Informationen zum Studienablauf Architektur (B.A.)
Das Architekturstudium ist auf die Ausbildung von Gestaltern, Konstrukteuren und Planern abgestimmt, welche sowohl den Anforderungen aus der Architekturpraxis als auch aus der Wissenschaft und Forschung gerecht werden können.
Der in der bau- und kulturhistorischen bedeutenden Stadt Dessau liegende Hochschulcampus bietet hierbei einen idealen Ort für das international ausgerichtete Studium.
Aufbau des Architekturstudiums
Das Studium ist modular aufgebaut. Ein Modul ist eine thematisch bestimmte Lehreinheit, für die der typische studentische Zeitaufwand in Anerkennungspunkten (Credits) ausgewiesen wird. Analog zu diesem Leistungsaufwand erfolgt auch die Leistungsbewertung (Noten).
Der zeitliche Ablauf und die Inhalte der Module können den Modulhandbüchern entnommen werden.
An unserer Hochschule kann das Architekturstudium in 6 Semestern oder in 8 Semestern abgeschlossen werden. In dem von uns angebotenen „Y-Modell“ sind die ersten vier Semester beider Studienabschlussziele identisch. Die Entscheidung für den 6- oder 8-semestrigen Abschluss treffen die Studierenden am Ende des 5. Semesters. Der 8-semestrige Studiengang ergänzt den 6-semestrigen Studiengang durch ein vertiefendes Projektstudium, ein breiteres Wahlpflichtspektrum und mehr praxisbezogene Arbeit.
Semesterstruktur Bachelor Architektur 6 Semester [JPG]
Semesterstruktur Bachelor Architektur 8 Semester [JPG]
Mit dem 6-semestrigen Bachelor of Arts erwerben Sie den ersten berufs-qualifizierenden Abschluss. Er ist auch die ideale Grundlage, um sich durch ein ergänzendes 4-semestriges Masterstudium weiter zu qualifizieren und einen international anerkannten Abschluss als Architekt zu erlangen.
Mit dem 8-semestrigen Bachelor of Arts erwerben Sie die Grundlage für die Eintragung bei den Architektenkammern der Länder, die Sie auch zur freischaffenden Tätigkeit berechtigt. Dieser 8-semestrigen Bachelor of Arts ist bei der EU gem. Berufsanerkennungsrichtlinie notifiziert.
1. Semester
Im Modul "Entwerfen/CAD I" lernen Studierende, ihre Ideen klar zu kommunizieren und die Einflussnahme durch Entwürfe zu verstehen. Sie erkennen den Entwurfsprozess als offenen, kommunikativen Vorgang und entwickeln architektonische Vorstellungskraft. Das Programm umfasst Wahrnehmungsübungen in den Bereichen Kultur und Gesellschaft, Studien zu Raum und Form, sowie Entwurfsübungen zur Entwicklung von Körper, Raum, Form und Funktion als architektonische Phänomene. Studierende erstellen analoge und digitale Darstellungen und entwickeln Raumprogramme für spezifische Bauaufgaben.
Im Teilmodul "CAD" erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse in der digitalen Entwurfstechnik, von der Datenorganisation über Textverarbeitung bis hin zur 2D-CAD-Anwendung. Sie lernen, Projekte zu strukturieren, Zeichnungen zu erstellen und geometrische Formen zu modifizieren. Die Bearbeitung von Architekturzeichnungen in Grundriss, Schnitt und Ansicht sowie die Anwendung von Schraffuren, Beschriftungen, Bemaßungen und Möblierung gehören ebenfalls dazu. Beide Module bieten eine fundierte Grundlage für die Entwicklung und Kommunikation architektonischer Konzepte und bereiten auf die praktische Anwendung im Berufsfeld vor.
Im Modul „Baugeschichte I“ zur Architektur- und Städtebaugeschichte Europas erwerben die Studierenden ein grundlegendes Verständnis der bedeutendsten Baugattungen und deren Entwicklung hinsichtlich Gestaltung, Konstruktion und Nutzung. Sie lernen, einen Kanon prägender Bauten verschiedener Epochen zu beherrschen und werden mit den methodischen Ansätzen der Architekturgeschichtsforschung vertraut gemacht.
Die Vorlesung bildet den ersten Teil eines zweisemestrigen Kurses, der die Geschichte der Architektur von der Antike bis zur Gegenwart behandelt. Im Wintersemester startet der Kurs mit der griechischen und römischen Antike, gefolgt vom frühen Christentum, den Anfängen der islamischen Architektur, der karolingischen Renovatio, der Romanik und der Gotik. Dabei werden neben der stilgeschichtlichen Entwicklung stets auch städtebauliche, konstruktive, funktionale und historische Aspekte betrachtet.
Eine begleitende Übung vertieft die Vorlesungsinhalte durch exemplarische Analysen und vermittelt grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, wie das systematische Beschreiben und Deuten historischer Bau- und Konstruktionsformen mit den relevanten Fachbegriffen.
Im Modul "Darstellende Geometrie und Vermessung" erwerben Studierende umfassende Fähigkeiten in der traditionellen Architekturdarstellung und im Vermessungswesen. In der Darstellenden Geometrie lernen sie, gebundene Zeichnungen und Konstruktionen in Parallel- und Zentralprojektionen zu erstellen. Sie entwickeln zeichnerisch-konstruktive Lösungen durch Abstraktion und verfügen über ein starkes räumliches Vorstellungsvermögen. Der Inhalt umfasst Grundlagen der darstellenden Geometrie, Projektionen, Schatten und Spiegelung, sowie die grafische Ausarbeitung komplexer Architekturdarstellungen.
Im Bereich Vermessung erhalten Studierende einen Überblick über geodätische Referenzsysteme und Instrumentenkunde. Sie lernen grundlegende Verfahren der geometrischen Höhenmessung und führen einfache Längen- und Abstandsmessungen durch. Zudem sind sie in der Lage, Lageaufmaße und Flächenberechnungen zu erstellen und verstehen die Methoden der Bauaufnahme. Der Inhalt behandelt mathematische und geodätische Grundlagen, Verfahren der Lagemessung und die Anwendung von Vermessungsgeräten. Somit bereitet das Modul die Studierenden darauf vor, praktische Vermessungs- und Architekturdarstellungsaufgaben zu meistern.
