Anuga Food Tec

Hochschule Anhalt mit mehreren innovativen Themen auf dem Campus Science & Pioneering

Die Anuga Food Tec ist die internationale Fachmesse für die verarbeitende Lebensmittel- und Getränkeindustrie. Branchenübergreifend und prozessorientiert deckt sie alle wichtigen Aspekte ab – von der Herstellung bis zur Verpackung, Lagerung und Distribution. Sie findet vom 26.-29.4.2022 statt und zählt zu den wichtigsten Gipfeltreffen der Branche. Die Hochschule Anhalt ist auf dem Campus Science & Pioneering in Halle 6.1 / C099 vertreten.

  • Biere mit Karamellzucker
    Bild: Sirup-Bier


    Getränkeideen mit einzig artigem Geschmack für  Craft-Brauer
    Karamellsirupe haben in der Lebensmittelindustrie ein vielfältiges Einsatzspektrum. Je nach eingesetzter Konzentration bestim-men sie maßgeblich Geschmack, Aroma und Farbe der Produkte. So können Kara-mellsirupe in Bieren oder Malzgetränken eingesetzt eine charakteristische Farbe von fuchsrot bis schwarz erzeugen. Häufig wird durch die Zugabe von Zuckercouleur die Farbe von Lebensmitteln verstärkt, jedoch ist Zuckercouleur ein Lebensmittelzusatzstoff und muss entsprechend seiner Zusatzstoffklasse (Farbstoff) deklariert werden. Soll die Zugabe von Farbstoffen im Sinne des Clean-Label-Trends vermieden werden, empfiehlt sich der Einsatz von Karamellzucker. Als sogenannte Zutat zum Färben kommt Karamellzucker in Frage, da er neben geschmacklichen auch über färbende Eigenschaften verfügt und dadurch ausschließlich unter der Bezeichnung des Lebensmittels (Karamellzucker) im Zutatenverzeichnis aufzuführen ist. 

    Durch den süßlichen Geschmack des Karamells und den reichlich gebildeten Gärungsnebenprodukten entstehen interessante Geschmacksnuancen. Ein fein aromatischer Geruch wird mit einem malzartigen, herb bitteren Geschmack abgerundet.  In der Hochschule Anhalt wurde in einer Versuchsreihe der Einsatz unterschiedlicher Karamellzuckersirupe sowohl im Hinblick auf seine färbenden Eigenschaften als auch sensorischen Eigenschaften in Klosterbieren getestet. Dabei kamen drei verschiedene Karamellzuckersirupe der Felix Koch Offenbach GmbH, eines Spezialisten für die Entwicklung und Herstellung spezifischer Karamell-produkte, zum Einsatz.

    Fazit
    Durch seine sensorische Vielseitigkeit stellt Karamellzucker eine ideale Zutat dar, um zum einen den Zusatzstoff Zuckercouleur oder Aromen in Malzgetränken und Bieren zu ersetzen.

