Grüne Woche

Die Hochschule auf der Internationalen Grünen Woche 2023 in Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und hat sich bereits zur Traditionsveranstaltung etabliert.

Zum zweiten Mal wird es in der Sachsen-Anhalt-Halle (23b) einen Stand WISSENSCHAFT (Nr.135) geben, an dem sich Aussteller der Hochschule Anhalt, der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Hochschule Merseburg,  der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg sowie dem IPK Gatersleben beteiligen.

Exponate der Hochschule Anhalt

  • Süßwarenlabor
    Vegane Gummiwaren


    Süßwarenlabor - Natürliche, vegane Fruchtgummis

    Der Megatrend Gesundheit, Food-Trends wie „Ethic Food“ und die Vegetarier-Bewe-gung kulminieren zunächst im Veganismus, der nach wie vor die Entwicklung neuer Süßwaren vorantreibt. Auch die Nachfra-ge nach veganen Ersatzprodukten der bei Jung und Alt gleichermaßen beliebten Gummibonbons steigt von Jahr zu Jahr.

    Der Einsatz von Gelatine als Geliermittel oder anderen Zutaten tierischen Ursprungs, wie Milchbestandtei-le oder Bienenwachs, ist bei der Herstellung veganer Gummibonbons nicht gestattet. Alternative Geliermittel pflanzlichen Ursprungs stellen Agar-Agar und Pektin dar, die zu den Verdickungsmitteln zählen. Das Über-zugsmittel ist ein weiterer notwendiger Zusatzstoff für die Bereitung veganer Fruchtgummis. Anstatt Bienen-wachs als eigentlicher Überzug wird Zucker mit Zitro-nensäure verwendet, um Gummibonbons gegen Aus-trocknen und Farb- und Aromaverluste zu schützen. Im Süßwarenlabor der Professur Lebensmitteltechno-logie pflanzlicher Produkte an der Hochschule Anhalt wurde in verschiedenen Versuchsreihen der Einsatz  alternativer Geliermittel im Hinblick auf die sensori-schen Eigenschaften in veganen Gummiwaren getestet.

    Fazit
    Damit Vegetarier und Veganer nicht auf süße Frucht-gummis verzichten müssen, werden mittlerweile auch vegetarische und vegane Varianten hergestellt. Diese werden mit pflanzlichen Geliermitteln erzeugt.  Unsere veganen Fruchtgummis weisen eine interessante  Konsistenz auf. Sie überzeugen dabei durch ihren  außerordentlichen Geschmack und besitzen einen  sauren Kick.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

    Beatrix Parthey

  • Biodiversität

    Förderung der Artenvielfalt in Agrarlandschaften sowie im öffentlichen und privaten Bereich

    Die Förderung der Biodiversität betrifft jeden und so können z. B. Landwirte, Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Betriebe und auch jeder Bürger in seinem Bereich Maßnahmen umsetzen. Vorgestellt werden ökologisch hochwertige und multifunktionale Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt. Schwerpunkt ist die Arbeit mit gebietseigenen Wildpflanzen, von denen besonders viele Tierarten profitieren und mit denen hochwertige und attraktive Blühstreifen, artenreiche Wiesen, Säume, öffentliche Grünflächen, Deichbegrünungen, Gewässerrandstreifen, Erosionsschutzstreifen und vieles mehr angelegt werden können. Die Hochschule Anhalt hat in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Sabine Tischew erfolgreiche Methoden entwickelt und erprobt und arbeitet regional sowie überregional zum Thema.

    Informationen zu den verschiedenen Forschungsthemen sowie Praxishinweise stehen unter www.offenlandinfo.de und www.spenderflaechenkataster.de bereit.

     Kontakt:

    Sandra Mann

  • In vitro - neue Form der Fleischgewinnung
    Imitation Zellhaufen


    Zell-basiertes Fleisch antibiotikafrei und tiergerecht 

    Proteinquellen für die Zukunft zur Ernäh-rungssicherung im Einklang von Umweltverträglichkeit, Tierwohl sowie Ressouceneinsparung von Wasser und Energie

    Eine Möglichkeit könnte die Verarbeitung von in vitro Fleisch (zellbasiertem Fleisch, Fleisch aus dem Labor) sein. Hierzu gibt es global steigendes Interesse und weltweit suchen zahlreiche Start-ups und Forschungsinstitutionen nach geeigneten Lösungen, um in vitro Fleisch in großen Mengen herzustellen.Ein Team des FBN (Forschungsinstitut für Nutztierbio-logie) und der Hochschule Anhalt sowie weitere Partner konnten zu dieser Thematik erfolgreich eine Förderung über das BMBF (Bundesministerium für Bildung und Forschung) zu Fragen der nachhaltigen Gewinnung von Zellfleisch ohne Antibiotika und ohne das Töten von  Tieren einwerben.