Im Modul "Baukonstruktion I" erwerben Studierende umfassende Kompetenzen in der Darstellung von Architekturzeichnungen und der Erstellung von Zeichnungen für kleine Objekte. Sie lernen, die spezifischen Eigenschaften von Baustoffen zu bewerten und deren Einsatz in der Baukonstruktion einzuschätzen. Die Studierenden verstehen, wie bauphysikalische und tragwerksbezogene Anforderungen die Konstruktion von Gebäuden und Bauteilen beeinflussen. Zudem beherrschen sie die Grundlagen der Planung einfacher Mauerwerksbauten und kennen verschiedene Bauweisen sowie die Wechselwirkungen zwischen Nutzung, gestalterischer Absicht und Konstruktion. Der Kursinhalt umfasst die Grundlagen der Baukonstruktion, darunter Architekturzeichnungen, den Zusammenhang von Funktion, Form und Konstruktion, sowie Materialeinsatz. Weitere Themen sind das Mauerwerk, einschließlich Verbände, Maßordnung, Baugefüge, und Bogen- und Sturzkonstruktionen. Bei Außenwänden werden ein- und zweischalige sowie hinterlüftete Konstruktionen behandelt. Das Modul schließt mit Fenster- und Türkonstruktionen sowie Gründungen, wobei Aspekte des Baugrunds und der Gründungsarten, wie Flach- und Tiefengründungen, thematisiert werden.
Im Rahmen des Lernmoduls "Baustofflehre" erwerben die Studierenden Kompetenzen zur eigenständigen Komprimierung und Anwendung zentraler Vorlesungsinhalte. Sie entwickeln Fähigkeiten zur Lösung praktischer Aufgaben und erkennen komplexe Zusammenhänge der Baustoffkenndaten sowie deren technologische, konstruktive und energetische Verarbeitung in Bauplanung und -ausführung. Darüber hinaus kennen sie die funktionsspezifischen Anwendungen von Baustoffen und eignen sich Wissen über Herstellung, Eigenschaften, Verwendung und Instandhaltung von Baustoffen und Konstruktionen an. Die inhaltlichen Schwerpunkte des Kurses umfassen die Einführung in die Eigenschaften von Baustoffen, Gesteinskörnungen für Mörtel, Beton und Estriche, Bindemittel sowie silikatische Wandbaustoffe, einschließlich keramischer und nichtkeramischer Baustoffe, Dämmstoffe, Mörtel, Estriche und Lehmbauweise. Weitere Themen beinhalten Beton (Frisch- und Festbeton), metallische Werkstoffe wie Stahl und Nichteisenmetalle (NEM), Glas und Fenster, bituminöse Stoffe sowie Holz, einschließlich Holzschäden und Holzschutz.
Im Modul „Gestalten I“ erwerben Studierende grundlegende zeichnerische und grafische Kenntnisse, die es ihnen ermöglichen, räumliche Objekte zu verstehen und darzustellen. Der Kurs fördert die zeichnerische Auseinandersetzung mit Objekten und lehrt verschiedene Vermessungstechniken für die dreidimensionale Wahrnehmung von Motiven. Studierende erlernen die theoretischen und praktischen Grundlagen der Perspektive, einschließlich Licht- und Schattentechniken, Schattierungsmethoden, Kontraste und die Ausdrucksmöglichkeiten der zeichnerischen Linie. Diese Fähigkeiten ermöglichen die Übertragung von dreidimensionalen Körpern und Situationen in zweidimensionale Zeichnungen sowie die Bildgestaltung und Komposition. Der Kurs gliedert sich in die Bausteine Gestalten/Zeichnen und Grundlagen der Gestaltung, wobei die Studierenden Grundlagen der Zwei- und Dreidimensionalität sowie Komposition, Proportion und Grafik erlernen. Das erste Semester dient als Schule des Sehens, in der die Studierenden durch zweidimensionale Werkzeuge lernen, räumliche Situationen zu erfassen und ein perspektivisches Verständnis systematisch aufzubauen.
2. Semester
Im Modul "Entwerfen/CAD II" erlernen Studierende umfassende Fähigkeiten für den architektonischen Entwurf und die computergestützte Planung. Im Entwurfsteil werden Studierende darauf vorbereitet, ihre architektonischen Vorstellungen zu kommunizieren und den Entwurf als offenen, bedürfnisorientierten Prozess zu verstehen. Sie erarbeiten Bau- und Raumprogramme für Gebäudeprojekte und setzen diese durch Skizzen, Zeichnungen und Modelle um. Im Bereich "CAD II" erwerben sie vertiefte Kenntnisse im Umgang mit CAD-Software, insbesondere für die Gestaltung und Konstruktion im dreidimensionalen Raum. Studierende generieren und modifizieren geometrisch komplexe Bauteile und erstellen 3D-Modelle unter Anwendung von BIM (Building Information Modeling). Zudem erlernen sie Oberflächengestaltung sowie Licht- und Farbnutzung in der digitalen Darstellung. Die Inhalte decken das freie Modellieren, die Generierung und Modifikation von 3D-Körpern, digitalen Modellbau sowie Renderingtechniken ab, wobei sie in der Lage sind, Architekturobjekte virtuell darzustellen.
Im Modul „Baugeschichte II“ zur Architektur- und Städtebaugeschichte Europas erlangen Studierende ein grundlegendes Verständnis der wichtigsten Baugattungen und deren Entwicklung hinsichtlich Gestaltung, Konstruktion und Nutzung. Sie erlernen einen Kanon prägender Bauten verschiedener Epochen und werden mit den methodischen Ansätzen der Architekturgeschichtsforschung vertraut gemacht. Der Lehrinhalt umfasst den zweiten Teil eines zweisemestrigen Zyklus zur Architekturgeschichte von der Antike bis zur Gegenwart. Im Sommersemester wird nahtlos fortgesetzt und vom Beginn der Neuzeit, über Renaissance, Barock, Klassizismus, Historismus bis zur Moderne und Postmoderne behandelt. Neben der stilgeschichtlichen Entwicklung werden auch städtebauliche, konstruktive und funktionale Aspekte betrachtet. Die begleitende Übung vertieft die Vorlesungsinhalte durch die Analyse exemplarischer Bauten und vermittelt Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens, wie das detaillierte Beschreiben komplexer Architekturen, Literaturrecherche, Quellenangaben, Zitation sowie das Verfassen wissenschaftlicher Texte.
