Grüne Woche

Die Hochschule auf der Internationalen Grünen Woche2020 in Berlin

Die Internationale Grüne Woche Berlin (IGW) ist die weltgrößte Messe für Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau und hat sich bereits zur Traditionsveranstaltung etabliert.

Zum zweiten Mal wird es in der Sachsen-Anhalt-Halle (23b) einen Stand WISSENSCHAFT (Nr.135) geben, an dem sich Aussteller der Hochschule Anhalt, der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Hochschule Merseburg,  der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg sowie dem IPK Gatersleben beteiligen.

Exponate der Hochschule Anhalt

  • Biodiversität

    Förderung der Artenvielfalt in Agrarlandschaften sowie im öffentlichen und privaten Bereich

    Die Förderung der Biodiversität betrifft jeden und so können z. B. Landwirte, Kommunen, öffentliche Einrichtungen, Betriebe und auch jeder Bürger in seinem Bereich Maßnahmen umsetzen. Vorgestellt werden ökologisch hochwertige und multifunktionale Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt. Schwerpunkt ist die Arbeit mit gebietseigenen Wildpflanzen, von denen besonders viele Tierarten profitieren und mit denen hochwertige und attraktive Blühstreifen, artenreiche Wiesen, Säume, öffentliche Grünflächen, Deichbegrünungen, Gewässerrandstreifen, Erosionsschutzstreifen und vieles mehr angelegt werden können. Die Hochschule Anhalt hat in der Arbeitsgruppe von Frau Prof. Dr. Sabine Tischew erfolgreiche Methoden entwickelt und erprobt und arbeitet regional sowie überregional zum Thema.

    Informationen zu den verschiedenen Forschungsthemen sowie Praxishinweise stehen unter www.offenlandinfo.de und www.spenderflaechenkataster.de bereit.

     Kontakt:

    Sandra Mann

  • Funktionelle Lebensmittel

    Gesündere Fleisch- und Wurstwaren

    Die neuartigen Fleisch- und Wurstwaren mit funktioneller Wirkung und höherer ernährungsphysiologischer Wertigkeit unterstützen eine ausgewogene gesunde Ernährung und bewirken präventive Effekte gegen Magen-Darm- sowie Herz-Kreislauf- oder Bluthochdruck-Beschwerden. Dazu wurden folgende Entwicklungsansätze kombiniert: 

    (1) Spezielle Kräuter mit einer wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitsfördernden Wirkung bei bestimmten Erkrankungen, einer sogenannten „Positiv-Monographie“, wurden in Höhe der wirksamen Tagesdosis anstelle herkömmlicher Gewürze eingesetzt. 

    (2) Der Salz- bzw. Natrium- oder Fettgehalt wurden reduziert bzw. tierische Fette gegen pflanzliche Öle ausgetauscht und es wurden eiweißreicheres Geflügel- bzw. Rindfleisch anstatt Schweinefleisch verarbeitet. Die antioxidativ bzw. antibakteriell wirkenden Kräuterinhaltsstoffe erhöhen auch die Haltbarkeit, so dass weniger Konservierungsstoffe nötig sind.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Wolfram Schnäckel

  • Gewinnung eines Präbiotikums aus Molkenpermeat

    Untersuchung und Optimierung zweier Strategien zur Herstellung mit anschließender Produktaufreinigung

