DIP: DiPisum – Digitalisierungsgetriebene Entwicklung Sachsen-Anhalts zu einem Innovationszentrum für Erbsenzucht, -anbau und -verwertung, Teilprojekt D
Förderung
Dieses Projekt (031B1444D, 01.04.2024 - 31.12.2028) wird gefördert im Vorhaben Modellregion der Bioökonomie zur Digitalisierung der pflanzlichen Wertschöpfungskette im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt (DiP) im Leuchtturm 1 (Wertschöpfungsketten landwirtschaftlicher Kulturpflanzen, Fokusthema: Erbsen als pflanzliche Proteinquelle).
Hintergrund
Eine zukunftsweisende nachhaltige Ernährung ist ohne Hülsenfrüchte nicht denkbar. Die regionale Erbse zeichnet sich durch ihren hohen Gehalt an hochwertigen Proteinen aus. Sie lässt sich daher ideal in die Eiweißpflanzenstrategie des Bundes integrieren. Erbsen sind im Vergleich zu Mais oder Weizen aber deutlich im Nachteil, da zentrale Werkzeuge in den Bereichen Digitalisierung, Genomik und Genetik nicht verfügbar sind und neue Strategien für die Zukunftsmärkte Züchtung, Anbau und Verarbeitung bis hin zur Lebensmittelherstellung im Mitteldeutschen Revier in Sachsen-Anhalt fehlen. So kann aktuell das große Potenzial von Erbsen zur Herstellung von eiweißreichen Lebensmitteln nicht ausgeschöpft werden.
© Hochschule Anhalt, CFSE
Zielstellung
Hauptziel des Gesamtvorhabens ist es, die vorhandenen Stärken aus der Region zu bündeln und Innovationen aus den Bereichen Digitalisierung, Genomik, Züchtung, Pflanzenbau und Lebensmittelindustrie für die Zukunftskultur Erbse aufzuschließen, um Sachsen-Anhalt zu einem Zentrum der Erbsenbioökonomie zu entwickeln und damit Arbeitsplätze in der Modellregion Mitteldeutschland in diesen Bereichen zu schaffen. Die Aufgaben der Hochschule Anhalt liegen dabei im Aufbau einer Kommunikationsplattform mit relevanten Stakeholdern der Wertschöpfungsgemeinschaft Erbse, gezielten Anbauversuchen und neuen digitalen Tools für ein optimiertes Bestandsmanagement sowie in der Entwicklung nachhaltiger Technologien zur Proteingewinnung und für das Design neuer alternativer Lebensmittel auf Erbsenbasis. Durch die enge Vernetzung der Akteure und umfassende Potenzialanalysen sollen bestehende Märkte ausgebaut und neue Märkte erschlossen werden. Dies trägt zur Sicherung der Nahrungsmittelversorgung und zur Förderung einer nachhaltigen Bioökonomie bei.
Das Projekt ist in drei Arbeitspakete gegliedert, welche die gesamte Wertschöpfungskette von der Züchtung bis zu Verarbeitung umfassen. Eingebettet ist eine Begleitforschung, die alle Akteure mit dem Ziel der nachhaltigen Erschließung neuer Märkte einbindet:
- AP 1: Innovation in Digitalisierung und Genomik zur Beschleunigung der Züchtung von resilienten Erbsensorten mit optimierten Eigenschaften für die menschliche Ernährung
- AP 2: Steigerung der Wertschöpfung durch verbesserte Kommunikation zwischen Stakeholdern, Transfer von optimierten Anbauverfahren in die landwirtschaftliche Praxis und Innovationen in der digitalisierten Bestandsführung
- AP 3: Entwicklung marktfähiger Lebensmittel auf der Basis von Proteinprodukten aus neu gezüchteten Erbsensorten
Ziel des Arbeitspaketes 3 ist es, den Einfluss der Verarbeitungsschritte auf die Proteinqualität der hergestellten Konzentrate, Isolate und Texturate sowie die erzielten technofunktionellen und sensorischen Eigenschaften und bioaktiven Wirkungen zu untersuchen. Das Center of Food Science and Engineering (CFSE) der Hochschule Anhalt ist hier maßgeblich mitverantwortlich. Durch die züchterische Verbesserung der Erbsen hinsichtlich ihrer sensorischen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften sowie die Entwicklung geeigneter Technologien und Verfahren zur Aufwertung und Anpassung erwünschter Eigenschaften von Erbsenproteinen sowie Nebenprodukten sollen neuartige erbsenproteinbasierte Lebensmittel entwickelt werden (Alternativen für Fleisch, Milch und Fisch sowie Fertiggerichte, Feinkosterzeugnisse und Backwaren).
© CFSE-Planteneers GmbH
Partner
Hochschule Anhalt – Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung
Institut für Lebensmitteltechnik Biotechnologie und Qualitätssicherung "Fritz Höppler" e.V.
Leibniz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Planteneers GmbH
Deutsches Biomasseforschungszentrum gGmbH
Julius-Kühn-Institut
Fraunhofer CBP
KWS Saat SE
KWS Lochow GmbH
SGS Institut Fresenius GmbH – TraitGenetics Section
Van Waveren Saaten GmbH
3IT-Breeding GmbH
© Hochschule Anhalt - R. Geue
Prof. Dr. Wolfram Schnäckel
Lebensmitteltechnologie
Tel.: +49 3471 355-1194
Fax: +49 3471 355-1232
wolfram.schnaeckel@hs-anhalt.de
Postanschrift
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FB Landwirtschaft, Ökotrophologie, Landschaftsentwicklung
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