Im Modul „Fremdsprache Englisch“ erwerben die Studierenden die sprachlichen Fähigkeiten, um architektonische Themen auf Englisch zu beschreiben und zu diskutieren. Durch den Einsatz medialer Inhalte und verschiedene Übungsformen während der Präsenzstunden vertiefen sie ihr Vokabular und arbeiten gezielt an ihrer Aussprache und Rhetorik. Dies befähigt sie, Entwürfe überzeugend zu präsentieren und effektiv mit englischsprachigen Auftraggebern und Baupartnern zu kommunizieren. Neben der Sprachfertigkeit entwickeln die Studierenden ein Verständnis für den architektonischen Jargon und die Stilistiken im englischsprachigen Raum. Der Kursinhalt umfasst eine Vielzahl von Themen, darunter verschiedene Gebäudetypen, Baumaterialien, Formen, Projektbeschreibungen, Ausschreibungsunterlagen und Präsentationstechniken. Darüber hinaus werden englische Grammatik sowie kommunikative und interkulturelle Kompetenzen vermittelt, um die Studierenden auf die Anforderungen der internationalen Architekturpraxis vorzubereiten. Insgesamt zielt das Modul darauf ab, die sprachliche Sicherheit und Fachkompetenz der Studierenden in einem globalen Kontext zu stärken.
Im Modul „Baukonstruktion II“ erwerben die Studierenden die Fähigkeit, Mauerwerksbauten und geneigte Dächer zu planen und eine Detail- und Werkplanung für ein kleinmaßstäbliches Objekt, wie beispielsweise ein Einfamilienhaus, zu erstellen. Sie integrieren parallel vermittelte Kenntnisse aus den Bereichen Entwerfen, Gestalten, Bauklimatik und Baustofflehre in ihre Planungen. Die Studierenden verstehen die verschiedenen Bauweisen und die Wechselwirkungen zwischen Nutzung, gestalterischer Absicht und Konstruktion, was ihnen ermöglicht, dieses Wissen bei grundlegenden Planungsaufgaben anzuwenden. Der Inhalt des Moduls umfasst das Studium geneigter Dächer, inklusive Dachformen, Entwässerung, Holzkonstruktionen, Dachdeckungen und bauphysikalischen Anforderungen. Es deckt ebenfalls Abdichtungen im Erdreich und an Sockeln ab, sowie Entwässerungsprinzipien und Begrünung von Flachdächern. Zudem werden Decken und Fußböden behandelt, einschließlich Baugefüge, Anschlussdetails, sowie spezifische Konstruktionsanforderungen und -techniken für Stahlbeton- und Holzdecken. Ziel ist es, die Studierenden umfassend auf die Herausforderungen der Architekturplanung vorzubereiten.
Im Modul „Bauklimatik I“ erwerben Studierende umfassendes Wissen über die verschiedenen Aspekte der Behaglichkeit in Wohn- und Arbeitsbereichen, darunter Wärmeübertragung, Wärmeschutz, Feuchteschutz, Schallschutz, Raumakustik und Beleuchtung. Nach Abschluss sind sie befähigt, Bauteile nach bauphysikalischen Kriterien zu gestalten und zu bewerten sowie Gebäude unter diesen Gesichtspunkten zu entwickeln. Zudem vermittelt das Modul Grundlagen für weiterführende Studien zur energetischen Bilanzierung von Gebäuden. Die Studierenden lernen, die Beziehung zwischen Architektur und technischem Ausbau im Rahmen eines ganzheitlichen Planungsansatzes darzustellen. Sie erlangen notwendige Grundkenntnisse, um Anlagen der technischen Gebäudeausrüstung mit architektonischen Entwürfen in Einklang zu bringen und berücksichtigen Umweltaspekte, nachhaltiges Bauen sowie erneuerbare Energien. Der Kursinhalt beinhaltet Themen wie thermische, olfaktorische, visuelle und akustische Behaglichkeitskriterien, Prinzipien der Wärmeübertragung und -schutz, Gebäudebelüftung, regenerative Energiesysteme, Schallschutz und Lichtplanung. Dies ermöglicht eine fundierte Beurteilung architektonischer Entscheidungen und deren Auswirkungen auf die technische Gebäudeausrüstung.
Im Modul „Gestalten II“ vertiefen die Studierenden ihr Verständnis und ihre Anwendung der Zentralperspektive mit einem, zwei und drei Fluchtpunkten, sowie in figürlicher Zeichnung und Gestaltung. Schwerpunkte liegen auf Komposition, Bildgestaltung und den Grundlagen der figürlichen Anatomie. Die Gestaltung umfasst zwei wesentliche Bausteine: Gestalten/Zeichnen und Grundlagen der Gestaltung, wobei letzteres die plastische und räumliche Grundlagenlehre beinhaltet. Der Bereich Gestalten vermittelt grundlegende zwei- und dreidimensionale Konzepte in Komposition, Proportion und Grafik. Die praktische Arbeitsmethodik orientiert sich bewusst an Modellen und Materialien, um die Gesetze des Raumes und der Darstellung greifbar zu machen. Im zweiten Semester werden die zuvor erlernten Strategien weiterentwickelt und angewendet, wobei das Spektrum der Gestaltungsmittel entsprechend der Aufgabenstellung erweitert wird. Besonderer Fokus liegt auf der Anwendung von Perspektivregeln für das Freihandzeichnen, um das Verständnis und die Darstellung des Raumes effektiv in die Fläche umzusetzen.
3. Semester
Nach erfolgreichem Abschluss dieses Moduls „Entwerfen/Gebäudelehre I“ besitzen die Studierenden die Fähigkeit, Gebäudetypologien zu analysieren, systematisch zu klassifizieren und ihre Entwicklung, besonders hinsichtlich Wohnformen, nachzuvollziehen. Sie können den Einfluss funktionaler, sozialer, technischer, legislativer, ökonomischer, ökologischer und kultureller Faktoren auf die Architektur kritisch bewerten. Durch das Anwenden von Typologieprinzipien sind sie in der Lage, bestehende Typologien weiterzuentwickeln und architektonische Entwurfsprozesse zu strukturieren und gestalterisch darzustellen. Das Modul umfasst Übungen in Darstellungstechniken wie Skizzieren, Zeichnen und Modellbau und lehrt, Entwürfe zu präsentieren sowie Konzepte in Diskussionen zu verteidigen.
Der Kurs führt Bachelor-Studierende in die systematische Analyse von Gebäudetypen und Raumstrukturen ein, basierend auf Grundsätzen der Architekturtypologie. Wöchentliche Vorlesungen beleuchten die historische und zeitgenössische Rolle der Architekturlehre, mit Fokus auf die Lehre der Typologie, um kreative Lösungen für heutige Herausforderungen wie Klimawandel und Ressourcenknappheit zu entwickeln. Praktische Übungen vertiefen das Verständnis für die raumorganisatorische Struktur von Gebäuden und ihre architektonischen Elemente.