    Präbiotika sind unverdauliche Lebensmittelbestandteile. Als „Futter“ für gesundheitsfördernde Darmbakterien tragen sie zu einer gesunden Darmflora bei. Die Forschungsgruppe Lebensmittelverfahrenstechnik/ Prozesstechnik der Hochschule Anhalt (Standort Köthen) beschäftigt sich im Rahmen eines vom Bundesministerium für Bildung/Forschung (BMBF) geförderten Projektes mit der Produktion des Präbiotikums Galactooligosaccharide (GOS). Industriell werden GOS durch enzymatische Fermentation von Lactose gewonnen. Nun sollen zwei Strategien wissenschaftlich untersucht und optimiert werden. Neu dabei sind die Nutzung des preisgünstigen Rohstoffs Molkenpermeat, ein Abfallprodukt der Milchindustrie, und die folgende Aufreinigung des gewonnenen GOS-Sirups. Denn bisher sind nur GOS-Produkte verfügbar, welche noch andere Zucker wie Lactose enthalten. Aufgereinigte GOS zeigen keine Unverträglichkeiten, sind nicht kariogen, haben weniger Kalorien als Haushaltszucker und können somit als Süßungsmittel mit zusätzlicher präbiotischer Wirkung in Nahrungsmitteln eingesetzt werden.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Christof Hamel

  • Präbiotischer Molke-Drink

    mit Galactooligosacchariden und Mikroalgen

    In Deutschland zählen Herz- und Kreislauferkrankungen, gefolgt von Krebs und durch Übergewicht begünstigte Diabetes zu den häufigsten Todesursachen. Die altersbedingt schwächere Immunabwehr korreliert mit der natürlichen Veränderung der Darmflora. Dabei ist eine gesunde Darmflora Voraussetzung für ein starkes Immunsystem. 

    Projektziel ist die Entwicklung eines auf die besonderen gesundheitsfördernden Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmten funktionellen milchbasierten Drinks mit präventiver Wirkung gegen altersbedingte Minder- oder Fehlfunktionen des Stoffwechsels und des Immunsystems. Dazu werden erstmals Galactooligosaccharide (GOS) und Mikroalgen als Inhaltsstoffe in einem Lebensmittel kombiniert.

    Mikroalgen zeichnen sich durch einen hohen Protein- und Fettgehalt sowie beachtliche Konzentrationen an Vitaminen und für die menschliche Ernährung unentbehrlichen sekundären Inhaltsstoffen aus. GOS haben durch die gezielte Stimulation des Wachstums erwünschter Darmbakterien eine ausgeprägte präbiotische Wirkung und tragen somit zur Stärkung des Immunsystems bei.

    Kontakt:

     Prof. Dr. Thomas Kleinschmidt

  • Leckeres und Erfrischendes aus Mikroalgen

    Auf der IGW werden grüne und blaue Algenköstlichkeiten vorgestellt

    Mikroalgen sind vielseitige und fast überall vorkommende einzellige Lebewesen, deren Artenreichtum ebenso groß ist wie ihr Spektrum an bioaktiven Zellinhaltsstoffen. Diese aufzuklären und nutzbar zu machen, daran arbeitet das Algenkompetenzzentrum an der Hochschule Anhalt unter Leitung von Frau Prof. Dr. Carola Griehl. Die Verwendungsmöglichkeiten sind dabei ebenso vielseitig wie die Mikroalgen selbst, Algenbiomasse gilt als wahre Schatzkiste für neue Pharmawirkstoffe und Wertstoffe für die Lebensmittel-, Kosmetik- und chemische Industrie.

    Die an der Hochschule Anhalt in Kooperation mit der Köthener Bäckerei Funke entwickelten leckeren Algenkekse wurden mit getrockneter Biomasse der grünen Mikroalge Chlorella vulgaris gebacken. Unter Verwendung der Spirulina-Alge entstanden an der Hochschule Anhalt zudem erfrischende naturblaue Köstlichkeiten, ein Algeneis und ein feinherbes Bier. Als nachhaltige Alternative zu erdölbasierten Kunststoffen entwickelt das Forscherteam derzeit eine biologisch abbaubare Verpackungsfolie für Lebensmittel auf Basis von Polyhydroxyalkanoaten (PHA), die von Cyanobakterien produziert werden.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Carola Griehl

