Die Hochschule Anhalt blickt auf das bislang erfolgreichste Jahr bei der Einwerbung von Drittmitteln in ihrer Geschichte zurück. Mit mehr als 25 Millionen Euro eingeworbenen Mitteln in 2025 hat die Hochschule ihre Position als eine der forschungsstärksten Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland weiter gefestigt.
„Dieser Erfolg ist das Ergebnis kontinuierlicher Maßnahmen zur Stärkung der Forschungsaktivitäten an der Hochschule Anhalt. Dazu zählen insbesondere gezielte Berufungsverfahren für forschungsaktive Personen aus der Wirtschaft und Wissenschaft, strukturelle Unterstützungen für Forschungspläne, eine aktive Verwaltung sowie ein breites Spektrum von Forschungsaktivitäten über alle Fachbereiche und Forschungsschwerpunkte hinweg“, betont Professor Jörg Bagdahn, Präsident der Hochschule Anhalt.
Auch die Zusammenarbeit mit Unternehmen baut die Hochschule Anhalt weiter aus. Bundesweit pflegt die Hochschule für Angewandte Wissenschaften mehr als 160 Kooperationen mit der Privatwirtschaft. Gemeinsam mit diesen Partnern bearbeiten Forschende derzeit 190 Drittmittelprojekte in den Schwerpunkten der Lebenswissenschaften, den Ingenieurwissenschaften sowie der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) & Medientechnik, darunter 44 Projekte mit Partnern aus Sachsen-Anhalt. Zur Stärkung der Aktivitäten werden in den kommenden Jahren zwei neue Forschungsbauten hinzukommen. Die Bauarbeiten für das Interdisziplinäre Forschungszentrum für nachhaltige Lebensmittelproduktion (InFonaL) begannen bereits im Sommer 2025. Für das Mitteldeutsche Algenzentrum (MAZ) beschloss der Landtag Sachsen-Anhalts im Dezember 2025 die Finanzierung eines zweiten Forschungsbaus an der Hochschule Anhalt.
Im neuen InFonaL werden Forscherinnen und Forscher Verfahren für eine nachhaltige Lebensmittelproduktion entwickeln. Sie untersuchen hier beispielsweise neue pflanzliche Proteine, verbessern die Nutzung von Nebenprodukten aus der Lebensmittelverarbeitung und testen Technologien im Pilotmaßstab. Das Forschungszentrum erhält eine Fläche von 2.082 m² sowie ein kühlbares Technikum mit 500 m². Bund und Land finanzieren den Bau mit 36,4 Millionen Euro, davon 4,1 Millionen Euro für Großgeräte.
Das Mitteldeutsche Algenzentrum (MAZ) bündelt Forschung zur Nutzung von Mikroalgen als nachhaltige Rohstoffquelle. Forschende bilden dort die gesamte Prozesskette der Algenbiotechnologie im technischen Maßstab ab – von der Kultivierung bis zur Entwicklung neuer Produkte. Das MAZ stärkt Sachsen-Anhalt als Zentrum der Algenbiotechnologie und eröffnet neue Wertschöpfungsketten für Agrar-, Lebensmittel-, Kosmetik-, Pharma- und Chemieunternehmen. Das Zentrum umfasst 1.967 m² Forschungsfläche. Die Finanzierung in Höhe von 32 Millionen Euro erfolgt aus dem Sondervermögen Infrastruktur.
"Die neuen Forschungsbauten werden uns ermöglichen, unsere Forschungsaktivitäten weiter auszubauen und neue Impulse in die Forschung zu setzen", ergänzt Professor Markus Holz, Vizepräsident für Forschung, Transfer und Nachhaltigkeit. “Wir freuen uns darauf, diese neuen Einrichtungen zu nutzen, um unsere Forschung weiter zu stärken und neue Herausforderungen anzugehen.”
Die Hochschule Anhalt verbindet ihre Forschung eng mit der Ausbildung von Fachkräften und dem Transfer in die Wirtschaft. Studierende arbeiten früh an aktuellen Projekten mit und bringen ihr Wissen später in Unternehmen ein. Gleichzeitig entwickeln Forschende gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft neue Technologien und Verfahren. So stärkt die Hochschule Unternehmen dabei, Innovationen umzusetzen und im Wettbewerb zu bestehen.