Nach Abschluss des Moduls „Architekturtheorie“ besitzen die Studierenden grundlegendes Wissen, das ihnen ermöglicht, ihre eigene Praxis sowie zentrale Konzepte und Themen in der Architektur- und Stadtforschung kritisch zu reflektieren. Sie lernen, Probleme in der Architektur- und Raumproduktion zu verstehen und zu diskutieren. Das Modul vermittelt Fähigkeiten, um Gebäude und räumliche Praktiken mithilfe verschiedener architekturwissenschaftlicher und theoretischer Ansätze zu beschreiben, zu analysieren und zu diskutieren.
Die einsemestrige Vorlesung in Architekturtheorie bietet einen Einblick in zentrale Fragestellungen der Architekturwissenschaft und Stadtforschung. Dabei liegt der Fokus auf der kritischen Reflexion von Architekturwissen und der Produktion von Architektur und Raum. Durch ausgewählte Themenfelder und Diskurse, die epochen- und disziplinübergreifend sind, wird gezeigt, wie Architektur als raumbildende Praxis motiviert und begründet wird. Die Vorlesung fördert das Hinterfragen der gedanklichen, theoretisch-ethischen und entwerferischen Maßstäbe in der Architekturpraxis und strebt nach einem tieferen Verständnis der komplexen, dynamischen Prozesse in der Architektur- und Raumproduktion.
Das Modul "Städtebau/ Stadtplanung I" vermittelt grundlegende Methoden und Rahmenbedingungen des zeitgenössischen Städtebaus und der Stadtplanung mit Fokus auf Deutschland und Europa. Nach Abschluss sind die Studierenden in der Lage, aktuelle Herausforderungen zu benennen und historische Entwicklungen zu kontextualisieren. Sie verstehen morphologische und typologische Zusammenhänge von der Gebäudeebene bis zur Kulturlandschaft und beherrschen Werkzeuge zur städtebaulichen Bestandsaufnahme und Analyse.
Das Modul fördert städtebauliches Entwerfen unter Berücksichtigung von projektbezogenen Rahmenbedingungen. Interaktive Vorlesungen thematisieren die historische Entwicklung, rechtliche und technische Rahmenbedingungen sowie aktuelle Handlungsfelder und Herausforderungen in der Stadtplanung. Übungen vertiefen das Verständnis für maßstabsübergreifende Zusammenhänge vom Gebäude bis zur Stadtregion. Begleitende Aktivitäten im analytischen Lesen und Schreiben von Texten fördern kritisches Denken und vertiefendes Selbststudium, wodurch die Studierenden befähigt werden, Projekte umfassend zu analysieren und zu entwerfen.
Im Modul zur Baukonstruktion (Baukonstruktion II) mit Schwerpunkt auf Skelettbauten erwerben Studierende ein vertieftes Verständnis sowohl in Theorie als auch in Praxis. Sie lernen, die Vernetztheit der Baukonstruktion im Skelettbau zu analysieren und zu erkennen, wie verschiedene Faktoren zusammenwirken. Studierende verstehen Konstruktion als einen Prozess, der die Integration aller Baufachleute an einem Ort und zu einer Zeit umfasst. Sie beherrschen detaillierte Kenntnisse über die Darstellung von Skelettbaukonstruktionen in Werk- und Detailplänen, die für die Kommunikation zwischen Beteiligten essenziell sind. Übungen helfen, eine konzeptionelle Idee in ein realisierbares Objekt zu überführen.
Der Kursinhalt umfasst den Übergang vom handwerklichen Holzbau zur modernen Montage, den Holzschutz, und die Funktionsweise von Stahlkonstruktionen. Es werden Stabilitätskonzepte, wie Aussteifung und der Einsatz von Stahlbeton, behandelt sowie industrielle Holzsysteme und deren Fügung. Dadurch sind Studierende bestens auf die Herausforderungen der modernen Baukonstruktion vorbereitet.
Im Modul „Tragwerkslehre I“ erwerben die Studierenden umfassende Kenntnisse über Vorschriften zu Einwirkungen auf Tragwerke und die Bemessung von Baukonstruktionen. Sie lernen, wie man reale Strukturen in statische Systeme abstrahiert und verstehen die Tragfähigkeiten unterschiedlicher Baustoffe. Zudem sind sie in der Lage, einfache Tragwerke vorläufig zu bemessen.
Der Inhalt umfasst ein tiefes Verständnis der verschiedenen Lastarten, ihrer Wirkungsweisen und Größenordnungen, unter Berücksichtigung der DIN EN 1991. Die Studierenden erlernen die Lastermittlung für Konstruktionen wie Decken, Wände und Dächer sowie die Identifikation einfacher statischer Systeme. Sie werden mit verschiedenen Tragsystemen wie Balken, Bögen, Rahmen, Platten und Scheiben vertraut gemacht, einschließlich deren konstruktiver Details. Das Modul behandelt die Berechnung von Stütz- und Schnittkräften unter Anwendung der Gleichgewichtsbedingungen. Zudem wird in die Bemessung im Stahl-, Stahlbeton- und Holzbau eingeführt, basierend auf den einschlägigen Eurocodes, und die Anwendung von Bemessungshilfen für Rahmen und Stützen sowie die Gebäudeaussteifung wird vermittelt.
Im Modul „Gestalten III“ erwerben Studierende grundlegende Kenntnisse über Raum, Volumen, Komposition und Gestalt. Der Entwurfsprozess wird durch handwerkliche Materialerfahrungen ergänzt, die helfen, Ideen schneller zu visualisieren. Studierende lernen, analoge und digitale Werkzeuge effektiv zu nutzen, ohne sie als konkurrierend zu betrachten. Vermittelte Techniken unterstützen die Entwicklung und Variation von Konzepten und die Systematisierung von Ideen in Gruppen. Diese Kompetenzen fördern eine schöpferische Entwurfsmethodik, die für den Beruf des Architekten essentiell ist.
Das Modul baut auf zwei Hauptkomponenten auf: Gestalten/Zeichnen sowie Grundlagen der Gestaltung, die plastische und räumliche Aspekte abdecken. Dabei wird eine praxisorientierte Methodik verfolgt, die sich am Modell und Material orientiert, um die Regeln von Raum und Darstellung greifbar zu machen. Im frühen Stadium der Architekturstudien befassen sich Studierende intensiv mit Form, Material und Raum, um die Grundlagen der Formgebung zu erlernen. Theoretische Einführungen und praktische Übungen mit Beispielen aus Architektur, Natur, Design und Wissenschaft ergänzen den Unterricht.