  • Real Ocean Blue

    Innovationen aus der Brauerei

    Die Getränkeindustrie steht vor neuen Herausforderungen, immer neue Trends beeinflussen den Blick auf unsere Lebensmittel. Einer dieser Trends ist die Forderung nach sogenannten „Free from“-Lebensmitteln, da immer mehr Verbraucher den Einsatz von Zusatzstoffen oder Aromen ablehnen. Die Zugabe eines Naturfarbstoffes zum Lebensmittel erhöht die Wahrnehmung der Natürlichkeit. Blaue Lebensmittel gibt es nicht so häufig und oft sind diese chemisch gefärbt. Entsprechend außergewöhnlich ist der natürliche blaue Farbstoff Phycocyanin, der in der Natur ausschließlich in Algen vorkommt. Aufgrund der gesundheitsprotektiven (immunstimulierend, entzündungshemmend, antikarzinogen) sowie intensiv färbenden Eigenschaften wird dieser kürzlich zugelassene Naturfarbstoff (FDA, 2013) zunehmend zur Blaufärbung von Lebensmitteln eingesetzt. Die Herstellung erfolgt durch wässrige Extraktion des Farbstoffes aus der Alge Spirulina sp., die in Köthen mit der Tannenbaum-Pilotanlage produziert wird. Das gereifte Ergebnis der Köthener Hochschulbrauerei ist Real Ocean Blue, ein alkoholhaltiges Getränk auf Bierbasis, das unter Verwendung der Alge Spirulina blau aus dem Zapfhahn strömt.

    Video "REAL OCEAN BLUE - Blaues Bier"

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

    Prof. Dr. Carola Griehl

  • Smokey Malt BBQ-Sauce

    Die Grillsauce aus der Brauerei

    Aus Daten des statistischen Bundesamts ist in den letzten Jahren ein Trend zu mehr Grillsaucenkonsum erkennbar. Dies zeigt sich auch am Umsatz mit Grill- und Würzsaucen im Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland, der allein in der Zeit von 2010 bis 2015 um 50 Prozent gestiegen ist und nun bei über 300 Mio EUR liegt. Als Geschmacksrichtung ist gerade bei Männern die Barbecue-Sauce beliebt. Hinzu kommt ein Trend zu leichtem Raucharoma.

    Durch den Einsatz eines Rauchmalzextrakts, welcher an der Hochschule Anhalt entwickelt und produziert wurde, konnte das Raucharoma, der Zucker sowie die modifizierte Stärke ersetzt werden. Damit war eine innovative Grillsauce geboren, bei der die Angaben „No added sugar“ und „No Flavour“ möglich wurden. Sogar der Claim „No additives“ konnte werblich genutzt werden, da der Rauchmalzextrakt auch den häufig in Grillsaucen eingesetzten Farbstoff Ammoniak-Zuckerkulör überflüssig macht. Nicht nur im Food-Bereich „Savory Specialties“ sind Malzextrakte als natürlicher Aromageber einsetzbar. Daher befasst sich die Professur Lebensmitteltechnologie pflanzlicher Produkte mit der Erforschung und Herstellung funktioneller Malzextrakte.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

  • Honig

    Untersuchungen zur Chremigkeit von Honig

    Honig besteht je nach den von den Bienen besuchten Pflanzen größtenteils aus Glucose und Fructose. Glucosereiche Honige (z.B. Rapshonig) neigen innerhalb weniger Wochen nach der Schleuderung zur Kristallisation. Je nach Behandlung des Honigs während der Kristallisation entsteht grobkörniger, sandig-feinkristalliner bis cremig-samtiger Honig. Vom Verbraucher und von den Qualitätsschemen zur Honigprämierung wird der cremig-samtige Honig bevorzugt. Um Honigbehandlungsverfahren zu optimieren, muss die Cremigkeit quantitativ erfasst werden. Dies geschieht durch

    • Bestimmung des Weißgrads mit CIE-LAB
    • Mikroskopische Bestimmung der Kristallgröße nach horizontaler Zentrifugation zur Vereinzelung der Kristalle
    • Bestimmung der Festigkeit und der Klebrigkeit mit Texture Analyzer
    • Humansensorische Bewertung des Mundgefühls.