    Kontakt
    Prof. Dr. Jean Titze
    Johannes Jeske

  • Bach-Bier

    Johann Sebastian Bach und Bier? Da besteht kein Zusammenhang, so würde man vielleicht vorschnell sagen. Es gibt eine Kaffeekantate von ihm, aber eben kein Werk, in dem es um das Bier geht. Doch schaut man sich allein die Gemälde an, die von ihm erhalten sind, spürt man: Der Mann war kein spröder Kostverächter. Als Vertreter des Barockzeitalters hatte er es fast im Blut, sein Leben auch üppig zu führen. Bach – Lebensfreude – Essen und Trinken, das gehört einfach zusammen. Aus dem Jahr 1716 ist ein Bewirtungsbeleg von ihm erhalten, der zeigt, wie gern er wohl gegessen hat und wie viel er auch an Alkohol vertragen konnte. Es lässt vermuten: Bestenfalls war Bach als Konsument an Bier interessiert, aber nicht als Musiker, der es zum Thema machte. Aber das Getränk und die Musik von Bach haben Parallelen. Seine Kompositionen sind komplex und durchdacht, kommen nicht aus einer Gefühlsduselei und Innerlichkeit heraus, sondern basieren auf Wissen und handfestem jahrelang erlernten Können. Die Schönheit Bachscher Musik besteht eben nicht nur in den Melodien, sondern entsteht auch durch Struktur, Proportion, Physik, Zahlenverhältnissen und dem souveränen Umgang damit. Bach konstruiert förmlich seine Werke, wie die in Köthen entstandene Chaconne in d-moll für Violine solo (BWV 1004). Die Barockzeit hatte eine Vorliebe für Zahlenverhältnisse und Ratespielchen. Solche Zahlenspiele kann man bei Bach auch mit der Zahl 3 entdecken, die naheliegend für seinen religiösen Hintergrund als Sinnbild für die Dreifaltigkeit steht, wie man es eindrucksvoll in Präludium und Fuge in Es-Dur BWV 552 entdecken kann. Hier führt Bach zunächst drei separate Themen symbolisch für Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in einzelnen Fugen durch, um sie nach und nach kunstvoll miteinander zu verschmelzen. Bach und Bier – es gibt Parallelen. Ein Bier, das Bach im Namen trägt, muss auch für das stehen, was seine Musik ausmacht: Wissen, Können, Struktur, Physik und ein Gespür für das rechte Maß. Diesem Anspruch folgend wurde an der Forschungs- und Lehrbrauerei der Hochschule Anhalt in Köthen von Herrn Prof. Dr. Jean Titze und dem Masterstudenten, Herrn Johannes Jeske, anlässlich der Bachfesttage ein Bier entwickelt, was diesem Dreiklang folgt. Aus drei Rohstoffen, Köthener Wasser, historischen Landhopfen und einer Gerstensorte aus dem 18. Jahrhundert, wurde mit einem Drei-Maisch-Verfahren, dreier Nachgüsse sowie dreier Hopfengaben ein Bier – musikalisch von Bach inspiriert – handwerklich „komponiert“. Johann Sebastian Bach und Bier? Da besteht kein Zusammenhang, so würde man vielleicht vorschnell sagen. Es gibt eine Kaffeekantate von ihm, aber eben kein Werk, in dem es um das Bier geht. Doch schaut man sich allein die Gemälde an, die von ihm erhalten sind, spürt man: Der Mann war kein spröder Kostverächter. Als Vertreter des Barockzeitalters hatte er es fast im Blut, sein Leben auch üppig zu führen. Bach – Lebensfreude – Essen und Trinken, das gehört einfach zusammen. Aus dem Jahr 1716 ist ein Bewirtungsbeleg von ihm erhalten, der zeigt, wie gern er wohl gegessen hat und wie viel er auch an Alkohol vertragen konnte. Es lässt vermuten: Bestenfalls war Bach als Konsument an Bier interessiert, aber nicht als Musiker, der es zum Thema machte. Aber das Getränk und die Musik von Bach haben Parallelen. Seine Kompositionen sind komplex und durchdacht, kommen nicht aus einer Gefühlsduselei und Innerlichkeit heraus, sondern basieren auf Wissen und handfestem jahrelang erlernten Können. Die Schönheit Bachscher Musik besteht eben nicht nur in den Melodien, sondern entsteht auch durch Struktur, Proportion, Physik, Zahlenverhältnissen und dem souveränen Umgang damit. Bach konstruiert förmlich seine Werke, wie die in Köthen entstandene Chaconne in d-moll für Violine solo (BWV 1004). Die Barockzeit hatte eine Vorliebe für Zahlenverhältnisse und Ratespielchen. Solche Zahlenspiele kann man bei Bach auch mit der Zahl 3 entdecken, die naheliegend für seinen religiösen Hintergrund als Sinnbild für die Dreifaltigkeit steht, wie man es eindrucksvoll in Präludium und Fuge in Es-Dur BWV 552 entdecken kann. Hier führt Bach zunächst drei separate Themen symbolisch für Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in einzelnen Fugen durch, um sie nach und nach kunstvoll miteinander zu verschmelzen. Bach und Bier – es gibt Parallelen. Ein Bier, das Bach im Namen trägt, muss auch für das stehen, was seine Musik ausmacht: Wissen, Können, Struktur, Physik und ein Gespür für das rechte Maß. Diesem Anspruch folgend wurde an der Forschungs- und Lehrbrauerei der Hochschule Anhalt in Köthen von Herrn Prof. Dr. Jean Titze und dem Masterstudenten, Herrn Johannes Jeske, anlässlich der Bachfesttage ein Bier entwickelt, was diesem Dreiklang folgt. Aus drei Rohstoffen, Köthener Wasser, historischen Landhopfen und einer Gerstensorte aus dem 18. Jahrhundert, wurde mit einem Drei-Maisch-Verfahren, dreier Nachgüsse sowie dreier Hopfengaben ein Bier – musikalisch von Bach inspiriert – handwerklich „komponiert“.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

