Orientierung im Studienangebot: Die Hochschule Anhalt am Bildungspunkt 5
Am Bildungspunkt 5 erhalten Schülerinnen und Schüler, die an Landwirtschaft, Ernährung, Naturschutz oder Landschaftsarchitektur interessiert sind, praxisnahe und interaktive Einblicke in die Studiengänge der Hochschule Anhalt. Der grüne Campus in Bernburg mit seinen 55 Hektar Versuchsfeldfläche, Projektgärten und modernen Laboren der Life Sciences wird dabei anschaulich vorgestellt. Vor Ort besteht zudem die Möglichkeit, anhand kleiner Experimente eigene Interessen zu erkunden.
Informationen zu Studienangeboten sowie zu dualen Studiengängen in Kooperation mit dem Landwirtschaftsministerium stehen ebenso zur Verfügung. Ergänzend dazu kann das eigene Wissen im Japan-Quiz zu internationalen Agrarmärkten überprüft oder nachvollzogen werden, welchen Beitrag digitale Landschaftsplanung zur Klimaanpassung leistet. Auch der persönliche Austausch bietet Gelegenheit, ein passendes Studium zu finden.
Unsere Bildungspunkte auf den DLG Feldtagen 2026
Vom Korn zum Brot: Ernährung verstehen
Die Entstehung von Brot aus Getreide und die Hintergründe unserer Lebensmittel werden hier anschaulich vermittelt. Am Stand lässt sich praktisch nachvollziehen, wie aus pflanzlichen Rohstoffen Lebensmittel entstehen. So kann beispielsweise beobachtet werden, welche Rolle Gluten für die Backfähigkeit von Teig spielt, indem es eigenständig ausgewaschen wird. Auch die Eigenschaften von Stärke werden erfahrbar, wenn sie unter Druck scheinbar fest wird und anschließend wieder verflüssigt.
Darüber hinaus eröffnet sich ein Einblick in die Welt der Bienen und des Honigs: Unterschiede zwischen Honigsorten sowie das Zusammenspiel von Pflanzen und Bestäubern werden deutlich. Durch das Zusammenspiel von Schmecken, Messen und Vergleichen entsteht ein lebendiges Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Natur, Lebensmitteln und Technik und damit auch für das Studium der Ökotrophologie.
Mit Sensortechnik und KI den Pflanzenbau digitalisieren
Ein interaktiver Rundgang vermittelt, wie Entscheidungen im modernen Pflanzenbau getroffen werden. Den Ausgangspunkt bildet die Datenerfassung: Sensoren liefern Informationen zur Bodenfeuchte oder erfassen Vogelstimmen und schaffen damit die Grundlage für nachhaltige Bewirtschaftung. Im mobilen Labor wird anschließend gezeigt, wie Schaderreger direkt vor Ort analysiert und KI-Modelle trainiert werden.
Im weiteren Verlauf stehen Drohnen und ein Messfahrzeug im Fokus, die neue Perspektiven auf Pflanzenbestände eröffnen. Luftbilder liefern dabei wertvolle Zusatzinformationen, die über das menschliche Auge hinausgehen. Abschließend wird veranschaulicht, wie ein KI-Tool unterschiedliche Datenquellen zusammenführt, um etwa den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln effizienter und ressourcenschonender zu gestalten. Auch moderne Agrardrohnen zur Ausbringung von Dünger oder Saatgut sind Teil der Präsentation.
So wird deutlich, wie eng Technik, Umwelt und Landwirtschaft miteinander verzahnt sind. Gleichzeitig geben die Inhalte einen Einblick in den Aufbau der Studiengänge im Bereich AI Engineering mit Spezialisierung Agrarwirtschaft und -technik sowie in das Landwirtschaftsstudium an der Hochschule Anhalt.
Gebietseigene Wildpflanzen zur Erhöhung der Biodiversität, Förderung von Nützlingen und Verbesserung der Klimaresilienz
Trotz der Dominanz einzelner Kulturpflanzen in der Landwirtschaft bestehen vielfältige Möglichkeiten, die Artenvielfalt gezielt zu fördern. Am Bildungspunkt wird gezeigt, wie Blühstreifen und gebietseigene Wildpflanzen Lebensräume schaffen und Nützlinge unterstützen. Konkrete Beispiele verdeutlichen, welche Pflanzen für Bestäuber besonders relevant sind und wie sie sinnvoll eingesetzt werden können.
Eigene Beobachtungen und Gespräche regen dazu an, Zusammenhänge zu erkennen und neue Ideen zu entwickeln. Dabei wird nachvollziehbar, dass Landwirtschaft und Biodiversität sich nicht ausschließen müssen. Vielmehr eröffnen sich Ansätze, Agrarlandschaften ökologisch aufzuwerten und gleichzeitig widerstandsfähiger gegenüber Klimaveränderungen zu gestalten. Das Studienangebot im Bereich Naturschutz und Landschaftsplanung greift diese Perspektiven auf.
Anbaustrategien im Pflanzenbau
Zentrale Fragen moderner Landwirtschaft und die Auswirkungen des Klimawandels stehen hier im Mittelpunkt. Es wird aufgezeigt, welche Kulturen in Deutschland angebaut werden, welche Nutzungen sie haben und weshalb vielfältige Fruchtfolgen eine wichtige Rolle spielen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Nährstoffversorgung von Pflanzen: Die Bedeutung einzelner Nährstoffe, die Notwendigkeit einer präzisen Düngung sowie neue Ansätze wie Biostimulanzien werden verständlich erläutert. Auch der Pflanzenschutz wird thematisiert: von bewährten Verfahren bis hin zu aktuellen Herausforderungen infolge veränderter Klimabedingungen.
Anschauliche Beispiele und interaktive Elemente verdeutlichen schließlich das enge Zusammenspiel von Forschung und Praxis. Ziel ist es, Erträge zu sichern und zugleich Umwelt und Ressourcen nachhaltig zu schonen. Gleichzeitig entsteht ein konkretes Bild davon, was im Studiengang Landwirtschaft an der Hochschule Anhalt erwartet werden kann.