    Ziel des Teilprojektes der Hochschule Anhalt unter  Leitung von Prof. Dr. Schnäckel ist es, die techno-funktionellen Eigenschaften der „Zellhaufen“ sowie  primären Gewebestrukturen hinsichtlich ihrer Verarbeit-barkeit zunächst in Mikromethoden zu erforschen und  Empfehlungen für die industrielle Verarbeitung zu  geben. Im zweiten Projektschritt soll mittels 3-D Druck die Herstellung von „naturnahem Fleisch“ ermöglicht werden. Dabei ist ein ganz wesentlicher Aspekt die  Erforschung der biochemischen Veränderungen im  Produkt hinsichtlich ihrer Vergleichbarkeit mit einer  natürlichen Reifung bei „Fleisch wie gewachsen“. Fleisch von Tieren erlangt seine typischen Eigenschaften wie Geschmack, Geruch oder Zartheit erst durch eben diese Reifung. Was passiert diesbezüglich im in vitro Fleisch? Das ist eine Frage, die bisher nicht geklärt ist.

    Förderung
    Projekt:
    IBÖM-07: CELLZERO Meat - Innovative Lö-sungen zur Zell-basierten, Gentechnik- und Antibiotika-freien Erzeugung von hochwerti-gem tierischem Protein

    FKZ: 031B1259D

    Laufzeit: 7/2022 - 6/2024

    Fördermittelgeber: Bundesministreium für Bildung und Forschung

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Sandra Warmuth

  • Technologieentwicklung 4.0


    Rohwurstreifung 4.0
    „Big Data“ basierte Steuerung mittels digital verknüpfter Einzelsensoren und auf Grundlage der Gewichtsabnahme

    Hintergrund

    Die Rohwurstherstellung erfordert ein hohes Maß an Wissen, Erfahrung und Aufmerksamkeit, denn Fehlfab-rikate und mikrobiologische Risiken durch pathogene Mikroorganismen sind eine ständige Gefahr. Bisher ist es schwierig, den gesamten Prozess hinsichtlich äuße-rer Einflussfaktoren vollständig abzubilden, da essenti-elle Prozess- und Produktparameter online nicht erfasst und/oder durch Produktspezifika (Rezeptur, Kaliber) und äußere Faktoren (Wetter) stark beeinflusst werden. Somit ist das Betreiben einer Reifeanlage trotz moderns-ter Technikausstattung und Steuerungstechnologie im-mer noch stark konventionell geprägt (viel Handarbeit, empirisches Wissen zur Steuerung/Regulierung).


    Zielstellung
    Die Gewährleistung einer reproduzierbaren hohen Pro-duktqualität durch eine intelligente Regulierung der äußeren Parameter soll die Grundlagen für einen nach Projektabschluss zu entwickelnden „Selbstlerneffekt“ auf der Basis von KI-Steuerungsalgorithmen schaf-fen. Im Projekt sollen neben einer Energieeinsparung  folgende Ziele erreicht werden:

    • Hard- und Softwareentwicklung (Prozesssteue-rung) zur Rezepturstandardisierung
    • Prozessmodellierung und Anpassung an groß-technische Bedingungen
    • Sicherung einer gleichbleibend hohen Produktqualität und -sicherheit durch eine optimale Trock-nung und Reifung auf der Basis einer Masseverlust-Steuerung
    • Ableitung von Handlungsempfehlungen für die  Prozessautomatisierung als Voraussetzung einer Rohwurstproduktion 4.0

     

    Förderung

    FKZ: KK5170901LU0
    Laufzeit: 4/2021 - 2/2023
    Fördermittelgeber: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

    Ingo Micklisch

  • Leckeres und Erfrischendes aus Mikroalgen

    Auf der IGW werden grüne und blaue Algenköstlichkeiten vorgestellt

    Mikroalgen sind vielseitige und fast überall vorkommende einzellige Lebewesen, deren Artenreichtum ebenso groß ist wie ihr Spektrum an bioaktiven Zellinhaltsstoffen. Diese aufzuklären und nutzbar zu machen, daran arbeitet das Algenkompetenzzentrum an der Hochschule Anhalt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Carola Griehl. Die Verwendungsmöglichkeiten sind dabei ebenso vielseitig wie die Mikroalgen selbst, Algenbiomasse gilt als wahre Schatzkiste für neue Pharmawirkstoffe und Wertstoffe für die Lebensmittel-, Kosmetik- und chemische Industrie.