    Johannes Jeske

  • Süßwarenlabor
    Süsswarenlabor: Vegane Nascherei


    Natürliche, vegane Klosterbier-Fläschchen

    Der Megatrend Gesundheit, Food-Trends wie „Ethic Food“ und die Vegetarier-Bewegung kulminieren zunächst im Veganismus, der nach wie vor die Entwicklung neuer Süßwaren vorantreibt. Auch die Nachfrage nach veganen Ersatzprodukten der bei Jung und Alt gleichermaßen beliebten Gummibonbons steigt von Jahr zu Jahr.

    Einsatz alternativer Geliermittel
    Der Einsatz von Gelatine als Geliermittel oder anderen Zutaten tierischen Ursprungs, wie Milchbestandteile oder Bienenwachs, ist bei der Herstellung veganer Gummibonbons nicht gestattet. Ein alternatives Geliermittel pflanzlichen Ursprungs stellt Agar-Agar dar, der zu den Verdickungsmitteln zählt und mittlerweile breite Anwendung bei der Herstellung von Gummiwaren findet. Das Überzugsmittel ist ein weiterer notwendiger Zusatzstoff für die Bereitung veganer Gummiwaren. Anstatt Bienenwachs als eigentlicher Überzug wird Zucker mit Zitronensäure verwendet, um Gummibonbons gegen Austrocknen und Farb- und Aromaverluste zu schützen.

    Im Süßwarenlabor der Professur Lebensmitteltechnologie pflanzlicher Produkte an der Hochschule Anhalt wurde in einer Versuchsreihe der Einsatz unterschiedlicher Karamellzuckersirupe sowohl im Hinblick auf die färbenden Eigenschaften als auch die sensorischen Eigenschaften in veganen Gummiwaren getestet. Dabei kamen drei verschiedene Karamellzuckersirupe der Felix Koch Offenbach GmbH, eines Spezialisten für die Entwicklung und Herstellung spezifischer Karamellprodukte, zum Einsatz.

    Fazit
    Nach dem Vorbild belgischer Klosterbiere entstand eine vegane Nascherei für Bierliebhaber. Die entwickelten Klosterbier-Fläschchen überzeugen mit einem angenehmen Mundgefühl, einer hervorragenden Konsistenz, gepaart mit karamelligen Geschmacksnuancen und einem sauren Kick

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

    Beatrix Parthey

  • Optimierte Präbiotikasynthese

    Optimierte Präbiotikasynthese aus Nebenprodukten der Molkerei

    ein Projekt der Arbeitsgruppe für chemische Verfahrenstechnik und Lebensmittelprozesstechnik der Hochschule Anhalt in Köthen

    Präbiotika – „Futter“ für gesundheitsfördernde Darmbakterien

    Präbiotika sind Lebensmittelbestandteile, welche von nützlichen Darmbakterien wie den Lactobazillen und Bifidobakterien als Nahrung genutzt werden und so deren Aktivität und Wachstum fördern. Präbiotika tragen damit aktiv zu einer gesunden Darmflora bei, indem sie die mikrobielle Zusammensetzung positiv beeinflussen.

    Eine Gruppe der Präbiotika stellen die sogenannten Galactooligosaccharide (GOS) dar.  Strukturell haben sie eine große Ähnlichkeit zu humanen Oligosacchariden, die reichlich in Muttermilch vorkommen und nachweislich gesundheitsfördernd sind, sowohl für Säuglinge als auch für Erwachsene. Industriell werden GOS durch eine enzymatische Fermentation aus Lactose gewonnen. Sie werden vor allem in Säuglingsersatznahrung eingesetzt, aber auch als Nahrungsmittelzusätze für funktionelle Lebensmittel oder direkt als Pulver verwendet. Die Herstellung von GOS kommt auch dem wachsenden Gesundheitsbewusstsein moderner Konsumenten entgegen und führt zu einer stetig steigenden Nachfrage an Präbiotika.