4. Semester
Nach Abschluss des Moduls „Entwerfen/Gebäudelehre II“ haben Studierende fundiertes Wissen über Gebäudetypologien und die Fähigkeit, diese kritisch zu hinterfragen und gestalterisch weiterzuentwickeln. Sie lernen, Typologien als dynamische Systeme zu verstehen und gezielt für Entwurfsstrategien zu nutzen. Studierende erfassen und stellen komplexe räumliche Zusammenhänge in Zeichnungen, Modellen und visuellen Narrativen dar. Sie begreifen Architektur als prozesshafte Disziplin, die auf gesellschaftliche und ökologische Veränderungen reagiert, und sind fähig, bestehende Gebäude zu neuen Nutzungsformen zu transformieren.
Das Modul "Gebäudelehre und Entwerfen II" erweitert die Auseinandersetzung mit Typologien, insbesondere öffentlicher und produktiver Bauten. Studierende analysieren und entwerfen Gebäudetypen und entwickeln Verständnis für deren funktionale, räumliche und kulturelle Anforderungen. Im Zentrum stehen Fragen zur Definition und Weiterentwicklung von Bautypen angesichts zeitgenössischer Herausforderungen, Anpassungsfähigkeit und Kontext. Übungen vertiefen durch Analyse, zeichnerische Erkundung und experimentelle Entwurfsstrategien. Studierende überschreiten die Grenzen klassischer Typologien und entwickeln neue Perspektiven für architektonische Anwendungen.
Nach Abschluss des Moduls „Denkmalpflege“ sind die Studierenden in der Lage, historische Baustoffe und Baukonstruktionen zu analysieren und kennen die denkmalrechtlichen Grundlagen. Sie können Sanierungsmaßnahmen an denkmalgeschützten Objekten einschätzen und denkmalverträgliche Nutzungskonzepte entwickeln. Historische Gebäude und Objekte werden verformungsgerecht aufgemessen, dokumentiert und rechnergestützt visualisiert. Studierende fertigen und bewerten bauliche und gestalterische Details, geben Empfehlungen für deren Erhalt und sind mit analytischen Verfahren wie Thermografie und Dendrochronologie vertraut.
Der Kursinhalt umfasst die Bauaufnahme und das Erfassen historischer Objekte mittels Lasermesstechnik zur Erstellung detaillierter Pläne. Die Anfertigung von Bestandsdokumentationen, Analysen und die Untersuchung von Bauphasen und -schäden werden vertieft. Auch werden nationale und internationale Denkmalschutzgesetze sowie Praxisaufgaben der Denkmalpflege behandelt. Durch praktische Übungen lernen die Studierenden, Nutzungskonzepte und Entwürfe zu erarbeiten sowie fiktive Bauanträge und denkmalrechtliche Genehmigungen zu erstellen, um ihre theoretischen Kenntnisse in der Praxis anzuwenden.
Nach Abschluss des Moduls "Städtebau/ Stadtplanung II" sind die Studierenden mit vertieften Methoden und Prozessen des zeitgenössischen Städtebaus und der Stadtplanung, insbesondere in Deutschland und Europa, vertraut. Sie sind in der Lage, aktuelle Herausforderungen zu erklären und eigene städtebauliche Konzepte zu entwickeln. Die Studierenden nutzen grundlegende Werkzeuge zur städtebaulichen Bestandsaufnahme und Analyse und erkennen Zusammenhänge auf verschiedenen Maßstabsebenen in ihren Konzepten. Zudem wenden sie Fähigkeiten des städtebaulichen Entwerfens unter Berücksichtigung projektbezogener Rahmenbedingungen an.
Das Modul baut auf den Grundlagen von Modul I auf und erweitert das Verständnis durch interaktive Vorlesungen, die historische Entwicklungen, rechtliche Rahmenbedingungen sowie aktuelle Herausforderungen des Städtebaus beleuchten. Vertiefende Übungen zu Morphologien, Typologien und planungsrechtlichen Bedingungen festigen das Wissen. Die Studierenden entwickeln ein städtebauliches Entwurfskonzept detailliert aus, wobei sie erlernte Methoden anwenden und festigen. Begleitend werden Texte gelesen und analysiert, um das Wissen zu vertiefen und die Fähigkeit zu entwickeln, analytische und deskriptive Texte selbst zu verfassen.
Nach Abschluss des Moduls „Baukonstruktion IV“ verfügen die Studierenden über ein vertieftes Verständnis ausgewählter Themen der Baukonstruktion, insbesondere der Gebäudehülle, in Theorie und Praxis. Sie sind in der Lage, die Vernetztheit der Baukonstruktion im Bereich der Gebäudehülle zu analysieren und zu verstehen. Die Studierenden erkennen Konstruktion als einen integrativen Prozess, der die Zusammenarbeit aller Bauprofessionen zu einem bestimmten Zeitpunkt und an einem Ort erfordert.
Mit ihren vertieften Kenntnissen über die Darstellung von Konstruktionen der Gebäudehülle in Werk- und Detailplänen können sie effektiv zwischen den an Planung und Bau beteiligten Akteuren kommunizieren. Mit Übungen zur Gebäudehülle lernen sie, konzeptionelle Ideen in realisierbare Objekte zu überführen.
Der Kursinhalt deckt Methoden des Konstruierens ab, einschließlich Ordnungsprinzipien, Maßstab sowie handwerkliche und industrielle Techniken. Es werden Anschlüsse zur Außenwelt, wie Baugrund, Gründung und opake Hüllen, betrachtet. Weitere Themen sind Glasfassaden, Lichtsteuerung und integrierte Systeme, die physikalische Wirkungen, intelligentes Bauen und energieeffiziente Bauweisen umfassen.
Im Fach "Tragwerkslehre II" werden die Grundlagen komplexer Hochbautragkonstruktionen behandelt, basierend auf dem Vorwissen aus "Tragwerkslehre I". Ziel des Moduls ist es, die Studierenden in der Entwicklung von Tragwerksentwürfen zu schulen, die architektonische Gestaltungsansprüche mit bauphysikalischen, technischen und ökonomischen Anforderungen vereinen. Dabei wird die Sensibilität für Tragsysteme und Konstruktionen gefördert.
Die Studierenden lernen die Funktionsweise von Stab- und Flächentragwerken kennen, einschließlich deren Vor- und Nachteile bezüglich Anwendungsmöglichkeiten, Baumaterialien und Randbedingungen. Sie verstehen den Einfluss von Statik, Konstruktion und Gebäudetechnik auf architektonische Entscheidungen und erlernen die Koordination verschiedener Fachingenieure, wobei sie deren Anforderungen als Anreiz sehen, nicht als Hindernis.
