Forschungsschwerpunkte
Eine umfassende Mikrobiomanalyse erfordert einen besonderen Fokus auf die Analyse der metabolischen Interaktionen. Dafür werden die mit der Metaproteomik identifizierten Proteine taxonspezifisch auf Stoffwechselwege gemappt. Insbesondere bei anaeroben Mikrobiomen wie im Magen-Darm-Trakt oder in Biogasanlagen ist es schwierig, das gesamte Netzwerk zu rekonstruieren.
Ein weiterer Schwerpunkt versucht, die Rolle von Phagen beim Nutrient Cycling in Mikrobiomen herauszuarbeiten. Dafür wird auch das Labelling von neu synthetisierten Proteinen mit BONCAT eingesetzt.
Die Metaproteomik erzeugt große Datenmengen. Die Datenspeicherung und Prozessierung wird durch die Mitarbeit bei der Entwicklung entsprechender bioinformatischer Werkzeuge kontinuierlich weiterentwickelt.
Laufende Projekte
Das MSCA Doctoral Network METAMIC 3 wurde im April 2025 positiv evaluiert. Das Projekt soll nach der Projektvorbereitungsphase im Oktober 2025 starten. METAMIC (Metaproteome-based leveraged microbiome management in the context of One Health) bündelt das Potential europäischer Wissenschaftler im Bereich Metaproteomics beschäftigt sich mit dem Einfluss von mikrobiellen Effektoren (Antibiotika, antimikrobielle Peptide, Phagen) auf das Mikrobiom im Kontext von One Health (Gesundheit von Mensch, Tier und Umwelt als ein Ganzes).
In dem NFDI4Microbiota Flex Funds geht es um die Nutzung von Wissensgraphen zur Verknüpfung und Auswertung von OMICS-Daten. Es ist bereits das dritte Flex Funds Projekt und es zielt darauf ab, die komplexen Datensätze von OMICS-Analysen effizienter und mit zusätzlichen Erkenntnisgewinn auszuwerten.
Das Promotionsprojekt ist eine Zusammenarbeit mit der Progroup Paper PM3 GmbH (Sandersdorf-Brehna). Das angewandte Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Monitoring und der Optimierung der biologischen Wasserbehandlung in der Papierindustrie.
Im Projekt wird die effizientere Biogasproduktion aus lignocellulosereichen Reststoffen durch Zusatz aerober und anaerober Pilze erforscht (FNR: FKZ 2222NR098A). Im Rahmen eines Unterauftrags der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft wird eine Metaproteomanalyse der Pilze im Kontext von Veruchsreaktoren durchgeführt.
Abgeschlossene Projekte
Kenntnisse über Effekte einer stärkereichen Fütterung auf die gastrointestinale und me-tabolische Gesundheit von Pferden sind vor dem Hintergrund des weit verbreiteten Ein-satzes stärkereicher Konzentrate (Getreide, Mischfuttermittel) unerlässlich. Im Rahmen eines Unterauftrags des DFG-Projektes (FKZ 434510792) wurde eine Metaproteomanalyse durchgeführt.
Im Projekt wurden an der Universität Innsbruck zwölf parallel betriebene Labor-Biogasreaktoren mit Klärschlamm als Substrat betrieben. Hintergrund ist die Frage, ob eine veränderte Betriebsweise eine Erhöhung der Biogasausbeute in Faultürmen von Kläranlagen ermöglicht. Verglichen wurde die parallele Betriebsweise von je zwei Reaktoren mit der seriellen Betriebsweise von je zwei Reaktoren, mit dem Ziel des besseren Abbaus persistenter Bestandteile des Klärschlamms. Darüber hinaus sollte geklärt werden, ob die Zugabe von Glycerol, ein Abfallprodukt aus der Biodieselproduktion, einen fördernden Effekt auf den Abbau persistenter Bestandteile des Klärschlamms hat. Unterauftrag eines Projektes gefördert vom Austrian Science Fund mit der Universität Innsbruck (FWF: P33163-B, 32.000 €).
In dem NFDI4Microbiota Flex Funds ging es um die Etablierung eines Workflows für Forschungsdatenmanagement für Metaproteomics.
In dem NFDI4Microbiota Flex Funds ging es um die Etablierung von Metadatenstandards für Metaproteomics.
Teamleitung