Hochschule Anhalt mit drei innovativen Themen am Start
Die 33. Brandenburgische Landwirtschaftsausstellung BRALA findet turnusgemäß vom 8.-10. Mai 2026 statt
Der Fachbereich Landwirtshaft, Ökotrophologie und Landschaftsentwicklung ist mit folgenden innovativen Themen in der Brandenburghalle am Stand BH 24 am Start:
© HS Anhalt/LOEL/AG Prof. Scholz
Hintergrund
Eine hohe Grundfutteraufnahme der Milchkühe aus Gras- und Maissilagen ist für die Gesundheit, die Ökonomie und die Nachhaltigkeit des Verfahrens essentiell. Daneben werden eiweißreiche Konservaten von Luzerne oder Klee-Gras-Gemengen eingesetzt, um den Zukauf von Eiweißfuttermitteln zu reduzieren. In den letzten Jahren ist dabei das Interesse auch an Ganzpflanzensilagen aus Körnerleguminosen (Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, etc.) angestiegen. Werden Körnerleguminosen als Silagen genutzt, dann muss eine Ernte mittels Direktschneidwerk (ohne Anwelken) erfolgen. Damit kommt dem optimalen TM-Gehalt zur Ernte eine besondere Bedeutung zu. Hier setzte das Vorhaben an, um weiterführende Aussagen zur Entwicklung des TM-Gehaltes, des Ertrages, des Energie- und Nährstoffgehaltes sowie der Silier-Eignung zu erarbeiten.
Ergebnisse
Im Jahr 2024 wurden Erbsen, Ackerbohnen und Weiße Lupinen ab Juni bis zur Abreife der Pflanzen im zweiwöchentlichen Abstand beprobt und siliert. Im Ergebnis des ersten Jahres zeigte sich, dass der optimale Zeitpunkt der Ernte und Silierung bei einem TM-Gehalt der Ganzpflanzen zwischen 30-50 % liegen sollte. So wurden bei den Weißen Lupinen ein TM-Ertrag von 121 dt TM je ha und ein Eiweißertrag von im Mittel 23,8 dt XP je ha ermittelt. Nach der Silierung über mehr als 100 Tage konnte dabei ein TM-Verlust von unter 5 % nachgewiesen werden. Diese Ergebnisse konnten im Jahr 2025 weitestgehend bestätigt werden.
Weiterführung
In einem Fütterungsversuch bei Milchkühen soll die Eignung der GPS als Grobfuttermittel geprüft werden. Neben möglichen Auswirkungen auf Futteraufnahme und Leistung der Kühe soll der Gehalt an antinutritiven Stoffen in den Silagen und der mögliche Carry-Over in die erzeugten Produkte (Milch und Fleisch) verifiziert werden.
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© HS Anhalt/LOEL/AG Prof. Scholz
Hintergrund
Mutterkühe werden teilweise ganzjährig außen gehalten. Dabei sind sie verschiedenen Witterungseinflüssen ausgesetzt. Durch die normalen Abläufe der Verdauung (vor allem im Pansen) und z. B. durch die Milchbildung wird ausreichend Wärme produziert, was einer Unterkühlung entgegenwirkt. Aber der Verlust an Wärme über die Körperoberfläche ist von verschiedenen Faktoren abhängig, die tierbezogen (z. B. von der Energieversorgung, der Lebendmasse, der Körperkondition, der Ausprägung des Winterfells und vom Verhalten) und Umwelt bezogen sein können (z.B. Regen, Umgebungstemperatur und Windgeschwindigkeit). Für die Bewertung von „Kälte-Stress“ bei der Winteraußenhaltung sollen hier verschiedene Indikatoren abgeleitet und in die Praxis überführt werden.
Ergebnisse
Mit der Umstellung von der Weideperiode auf die Winterfütterung konnte mittels SenseHub (MSD Tiergesundheit, Unterschleißheim) eine Verminderung der Zeit für die Futteraufnahme von etwa 500 Minuten je Tag (Wie-de) auf etwa 200-230 Minuten je Tag (Winterfütterung) bei einer zeitgleichen Steigerung der Zeitdauer für das Wiederkauen ermittelt werden. Neben den Effekten der Fütterung wurde auch der Score des Wechsels des Felles bewertet, die Annahme von Liegematten bei einer ganzjährigen Außenhaltung geprüft und auch verschiedene Maßnahmen im Management der Bestände analysiert. Hier werden jetzt weiterführende Analysen durchgeführt, um die Datenbasis für praktische Ableitungen zu erhöhen.
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Hintergrund
Methan ist ein Treibhausgas, wobei bis zu 11 % des anthropogenen Methans aus der Tierhaltung stammen. Dabei wird der Fleischrinderhaltung weltweit der größte Anteil zugeschrieben (PICKERING et al., 2015). Unter deutschen Bedingungen kann die Reduktion des Methans auf 2 Wegen erfolgen: [1] Abbau der Tierbestände oder [2] Senkung des Methanausstoßes je Tier und Zeiteinheit. Hier setzte das Vorhaben an und zeigt dabei die deutlich geringeren Methan-Ausscheidungen gegenüber den bisher angenommenen Werten bei Fleischrindern.
