Zur Geschichte
"Das Kloster in Bernburg wurde wahrscheinlich um 1300 erbaut, die erste Urkunde stammt aus dem Jahre 1308. Die Aufgabe der Mönche, die dem Orden der Marienknechte (Serviten) zugerechnet wurden, bestand in Predigt und Seelsorge.
1526 wurde in der Marienkirche das erste evangelische Abendmahl gefeiert, das war der Beginn der Reformation in Bemburg, in deren Folge sich auch das Kloster auflöste. Erst im Jahre 1535 wurde es durch Fürst Wolfgang in ein Hospital für alte und sieche Leute umgewandelt. Neben dem ursprünglichen Hospital, im Volksmund dasl„arme Kloster“ genannt, gab es ab dem Jahre 1821 das Prediger Witwenhaus, das sogenannte „reiche Kloster“. Es wurde in den Chor der Kirchenruine eingebaut und erst 1975 wieder abgerissen. Bereits Anfang der 70er Jahre zogen die letzten Insassen aus. Ein Teil der Klosteranlage wurde von der seit 1878 bestehenden St. Johannis Stiftung der Sektion Sporttauben zur Nutzung und Erhaltung übergeben.
Mitte der 70er bis in die 80er Jahre erfolgten umfangreiche Bauarbeiten mit dem Ziel, im Kloster das Archiv der Stadt Bemburg unterzubringen. Seit 1990 liefen Versuche, für das Kloster eine angemessene Nutzung zu finden. Das Interesse der Hochschule Anhalt wurde 1993 geweckt und am 21.06.1995 wurde der Mietvertrag unterschrieben. Nach umfangreichen Bauerhaltungsmaßnahmen konnte am 03.11.1997 das Kloster den Studierenden der Hochschule Anhalt für die Lehre und die studentische Kulturarbeit und Freizeitgestaltung übergeben werden." (Quelle: unbekannt)