    Untersuchung und Optimierung zweier Strategien zur GOS-Herstellung und Aufreinigung

    Der Fokus des Forschungsprojektes liegt zum einen in einer nachhaltigeren Ressourcennutzung, indem Molkenpermeat, welches ein zum großen Teil ungenutztes Nebenprodukt der milchverarbeitenden Industrie darstellt und reich an Lactose ist, direkt als Ausgangsstoff für die GOS-Synthese genutzt wird. Zum anderen können kostenintensive Enzyme durch eine Immobilisierung mehrfach wiederverwendet werden. Darüber hinaus zielt eine nachfolgende Aufreinigung des GOS-Gemischs im Sinne der verbesserten Wertschöpfung darauf ab, ein hochreines GOS-Produkt zu gewinnen, welches im Gegensatz zu den bisher auf dem Markt verfügbaren Produkten (weitestgehend) frei ist von Glucose, Galactose und Lactose.

    Zwei Strategien hinsichtlich einer kontinuierlichen Fermentation und GOS-Aufreinigung werden untersucht und optimiert:

    • freies Enzym im Rührkessel & Nanofiltration zur GOS-Aufreinigung

     

    • immobilisiertes Enzym im Porendurchflussreaktor & Gegenstromchromatographie zur GOS-Aufreinigung

     Kontakt:

    Prof. Dr. Christof Hamel

  • Neue Verfahren zur Rohwurstreifung 4.0
    Bild: Versuchsstand Rohwurstreifung


    Rohwurstreifung 4.0

    Big Data basierte Steuerung mittels digital verknüpfter Einzelsensoren und auf Grundlage der Gewichtsabnahme 

    Hintergrund

    Die Rohwurstherstellung erfordert ein hohes Maß an Wissen, Erfahrung und Aufmerksamkeit, denn Fehlfabrikate und mikrobiologische Risiken durch pathogene Mikroorganismen sind eine ständige Gefahr. Bisher ist es schwierig, den gesamten Prozess hinsichtlich äußerer Einflussfaktoren vollständig abzubilden, da essentielle Prozess- und Produktparameter online nicht erfasst und/oder durch Produktspezifika (Rezeptur, Kaliber) und äußere Faktoren (Wetter) stark beeinflusst werden. Somit ist das Betreiben einer Reifeanlage trotz modernster Technikausstattung und Steuerungstechnologie immer noch stark konventionell geprägt (viel Handarbeit, empirisches Wissen zur Steuerung/Regulierung).

    Zielstellung

    Im Projekt sollen neben einer Energieeinsparung folgende Ziele erreicht werden:

    • Hard- und Softwareentwicklung (Prozesssteuerung) zur Rezepturstandardisierung
    • Prozessmodellierung und Anpassung an großtechnische Bedingungen
    • Sicherung einer gleichbleibend hohen Produktqualität und -sicherheit durch ein optimales Wachstum der Starterkulturen und die Optimierung der Absterbekinetik von pathogenen Mikroorganismen
    • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die Prozessautomatisierung als Voraussetzung einer Rohwurstproduktion 4.0

    Die Gewährleistung einer reproduzierbaren hohen Produktqualität durch eine intelligente Regulierung der äußeren Parameter soll die Grundlagen für einen nach Projektabschluss zu entwickelnden „Selbstlerneffekt“ auf der Basis von KI-Steuerungsalgorithmen schaffen.

    Aktuelle Ergebnisse

    Es konnte eine prototypische Reifeanlage im Labormaßstab mit multiplen Einzelsensoren sowie einer Steuerungs- und Regelungssoftware zur Prozessführung auf Grundlage des Gewichtsverlustes entwickelt werden.

    Der Funktionsnachweis für Modell-Produkte sowie reale Erzeugnisse des F&E-Partners wurde erbracht.