Ergebnisse
Nach KIRCHGESSNER et al. (1995) können die Ausscheidungen an Methan bei Rindern über die Aufnahme an Rohfaser (XF), NfE, Rohprotein (XP) und die Menge an aufgenommenem Rohfett (XL) ermittelt werden. Werden die Futteraufnahme der Mutterkühe in der Stallperiode mit den Gehalten der Ration für die Abschätzung der Methan-Ausscheidungen verknüpft, zeigt sich, dass es einen kontinuierlichen Anstieg der Methan-Mengen ergeben würde. In den eigenen Untersuchungen zeigte sich dieser Zu-
sammenhang eher nicht.
Während der Weideperiode konnte bei drei Herden eine mittlere Ausscheidung an Methan von 247 g je Mutterkuh und Tag ermittelt werden. Dabei zeigte sich, dass die Mittelwerte der Betriebe von 208 g Methan je Tag bis zu 272 g Methan je Kuh und Tag variierten. Weiterführende Informationen können Sie bei den Autoren anfordern. Sprechen Sie uns gerne an!
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Hintergrund
Nach aktuellem Stand der Technik werden in der Geflügelzucht einfache rein mechanische Fallnester für die Abstammungskontrolle verwendet. Nach dem Eintreten können die Tiere das Fallnest nicht mehr verlassen und müssen manuell wieder herausgelassen werden. Somit sind die Tiere längere Zeit eingesperrt. Die Folgen sind dabei eine geringere Befruchtungsrate, kein Zugang zu Futter und Wasser, ein eingeschränktes Sozial- und Bewegungsverhalten und somit ein maßgeblich gesenktes Tierwohl.
Zielstellung
Ziel des Vorhabens ist es, ein anpassbares und automatisiertes intelligentes Legenest für Wassergeflügel zu entwickeln, das mittels Künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen in Kombination mit moderner Mess- und Regelungstechnik eine präzise Tier-Ei Zuordnung ermöglicht und somit eine vollständige Abstammungskontrolle der Nachkommen gewährleistet.
Aktueller Stand der Arbeiten
Aktuell läuft die erste Legeperiode der Gänse und hier sind neben den ersten Prototypen auch verschiedene andere Untersuchungen erfolgt. So konnte herausgearbeitet werden, dass die Gänse eine maximale Steigung von 44 % problemlos überwinden können, was für die Höhe des Nestes entscheidend war. Zu weiteren Ergebnissen können Sie sich gerne an das Team wenden.
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Hintergrund
Eine hohe Grundfutteraufnahme der Milchkühe aus Gras- und Maissilagen ist für die Gesundheit, die Ökonomie und die Nachhaltigkeit des Verfahrens essentiell. Daneben werden eiweißreiche Konservaten von Luzerne oder Klee-Gras-Gemengen eingesetzt, um den Zukauf von Eiweißfuttermitteln zu reduzieren. In den letzten Jahren ist dabei das Interesse auch an Ganzpflanzensilagen aus Körnerleguminosen
(Erbsen, Ackerbohnen, Lupinen, etc.) angestiegen. Werden Körnerleguminosen als Silagen genutzt, dann muss eine Ernte mittels Direktschneidwerk (ohne Anwelken) erfolgen. Damit kommt dem optimalen TM-Gehalt zur Ernte eine besondere Bedeutung zu. Hier setzte das Vorhaben an, um weiterführende Aussagen zur Entwicklung des TM-Gehaltes, des Ertrages, des Energie- und Nährstoffgehaltes sowie der Silier-
Eignung zu erarbeiten.
Ergebnisse
Im Jahr 2024 wurden Erbsen, Ackerbohnen und Weiße Lupinen ab Juni bis zur Abreife der Pflanzen im zweiwöchentlichen Abstand beprobt und siliert. Im Ergebnis des ersten Jahres zeigte sich, dass der optimale Zeitpunkt der Ernte und Silierung bei einem TM-Gehalt der Ganzpflanzen zwischen 30-50 % liegen sollte. So wurden bei den Weißen Lupinen ein TM-Ertrag von 121 dt TM je ha und ein Eiweißertrag von im Mittel 23,8 dt XP je ha ermittelt. Nach der Silierung über mehr als 100 Tage konnte dabei ein TM-Verlust von unter 5 % nachgewiesen werden.
Weiterführung
Die Analysen der Eignung von Körnerleguminosen als Ganzpflanzensilage werden fortgeführt und zusätzlich soll die Eignung der GPS als Grobfuttermittel für Milch- und auch Mutterkühe geprüft werden. Neben möglichen Auswirkungen auf Futteraufnahme und Leistung der Kühe soll der Gehalt an antinutritiven Stoffen in den Silagen und der mögliche Carry-Over in die erzeugten Produkte (Milch und Fleisch) geprüft werden.
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