Inhaltlich umfasst das Modul die Tragwerksplanung im Entwurf, die Prioritätensetzung zwischen Gestalt, Funktion und Technik, sowie den Lastfluss. Weitere Themen sind die Nachhaltigkeit im Entwurf durch die Wahl von Materialien und Minimierung des Energie- und Materialaufwands, sowie die verschiedenen Arten von Stab- und Flächentragwerken, inklusive freier Formen.
Im Modul „Gestalten IV“ erwerben Studierende grundlegende Kenntnisse über Raum, Volumen, Komposition und Gestalt. Sie sammeln analoge Materialerfahrungen, die den Entwurfsprozess beschleunigen, indem sie analoge und digitale Werkzeuge effizient nutzen, ohne sie in Konkurrenz zu setzen. Studierende lernen, Konzepte zu entwickeln, Ideen zu variieren und zu systematisieren. Die Erweiterung ihres kognitiven Wissens durch kreative Techniken fördert eine schöpferische Entwurfsmethodik, die für den Beruf des Architekten unerlässlich ist.
Der Inhalt besteht aus den Bausteinen "Gestalten/Zeichnen" und "Grundlagen der Gestaltung", die sich mit plastischer und räumlicher Grundlagenlehre befassen. Zwei- und dreidimensionale Grundlagen zu Komposition, Proportion und Grafik werden praxisnah vermittelt. Zu Beginn des Studiums beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit Form, Material, Raum und Volumen, um deren Wirkung zu verstehen. Theoretische Einführungen und praktische Atelierübungen, die auf Beispielen aus Architektur, Natur, Design und Wissenschaft basieren, unterstützen die Veranschaulichung der Form und die Entwicklung künstlerischer Fähigkeiten.
5. Semester
In den Entwurfsprojekten lernen Studierende, eigene Gestaltungsideen und Konzepte in einem architektonischen Entwurf zu entwickeln. Sie verbessern ihr Qualitätsmanagement und erlernen die überzeugende Darstellung von Lösungsstrategien. Zudem sind sie in der Lage, Entwurfsprojekte auszuarbeiten und zu vertiefen.
Der Inhalt umfasst die Bearbeitung von vielseitigen Entwurfsaufgaben in Bereichen wie Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Innenraum und Denkmalpflege. Mindestens ein oder zwei berufene Kollegen bieten Entwurfsthemen an, sodass den Studierenden die Wahl zwischen mindestens fünf Studios bleibt, basierend auf ihren Interessen an Themen oder Dozenten. In den Studios arbeiten Studierende und Dozenten eng zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Arbeiten der Studierenden sollen wirtschaftliche, soziale, kulturelle und technische Aspekte durchdringen und ordnen, um den vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen im Bereich der Architektur gerecht zu werden. Diese Teamarbeit fördert die Entwicklung umfassender, durchdachter Architekturprojekte.
In den Entwurfsprojekten lernen Studierende, eigene Gestaltungsideen und Konzepte in einem architektonischen Entwurf zu entwickeln. Sie verbessern ihr Qualitätsmanagement und erlernen die überzeugende Darstellung von Lösungsstrategien. Zudem sind sie in der Lage, Entwurfsprojekte auszuarbeiten und zu vertiefen.
Der Inhalt umfasst die Bearbeitung von vielseitigen Entwurfsaufgaben in Bereichen wie Entwerfen, Städtebau, Konstruktion, Innenraum und Denkmalpflege. Mindestens ein oder zwei berufene Kollegen bieten Entwurfsthemen an, sodass den Studierenden die Wahl zwischen mindestens fünf Studios bleibt, basierend auf ihren Interessen an Themen oder Dozenten. In den Studios arbeiten Studierende und Dozenten eng zusammen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Die Arbeiten der Studierenden sollen wirtschaftliche, soziale, kulturelle und technische Aspekte durchdringen und ordnen, um den vielfältigen Anforderungen und Bedürfnissen im Bereich der Architektur gerecht zu werden. Diese Teamarbeit fördert die Entwicklung umfassender, durchdachter Architekturprojekte.
Im Modul „Baumanagement“ erwerben die Studierenden einen umfassenden Überblick über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Bauwirtschaft und die Abwicklung von Bauprojekten. Sie entwickeln die Fähigkeit, Methoden und Werkzeuge des Bauprojektmanagements entlang des Immobilienlebenszyklus anzuwenden und diese effektiv in Unternehmensprozesse zu integrieren. Durch die Arbeit in interkulturellen Teams lernen die Studierenden, Zwischenergebnisse eigenverantwortlich zu analysieren und zu präsentieren. Sie stärken ihre Fähigkeit, Arbeitsergebnisse zu reflektieren, ihren Standpunkt zu vertreten, Methoden kritisch zu hinterfragen und auf neue Anwendungsfelder zu übertragen.
Die Lehrinhalte umfassen Aufgabenfelder des Bauprojektmanagements, Projektbeteiligte, rechtliche Anforderungen, Bauplanungs- und Bauordnungsrecht sowie Werkvertragsrecht nach BGB und VOB. Weitere Themen sind der Beschaffungsprozess im Bauwesen, Grundlagen der HOAI, Kostenermittlung, Projektstrukturplanung, Terminplanung, Kommunikation, Risikomanagement und der Einsatz agiler Methoden. Studierende lernen, Störungen im Planungs- und Bauprozess zu bewältigen und eine effektive Projektorganisation und Schnittstellenmanagement zu führen.
Nach Abschluss des Moduls „Bauklimatik II“ sind Studierende in der Lage, Bauteile nach bauphysikalischen Kriterien zu konstruieren und zu bewerten, sowie Gebäude aus bauphysikalischer Sicht zu entwickeln. Das Modul legt die Grundlagen für weiterführende Themen der energetischen Bilanzierung von Gebäuden. Studierende lernen, die Verbindung zwischen Architektur und technischem Ausbau in einem ganzheitlichen Planungsansatz zu erkennen und umzusetzen. Sie entwickeln Verständnis für die Integration technischer Gebäudeausrüstung in architektonische Entwürfe, berücksichtigen Umweltaspekte, nachhaltiges Bauen und erneuerbare Energien. Außerdem können sie die Auswirkungen architektonischer Entscheidungen auf die technische Ausstattung von Gebäuden erklären, insbesondere hinsichtlich der Gebäudestruktur, -hülle und Nutzung.