    Die an der Hochschule Anhalt in Kooperation mit der Köthener Bäckerei Funke entwickelten leckeren Algenkekse wurden mit getrockneter Biomasse der grünen Mikroalge Chlorella vulgaris gebacken. Unter Verwendung der Spirulina-Alge entstanden an der Hochschule Anhalt zudem erfrischende naturblaue Köstlichkeiten, ein Algeneis und ein feinherbes Bier. Als nachhaltige Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen entwickelt das Forscherteam derzeit eine biologisch abbaubare Verpackungsfolie für Lebensmittel auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA), die von Cyanobakterien produziert werden.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Carola Griehl

  • Real Ocean Blue

    Innovationen aus der Brauerei

    Die Getränkeindustrie steht vor neuen Herausforderungen, immer neue Trends beeinflussen den Blick auf unsere Lebensmittel. Einer dieser Trends ist die Forderung nach sogenannten „Free from“-Lebensmitteln, da immer mehr Verbraucher den Einsatz von Zusatzstoffen oder Aromen ablehnen. Die Zugabe eines Naturfarbstoffes zum Lebensmittel erhöht die Wahrnehmung der Natürlichkeit. Blaue Lebensmittel gibt es nicht so häufig und oft sind diese chemisch gefärbt. Entsprechend außergewöhnlich ist der natürliche blaue Farbstoff Phycocyanin, der in der Natur ausschließlich in Algen vorkommt. Aufgrund der gesundheitsprotektiven (immunstimulierend, entzündungshemmend, antikarzinogen) sowie intensiv färbenden Eigenschaften wird dieser kürzlich zugelassene Naturfarbstoff (FDA, 2013) zunehmend zur Blaufärbung von Lebensmitteln eingesetzt. Die Herstellung erfolgt durch wässrige Extraktion des Farbstoffes aus der Alge Spirulina sp., die in Köthen mit der Tannenbaum-Pilotanlage produziert wird. Das gereifte Ergebnis der Köthener Hochschulbrauerei ist Real Ocean Blue, ein alkoholhaltiges Getränk auf Bierbasis, das unter Verwendung der Alge Spirulina blau aus dem Zapfhahn strömt.

    Video "REAL OCEAN BLUE - Blaues Bier"

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

    Prof. Dr. Carola Griehl

  • Neue Geschäftsmodelle
    Export von Lebensmitteln


    Globale Lebensmittelmärkte


    Hintergrund
    Findung von Zielgruppen und Verbrauchertrends in Ziel-ländern, Untersuchung von Konkurrenzprodukten und -unternehmen ermöglichen es, gemeinsam mit Unternehmen Szenarien für Vermarktungs- und Distributionswege zu entwickeln.

    Spezifische Marktanalyse
    Teams in Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten und deren Industrienetzwerk in den Zielländern untersucht. Bei der DESTEP-Analyse erfolgt eine differenzierte  Betrachtung unterschiedlicher Komponenten, die für den Erfolg des Exportgeschäfts von Bedeutung sind. Hierunter werden demografische, ökonomische, sozio-kulturel-le, technologische, ökologische und politisch-rechtliche  Aspekte der Geschäftsumwelt des Ziellandes aufgeführt. Die Akzeptanz des Produktes wird mit Hilfe mehrerer Verbraucherverkostungen getestet, wobei Studierende der Zielländer einbezogen werden. Die Strategien für die Einführung eines Produktes werden im Rahmen der Port- folioanalyse hinsichtlich Chancen und Risiken bewertet.

    Exportorganisation
    Aufbauend auf der Land- und Marktanalyse erfolgt die Ex-portorganisation mit möglichen Markteintrittsstrategien, Transport- und Zollabwicklung sowie der Preiskalkulation und Währungswahl. Die Analyse betriebswirtschaftlicher Kennzahlen einschließlich Investitionsberechnungen und Cash-Flow Szenarien ermöglichen ein Finanzierungskon-zept für einen erfolgreichen Export.
    Unser Leistungsangebot
    Wir bieten Feasibility Studies einschließlich Chancen- und Risikoabschätzung, auf das Produkt zugeschnittene Marktanalysen, betriebswirt-schaftliche Betrachtungen einschließlich Investitionsberechnungen und Cash-Flow Konzepten an. Um Besonderheiten von Zielgruppen fest-stellen zu können, führen wir spezifische Verbraucherverkostungen durch. Wir unterstützen bei der Organisation von Exportgeschäften einschließlich Transport- und Zoll-abwicklung, Währungswahl und Partnersuche.

    Wichtigste Partnerländer

    • Volksrepublik China
    • Niederlande
    • Tschechische Republik
    • Ukraine
    • USA

    Kontakt:

    Prof. Dr. Elena Kashtanova

Die Präsentation der Exponate wird gefördert durch:

 

Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt


FKZ: 161 MT