkonventionell: Nach einer Lehre im Garten- und Landschaftsbau arbeitete er als Bauleiter und spezialisierte sich als Fachagrarwirt für Baumpflege. Dieser Praxisbezug, kombiniert mit seiner späteren akademischen Laufbahn, gibt ihm eine besondere Perspektive – und macht ihn zum Brückenbauer zwischen Theorie und Praxis.

„Ich verstehe die Sprache der verschiedenen Disziplinen, die bei Projekten aufeinandertreffen, und kann diese Perspektiven zusammenführen.“ Das sei ein entscheidender Vorteil, besonders bei komplexen Projekten. Der Weg von der Praxis in die Wissenschaft verlief für Heseler-Lülff nicht geradlinig: Nach seiner Tätigkeit in Landschaftsbaubetrieben entschied er sich, Landschaftsarchitektur in Höxter zu studieren. Eine Vertiefung in Stadt- und Regionalentwicklung an der Universität Kassel folgte, bevor er 2018 mit einer Promotion an der TU Darmstadt seinen akademischen Werdegang abrundete. Doch der Praxis blieb er stets verbunden, etwa durch seine Arbeit bei foundation 5+, einem renommierten Planungsbüro, und später als Lehrbeauftragter in Nürtingen.

Seit seinem Amtsantritt an der Hochschule Anhalt bringt er all diese Erfahrungen in die Lehre ein: „Ich möchte meinen Studierenden ein Verständnis für die gesamte Bandbreite unseres Berufs vermitteln – von Bauprozessen bis hin zu den Soft Skills wie Kommunikation und Verhandlungsführung, die sie für jedes Projekt brauchen.“ Sein Ziel? „Ich möchte meinen Studierenden das Rüstzeug geben, um die Herausforderungen unserer Zeit mit Innovationsgeist, Umsicht und einem klaren Verständnis für die Praxis zu meistern.“ Darum legt der neu berufene Professor besonderen Wert auf Praxisnähe und anschauliche Beispiele. „Ich will die Neugier meiner Studierenden wecken und sie ermutigen, über den Tellerrand hinauszublicken. Die Landschaftsarchitektur muss sich mit gesellschaftlichen Entwicklungen auseinandersetzen – von der Individualisierung bis hin zu Umweltgerechtigkeit. Das bedeutet: immer schön rege bleiben im Kopf und die Möglichkeiten ausloten!“

Welche Kompetenzen darüber hinaus erforderlich sind, erläutert Professor Heseler-Lülff in einem Interview unter: www.hs-anhalt.de/einblicke

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Bettina Kranhold