Zu den Inhalten gehören Schallschutz im Hochbau, Lichtplanung, Be- und Entwässerung, Regenwassernutzung, Feuerlöschanlagen sowie Blitzschutz und Stromversorgung. Besondere Aufmerksamkeit liegt auf der Kommunikation mit Planern der technischen Ausstattung, um die koordinierende Rolle des Architekten im Planungsprozess zu stärken. Weitere Themen umfassen Kommunikationssysteme und sicherheitstechnische Anlagen wie Brand- und Einbruchmeldeanlagen sowie Aufzugtechnik.
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls „Innenraumplanung“ sind die Studierenden in der Lage, komplexe Zusammenhänge in Architektur und Innenraumplanung zu erkennen und in ihre eigenen Entwürfe zu integrieren. Sie entwickeln im Team ein Archiv an Referenzen, das die Vielfalt der architektonischen Ausdrucksformen veranschaulicht. Im Diskurs vertiefen sie ihre Fähigkeit, Inhalte zu entwickeln. Zudem wenden die Studierenden grundlegende Methoden der grafischen Analyse an, um räumliche Zusammenhänge zeichnerisch zu abstrahieren und zu benennen.
ng der grafischen Analysen in eigenständige Raumideen vertiefen die Studierenden ihr Verständnis für den Entwurf. Mit Konzeptmodellen, atmosphärischen Visualisierungen und präzisen zeichnerischen Darstellungen in Grundriss, Ansicht und Schnitt erlernen sie grundlegende Werkzeuge zur Entwicklung und Darstellung von Raumideen. Der seminaristische Unterricht beinhaltet Übungen, um den wechselseitigen Prozess von Analyse und Entwurf zu vermitteln, wobei Themen wie Programm, Struktur, Material, Proportion, Licht und Atmosphäre betrachtet werden. Komplexe Phänomene werden klassifiziert, um klare Begriffe der Raumbildung zu erarbeiten, die in eigene Entwurfsideen umgesetzt werden.
In den Wahlpflichtmodulen zielen die Lernergebnisse darauf ab, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Studierenden durch Vertiefung oder Spezialisierung in den angebotenen Pflichtmodulen weiterzuentwickeln. Durch Experiment, Analyse und Forschung sollen die Studierenden ihre gewonnenen Erkenntnisse in eigenständige kreative Arbeiten umsetzen können.
Die Inhalte der Wahlpflichtmodule im Bachelorstudiengang Architektur orientieren sich an den aktuellen Tendenzen der Architektur und passen sich den wechselnden Themen im Entwurfsbereich an. Diese Module werden von den lehrenden Dozenten vor Semesterbeginn bekannt gegeben, wodurch eine aktuelle und praxisnahe Ausbildung gewährleistet wird. Studierende haben die Möglichkeit, sich je nach persönlichem Interesse und Karriereziele zu spezialisieren, wodurch sie ihre Kompetenzen in spezifischen Bereichen der Architektur weiter ausbauen können.
6. Semester
Im Modul „CAD/BIM“ erwerben die Studierenden umfassende Kenntnisse zur gesamten BIM-konformen Bauprozesskette. Sie lernen, BIM-Fachmodelle für die Entwurfsplanung zu erstellen, mit anderen Fachplanern auszutauschen und als Teil einer digitalen Bauwerksrepräsentation zu koordinieren. Zudem besitzen sie Fähigkeiten zur Zusammenführung, Analyse und Verwaltung von geometrischen und alphanumerischen Daten aus verschiedenen Bau-Fachdisziplinen. Sie sind versiert in modellbasierter Fehlererkennung, Bauteil-Konfliktmanagement und Daten-Kommunikation im digitalen Bauprozess.
Der Kursinhalt umfasst eine Einführung in die Methodik des Building Information Modeling (BIM), einschließlich der praktischen Anwendung wesentlicher BIM-Tools. Studierende lernen, sowohl einfache als auch komplexe digitale Bauwerksmodelle aus intelligenten Architekturbauteilen und Bauprodukten zu erstellen. Darüber hinaus wird das Daten- und Prozessmanagement von Bauprojekten in virtuellen Umgebungen gelehrt. Die Studierenden befassen sich mit der Dokumentation und Auswertung digitaler Baudaten sowie der Koordination und Definition von Schnittstellen in BIM-basierten Fachmodellen. Eine zentrale Rolle spielt die Datenvalidierung zur Kontrolle von Konflikten und Vollständigkeit in den Modellen.
Nach Abschluss dieses Moduls „Facility- und Immobilienmanagement“ sind Studierende in der Lage, Facility Management (FM) und seine Interpretationen zu erklären sowie Immobilienmanagement und Corporate Real Estate Management (CREM) zu charakterisieren. Sie können die verschiedenen Phasen des Immobilienlebenszyklus differenzieren und Lebenszykluskosten kalkulieren. Zudem sind sie in der Lage, Flächen innerhalb und außerhalb von Gebäuden zu identifizieren und zu berechnen. Im Bereich Workplacemanagement kennen sie wesentliche Bürokonzepte und -formen. Außerdem können sie die Ziele und Phasen der nutzerorientierten Bedarfsplanung benennen und solche Planungen aus Nutzerprozessen und Arbeitsplatzbedürfnissen ableiten.
Der Inhalt umfasst Grundlagen des Facility und Immobilienmanagements, einschließlich Megatrends und Digitalisierung. Es behandelt das Immobilien-Lebenszyklus-Management, einschließlich Life-Cycle-Costs und normenbasierter Gebäudekosten. Im Flächenmanagement werden Normen und Kennzahlen thematisiert. Nutzerorientierte Bedarfsplanung und Workplacemanagement umfassen moderne Arbeitskonzepte und Büroformen. Abschließend werden ausgewählte Aspekte im FIM wie Nachhaltigkeit, Case Studies und Service-Level-Agreements behandelt.
Im "Entwurfsprojekt technisch" vertiefen die Studierenden ihre in den technischen Modulen erworbenen Kenntnisse durch ein integratives Entwurfsprojekt. Dabei wird die Sensibilität für Tragsysteme, technischen Ausbau und Konstruktion im Rahmen einer ganzheitlichen architektonischen Lehre gefördert. Ziel ist es, technische Entwürfe zu entwickeln, die sowohl den Nutzungs- und Gestaltungsansprüchen als auch bauphysikalischen, technischen und ökonomischen Anforderungen gerecht werden.
Die Studierenden erarbeiten eigene Gestaltungsideen, schärfen ihr Qualitätsmanagement und lernen, ihre Lösungsstrategien überzeugend darzustellen. Vorlesungen und fachtechnische Beratungen aus projektrelevanten Bereichen unterstützen den Prozess. Der Entwurf umfasst Statik, Konstruktion, Bauphysik und Haustechnik und ist eng mit den Entwurfs- und Gestaltungsaufgaben verknüpft.