    Förderung:

    Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

    FKZ: KK5170901LU0
    Laufzeit: 01.04.2021-28.02.2023

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfgang Schnäckel

    Dr. Janet Krickmeier

  • Hackfleischdrehspieße
    Bild: Hackfleischdrehspieß


    Gegarte Drehspieße aus Fein- und/oder Grobbrät bzw. Drehspieße aus rohem Feinbrät und gegarten Grobbrät-Scheiben 

    Hintergrund

    Die klassische Döner- und Drehspießherstellung ist geprägt von manuell ausgeführten, arbeitsintensiven und personalaufwändigen Einzelschritten mit einem potentiell höheren mikrobiologischen Risiko für das Produkt bei dessen Verkauf an Kunden.

    Ergebnisse

    Es können gegarte Drehspieße über einen adaptierten Brühprozess hergestellt werden. Sie bestehen aus einem Fein-/Grobbrät-Gemisch, das mittels Füllmaschine portionierbar ist. Die Drehspieße können in roher Form aber wie konventionelle Drehspieße auch tiefgefroren werden.

    Zudem können Drehspieße aus rohem Feinbrät und gegarten Grobbrät-Scheiben erzeugt und wie konventionelle Drehspieße tiefgefroren werden. Die Scheiben werden separat aus einem gegarten Grobbrät gefertigt (vgl. Erzeugung gegarter Drehspieße) und ersetzen die rohen Fleischscheiben. Die zeitaufwendige Nachbearbeitung konventionelle Drehspieße entfällt.

    Das erarbeitete Brühverfahren garantiert beim Grillen eine leicht rosa Farbe im Anschnitt (ohne NPS) und ein typisches Grill- bzw. Abschneideverhalten bei hoher sensorischer Akzeptanz. Die Erzeugnisse weisen eine hohe Lebensmittelsicherheit bei einem MHD von 28 Tagen bei 0-4°C Kühllagerung auf.

    Ein Vergleich des Gesamtfertigungsprozesses für konventionell tiefgefrorene Drehspieße mit den neuen gegarten Drehspießen bzw. gefrorenen Drehspießen mit gegarten Scheiben zeigt, dass die entwickelten Verfahren 2,6% bis 5,8% weniger Gesamtkosten verursachen. Am effizientesten ist die Herstellung von Drehspießen mit vorgefertigten gegarten Grobbrät-Scheiben, welche dann wie konventioneller Drehspieße tiefgefroren werden.

    Förderung:

    BMWI- FKZ: ZF 4184906AW
    Laufzeit: 7/2019 - 6/2021

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Dr. Janet Krickmeier

  • Multifunktionswerkzeuge
    Bild: Multifunktionswerkzeug


    Kuttermesser mit integrierten Schlagkanten zur effizienteren Feinstzerkleinerung und Emulgierung insbesondere von Fleisch

    Hintergrund
    Der Schüsselkutter spielt bei maschinellen Zerkleinerungs- und speziell Emulgierprozessen in der Lebensmittelindustrie eine zentrale Rolle. Der Umfang der Feinstzerkleinerung und Emulgierung hängen dabei wesentlich von der Werkzeugausformung und der Werkzeugsatzkonfiguration ab.

    Ergebnisse

    Für Kutter wurden neue Werkzeuge mit einer multifunktionalen Wirkung entwickelt, welche sich durch eine neue Schneidenausformung und Oberflächengestaltung der Messerseitenflächen auszeichnen.

    Durch die Verwendung von Schlagkanten mit zusätzlicher Schneidfunktion ist eine Erhöhung der Verarbeitungsleistung bzw. Produktivität möglich. Bei Berücksichtigung der Wirkleistung der Werkzeugantriebe ist eine Energiereduzierung um bis zu 30% erzielbar und bei optimierter Prozessführung kann zudem die Bearbeitungszeit um bis zu 50% reduziert werden. Da die neue Messerform eine schnellere Feinstzerkleinerung und Emulgierung bei gleichzeitig stärkerer Bräterwärmung ermöglicht, kann die Kutterendtemperatur bei vergleichbarer Produktqualität von 12°C auf ca. 10°C abgesenkt werden.

    Ein Austausch von bspw. 6 Standardmessern (verteilt auf 3 Ebenen) gegen 4 Multifunktionswerkzeuge (4 mit Schlagkanten besetzte Messer auf 2 Ebenen) ist möglich, so dass Investitions- und Instanthaltungskosten reduziert werden können.

