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Erbsen: Gelbe Powerkugeln

  • © Dr. Janet Krickmeier
    vom Center of Food Science and Engineering entwickelte erste Produktmuster auf Basis von Erbsen und Erbseneiweiß
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    Messestand der Hochschule Anhalt
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    entwickelter erster Logo-Entwurf für Produktentwicklungen
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    Verkostung von Produktmustern mit interessierten Messebesuchenden
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    Verkostung von Produktmustern mit interessierten Messebesuchenden
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    Produktentwicklungen des CFSE auf Basis von Schneckenfleisch am Messestand des Projektpartners Schneckenzucht Altmark GbR Tangerhütte
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    entwickelte Produkte auf Basis von Schneckenfleisch

Das CFSE hat sich auch in diesem Jahr wieder mit Neuigkeiten aus Forschung & Entwicklung auf der weltweit größten Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau – der Internationalen Grünen Woche – präsentiert, die vom 17. bis 26.01.2025 in Berlin stattfand.

Am 22.01.2025 konnten interessierte Verbraucherinnen und Verbraucher unter dem Motto „Forschung für die Zukunft“ erste Produktentwicklungen verkosten, welche im Rahmen des Forschungsvorhabens „DIP: DiPisum“ (Digitalisierung pflanzlicher Wertschöpfungsketten) kreiert wurden.

Im Projekt geht es um die Entwicklung innovativer Lebensmittel auf der Basis von neu gezüchteten Erbsensorten (gelbe Sommer- und Wintererbsen). Erbsen zeichnen sich durch ihren hohen Gehalt an hochwertigen Proteinen aus, bedürfen für ein breiteres Einsatzfeld in der Nahrungsmittelindustrie jedoch noch weiterer Optimierungen. Durch die Züchtung sollen unter anderem verbesserte sensorische Eigen­schaften (weniger Erbsengeschmack) und eine höhere ernährungsphysiologische Wertigkeit (mehr wertvolle Inhaltsstoffe) erzielt werden. In Summe führt dies zu einer größeren Verbraucherakzeptanz der zum Beispiel daraus hergestellten Alternativen für Fleisch-, Wurst- und Fischerzeugnisse.

Bei der Produktverkostung konnten 3 vegane Alternativen für Wurstwaren auf Basis von Erbsenprotein bzw. gelben Schälerbsen in Form von Aufstrich nach Art einer Leberwurst bzw. Teewurst probiert und deren Qualität bewertet werden. Durch unterschiedliche Würzungen mit beispielsweise getrockneter Tomate, Schnittlauch sowie Röstzwiebeln wurden sensorische Variationen geschaffen. Ziel der Umfrage war es, die Vorlieben und Wünsche, aber auch kritische Entgegnungen der Verbraucherinnen und Verbraucher zu ermitteln, um diese in die Produktentwicklungen einfließen zu lassen. In Gesprächen wurden zudem die Einsatzmöglichkeiten von Erbsen verdeutlicht, um die Befragten für die Nutzung regionaler Rohstoffe zu sensibilisieren.

Auf dem Nachbarstand – bei der Schneckenzucht Altmark GbR – konnten die Messegäste außerdem die durch das CFSE entwickelten Produktvariationen mit Schneckenfleisch probieren und kaufen. Das Forschungsprojekt umfasste die vollständige Ausschöpfung der Wertschöpfungskette für Weinbergschnecken der Arten Helix Aspersa Maxima und Helix Aspersa Müller einschließlich der Verwertung des Schneckenfleisches als Lebensmittel. Im Ergebnis wurden Pasteten aus fein zerkleinertem Fleisch (Asia mit Kurkuma, Italia mit getrockneter Tomate, Traditionell mit Majoran) und Ragouts mit groben Fleischstückchen (Jägertopf mit getrockneten Steinpilzen, Puszta mit Paprika, Tropicana mit Ananas) kreiert. Das Schneckenfleisch kann aber auch ganz als frittierte Einlage zum Beispiel in Spargelcremesuppe verarbeitet werden oder in stückiger Form zu Burger-Pattys und frittierten Bällchen.