Im Sinne der Interdisziplinarität verstehen die Studierenden den technischen Entwurf als integralen Bestandteil des Gesamtentwurfs. Je nach Thema konzentrieren sie sich auf die technische Bearbeitung in Bereichen wie Tragwerk oder Haustechnik. Gemeinsam mit Lehrenden entwickeln sie Lösungen, die wirtschaftliche, soziale, kulturelle und technische Aspekte umfassen.
In den Wahlpflichtmodulen zielen die Lernergebnisse darauf ab, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Studierenden durch Vertiefung oder Spezialisierung in den angebotenen Pflichtmodulen weiterzuentwickeln. Durch Experiment, Analyse und Forschung sollen die Studierenden ihre gewonnenen Erkenntnisse in eigenständige kreative Arbeiten umsetzen können.
Die Inhalte der Wahlpflichtmodule im Bachelorstudiengang Architektur orientieren sich an den aktuellen Tendenzen der Architektur und passen sich den wechselnden Themen im Entwurfsbereich an. Diese Module werden von den lehrenden Dozenten vor Semesterbeginn bekannt gegeben, wodurch eine aktuelle und praxisnahe Ausbildung gewährleistet wird. Studierende haben die Möglichkeit, sich je nach persönlichem Interesse und Karriereziele zu spezialisieren, wodurch sie ihre Kompetenzen in spezifischen Bereichen der Architektur weiter ausbauen können.
Im Modul „Präsentation/Kommunikation“ lernen die Studierenden, strukturiertes Arbeiten durch Systematik, Methodik und effektives Zeitmanagement im Entwurfsprozess sowie in der schriftlichen und mündlichen Präsentation zu beherrschen. Sie entwickeln die Fähigkeit, selbstbewusst und marktgerecht aufzutreten, was zu einer Schärfung ihres eigenen Profils führt. Kommunikationsfähigkeiten werden durch gezielte Anwendung von Rhetorik, Gestik und Mimik geschult. Zudem erlangen die Studierenden die Kompetenz, Überzeugungserfolge durch Argumentationsstrategien und Persönlichkeit zu erzielen.
Der Inhalt umfasst die Arbeitssystematik, Entwurfsmethodik und Projektdokumentation sowie den effizienten Einsatz verschiedener Präsentationstechniken. Zudem werden Grundlagen der freien Präsentation vermittelt, einschließlich Rhetorik, Gestik und Mimik. Die Studierenden lernen, ihre Vorträge systematisch zu gliedern und ansprechend zu gestalten. Kommunikation und Argumentation stehen ebenso im Fokus wie Persönlichkeitsmarketing und Motivation, um die persönliche und berufliche Entwicklung zu fördern. Diese Fähigkeiten sind entscheidend für einen erfolgreichen und professionellen Auftritt in der Architektur und im beruflichen Umfeld.
7. Semester (beim 8. semestrigen Bachelor)
Im Berufspraktikum können die Studierenden die bisher erlernten Fachgebiete überprüfen und praktisch anwenden. Zudem stärken die Studierenden ihre Fähigkeiten in der Teamarbeit und lernen, sich an neue kulturelle und soziale Bedingungen im Berufsalltag anzupassen. Eine besondere Auslandserfahrung ermöglicht ihnen, ihre internationalen und interkulturellen Kompetenzen auszubauen. Darüber hinaus erlernen sie die Zusammenarbeit mit anderen Berufsdisziplinen, was ihre Fähigkeit zur interdisziplinären Kooperation fördert.
Der Inhalt des Moduls umfasst vielfältige Erfahrungen im beruflichen Alltag, die den Studierenden Einblicke in die Praxis und das Zusammenspiel verschiedener Fachbereiche und Kulturen ermöglichen. Diese Praxisorientierung bereitet sie auf die Herausforderungen einer globalisierten Arbeitswelt vor und fördert ihre berufliche und persönliche Entwicklung.
8. Semester
Im Modul „Baurecht“ erwerben die Studierenden grundlegende Kenntnisse des öffentlichen Baurechts und sind befähigt, einfache bauplanungs- und bauordnungsrechtliche Vorgänge zu verstehen. Sie lernen die Grundzüge der Wertermittlungsverfahren gemäß der Immobilienwertermittlungsverordnung (ImmoWertV) und die Basics der Grundbuchordnung kennen. Des Weiteren werden sie im Umgang mit Gesetzestexten wie dem Baugesetzbuch (BauGB), der Baunutzungsverordnung (BauNVO), der Planzeichenverordnung (PlanZV), der Landesbauordnung Sachsen-Anhalt (BauO-LSA), der ImmoWertV und der Grundbuchordnung (GBO) geschult.
Der Kursinhalt umfasst die Gesetzessystematik und die geschichtliche Entwicklung des deutschen Baurechts. Schwerpunkt im Bauplanungsrecht sind die Gliederung, Inhalte und Ziele des BauGB, die Zuordnung von Vorhaben laut §§ 34 und 35 BauGB, sowie Flächennutzungs- und Bebauungspläne. Weitere Themen sind die Aufstellungsverfahren und Unterschiede der Planverfahren, zudem das Bauordnungsrecht, einschließlich Gefahrenabwehr, Haftungsrecht und Baugenehmigungsverfahren. Der Kurs behandelt auch Grundbuchrecht sowie Wertermittlungsverfahren und relevante Begrifflichkeiten.
In den Wahlpflichtmodulen zielen die Lernergebnisse darauf ab, die Kenntnisse und Fähigkeiten der Studierenden durch Vertiefung oder Spezialisierung in den angebotenen Pflichtmodulen weiterzuentwickeln. Durch Experiment, Analyse und Forschung sollen die Studierenden ihre gewonnenen Erkenntnisse in eigenständige kreative Arbeiten umsetzen können.
Die Inhalte der Wahlpflichtmodule im Bachelorstudiengang Architektur orientieren sich an den aktuellen Tendenzen der Architektur und passen sich den wechselnden Themen im Entwurfsbereich an. Diese Module werden von den lehrenden Dozenten vor Semesterbeginn bekannt gegeben, wodurch eine aktuelle und praxisnahe Ausbildung gewährleistet wird. Studierende haben die Möglichkeit, sich je nach persönlichem Interesse und Karriereziele zu spezialisieren, wodurch sie ihre Kompetenzen in spezifischen Bereichen der Architektur weiter ausbauen können.