    Ein Funktionsnachweis für erste Werkzeugmuster konnte für eine kontinuierliche metallabriebfreie Verarbeitung in einem Durchlaufkutter erbracht werden.

    Zwei Patente sind in der Anmeldung.

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Dr. Janet Krickmeier

  • Rezepturentwicklung
    Bild: Rezepturentwicklung


    Lebensmittel im Trend der Zeit - Gesunde und haltbare Fleisch- sowie Wurstwaren aus nachhaltig erzeugten Eiweißträgern mit Gewürzen und Kräutern

    Die Reduktion des Salz- und Fettgehaltes sowie der Einsatz eiweißreicher Rohstoffe in Kombination mit funktionellen Effekten von Gewürzen und Heilkräutern erhöhen den Gesundheitswert aber auch die Haltbarkeit von Erzeugnissen.

    Gesundheitspräventive und haltbarkeitsverlängernde Wirkeffekte

    Infolge der Verwendung spezieller Gewürze sind im Salzgehalt reduzierte sowie fettarme Fleisch- und Wurstwaren (z.B. Brüh- und Rohwürste sowie Rohschinken) herstellbar.

    Bei Zugabe der potentiell wirksamen Tagesdosis von Heilkräutern mit wissenschaftlich nachgewiesener präventiver Wirkung (Positiv-Monographie) bei ausgewählten Beschwerdebildern (Magen-Darm-, Herz-Kreislauf- und Bluthochdruck-Erkrankungen sowie Darmkrebs) wird der Gesundheitswert erhöht.

    Durch die Ausnutzung der wissenschaftlich nachgewiesenen antioxidativen Wirkung von Gewürzen ist eine verbesserte Lagerstabilität salzreduzierte Erzeugnisse realisierbar.

    Nachhaltige Rohstoffe

    Der Einsatz alternativer pflanzlicher und tierischer Eiweißträger (z.B. Leguminosen, Schnecken und zellbasiertes Fleisch) oder die stärkere Nutzung pflanzlicher Rohstoffe insgesamt unterstützt die regionale Wertschöpfung und eröffnet Potentiale für mehr Tierwohl und Klimaschutz.

    CFSE – Leistungsangebot

    Wir bieten Rezeptur- und notwendige Verfahrensentwicklungen für insbesondere tierische Lebensmittel auch unter dem Gesichtspunkt einer nachhaltigen Produktion an.

    Wir führen Verzehrsstudien sowie Marktanalysen durch, um das Risiko von Fehlentwicklungen zu vermindern und entwickeln mögliche Marketingstrategien.

    Hierfür stehen modern ausgestattete Innovationslabore zur Verfügung:

    • Technikum für Fleisch und Feinkost
    • Sensoriklabore inkl. ausgebildete Prüfpersonen
    • Lebensmitteltechnologische Labore
    • Texturlabor inkl. prototypischen Techniken zur Simulation von Verarbeitungsprozessen

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Dr. Janet Krickmeier

  • Technologieentwicklung
    Bild: Technologieentwicklung - AG Schnäckel


    Produktionsverfahren im Trend der Zeit

    Hochwertige Fleisch- sowie Wurstwaren durch effizientere Werkzeuge und sensorgesteuerte bzw. neue Verfahren

    Werkzeuge mit Zusatzfunktion zur Zerkleinerung bzw. Emulgierung oder mittels Sensoren gesteuerte Prozesse sowie neue Herstellungsverfahren erhöhen die Effizienz und Sicherheit derFleischbearbeitung sowie Wurstwarenherstellung.

    Multifunktionale und effizientere Werkzeuge sowie Verfahren

    Durch den Einsatz von multifunktionalen Messern (Kombination von Schnitt und Schlag) oder speziellen Messerköpfen (Turbineneffekt) wird der Eiweißaufschluss intensiviert und der diskontinuierliche Kutterprozess wird energieeffizienter. Werkzeug- und Verfahrensadaptionen auf einen kontinuierlichenKutterprozess sind in der Erprobung.

    Entwicklungen zum additiven 3D-Druck (LPBF für HSS) von multifunktionalen Lochscheiben sollen die Qualität und Effizienz der Zerkleinerung im Wolf steigern.

    Sicherere und neue Verfahren

    Der Einsatz einfacher Sensorsysteme erleichtert die Entwicklung von Steuerungsalgorithmen für komplexe Prozessabläufe auf Basis von Big Data (z.B. für die Rohwurstreifung anhand des Gewichtsverlustes) und steigert die Produktqualität sowie Wirtschaftlichkeit.

    Die Herstellung vorgegarter Hackfleischdrehspieße fördert die Teilautomatisierung und steigert so die Produktivität sowieWirtschaftlichkeit. Die mikrobiologische Sicherheit für den Verbraucher erhöht sich außerordentlich.

    CFSE – Leistungsangebot

    Wir bieten anwender- und produktorientierte Werkzeug- und Technologieentwicklungen einschließlich Prototypentests für eine nachhaltige, automatisierbare und effizientere Verarbeitung von insbesondere tierischen Rohstoffen sowie zur Fleisch- und Wurstwarenproduktion an.

    Hierfür stehen modern ausgestattete Innovationslabore zur Verfügung:

    • Technikum für Fleisch und Feinkost
    • Texturlabor inkl. prototypischen Techniken zur Simulation von Verarbeitungsprozessen
    • Lebensmitteltechnologische Labore
    • Sensoriklabore inkl. geschulten Prüfpersonen

     

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel
    Dr. Janet Krickmeier

  • Vernetzung und Kooperation
    Schema. Vernetzung und Kooperation/AG Schnäckel


    Praxis- und zukunftsorientierte Forschung

    Verstetigung einer bedarfsorientierten Forschung und Entwicklung für die regionale Wirtschaft und Gesellschaft mit Hilfe strategischer und struktureller Maßnahmen.


    Teilvorhaben 6 – Food Products and Equipment für die Lebensmittelindustrie 4.0  [Food Services]

    Als strategische Maßnahmen werden fachspezifische Aktivitäten wie der Aufbau von Datenbanken zu technologischen Prozessabläufen und Strukturdaten auf Grundlage von „Big Data“ sowie die Initiierung von Regionalen Innovationsforen (RIF) mit dem Schwerpunkt „Food Science and Engineering” verwirklicht.
    Der Aufbau des Forschungs- und Transferzentrums „CFSE – Center of Food Science and Engineering“ mit dem Kernpunkt „Technical Expertise in Development in Food Industry“ wurde als strukturelle Maßnahme umgesetzt.

          CFSE – Leistungsangebot
    Wir unterstützen die Beantragung, Realisierung und wissenschaftliche Begleitung von F&E-Projekten bzw. Netzwerken.


    Wir führen Verzehrsstudien sowie Marktanalysen durch und leiten daraus Marketingstrategien und Produktfördermaßnahmen ab. Dies vermindert das Risiko für Fehlentwicklungen.


    Wir entwickeln neue funktionelle Lebensmittel mit erhöhtem Gesundheitswert aus nachhaltigen Rohstoffen. Dies eröffnet neue Absatzmärkte, unterstützt aktuelle Trends und erhöht die Produktvielfalt.
    Wir entwickeln flexiblere und effektivere sowie sicherere Werkzeuge, Maschinen und Verfahren. Dies begünstigt rohstoffschonende, nachhaltige sowie automatisierbare Produktionsprozesse und eine hohe Lebensmittelsicherheit.
    Wir bieten unternehmensindividuelle sowie problemspezifische Beratungen und Qualifikationsmöglichkeiten an. Diese steigern das wissenschaftliche Knowhow und die Innovationsfähigkeit. Hierfür stehen modern ausgestattete Innovationslabore zur

    Verfügung:

    •    Technikum für Fleisch und Feinkost
    •    Sensoriklabor inkl. ausgebildeten Prüfpersone
    •    Lebensmitteltechnologische Labore
    •    Texturlabor inkl. prototypischen Techniken zur Simulation von Verarbeitungsprozessen

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Dr. Janet Krickmeier

Messeimpressionen

  • Messeimpressionen anuga food tec 2022 © Hochschule Anhalt/LOEL/Dr. Janet Krickmeier