     

    Mit diesem methodischen Instrumentarium wird der Einfluss verschiedener Parameter des Honigrührverfahrens (Behandlung vor dem Rühren, Temperatur während des Rührens, Impfung, Rührgerät, Rührdauer, Lagertemperatur nach dem Rühren) auf die Cremigkeit des Honigs untersucht.

    Kontakt:

    Prof. Dr. M. Dasbach

  • Algenbrot

    Zusammen mit der Bäckerei Möhring aus Barleben wurden zwei Produktrezepturen für Backwaren mit der Alge Chlorella Spirulina entwickelt.

    Charakteristisch für das Sauerteigbrot sind das ausgeprägte Aroma und die grobporige Krume. Durch die handwerkliche Herstellung weist jedes Brot eine individuelle krosse Kruste auf. Die geschmacksgebenden Zutaten sind getrocknete Tomaten und Leinsamen. Dieses Brot kann vielseitig verwendet werden. Es ist sowohl belegt, überbacken, als auch pur ein Geschmackserlebnis.

    Außerdem wurde eine Baguette-Rezeptur mit der blaufärbenden Alge entwickelt. Auch dieses Produkt zeichnet sich durch sein handgearbeitetes, einmaliges Äußeres aus. Das Baguette weist eine gebäcktypische Krumenstruktur auf. Der Geschmack dieses Produktes ist durch die enthaltenen Datteln, gerösteten Mandeln und das Gewürz Ras el Hanout geprägt. Das Baguette wird bevorzugt zum Frühstück, nachmittags zum Kaffeetrinken als Kuchenalternative oder zum Grillen gereicht.

    Kontakt:

    Robert Thomale

  • Export von deutschen Lebensmitteln

    Marktstudien und Gestaltung des Exportes durch internationale Teams

    Wachsende globale Lebensmittelmärkte bieten große Chancen für qualitative deutsche Lebensmittel, die für mittelständische Unternehmen mit höherem Aufwand und Risiken verbunden sind. Findung von Zielgruppen und Verbrauchertrends in Zielländern, Untersuchung von Konkurrenzprodukten und -unternehmen ermöglichen es, gemeinsam mit Unternehmen aus der deutschen Lebensmittelbranche Szenarien für Vermarktungs- und Distributionswege zu entwickeln und diese Prozesse erfolgreich zu begleiten. Zielmärkte werden durch internationale Teams in Zusammenarbeit mit Partneruniversitäten der Hochschule Anhalt und deren Industrienetzwerk in den Zielländern untersucht. Dabei wird die Akzeptanz der Produkte mit Hilfe mehrerer Verbraucherverkostungen getestet, wobei Studierende aus den Zielländern einbezogen werden.

    Aufbauend auf die Land- und Marktanalyse erfolgt die Exportorganisation mit möglichen Markteintrittsstrategien, Transport- und Zollabwicklung sowie Währungswahl und Partnersuche. Die Analyse betriebswirtschaftlicher Kennzahlen ermöglichen ein Finanzierungskonzept für einen erfolgreichen Export.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Elena Kashtanova

  • Ernährungskommunikation

    Individuelle Kommunikation

    Professionelle Strategien für alle Bereiche der Ernährungskommunikation

    Gerade im Ernährungsbereich sind die Anforderungen an geeignete Kommunikationsstrategien sehr unterschiedlich: Produkte sollen beworben, Gesundheitsstrategien oder Hygiene regeln etabliert, eine langfristige Verhaltensänderung erreicht werden. Dabei wird die tägliche Ernährungsentscheidung immer individueller, wobei Motive der Sättigung und körperlichen Grundversorgung gegenüber denen einer persönlichen Identitätsstiftung und sozialer Integration immer mehr in den Hintergrund geraten.

    Wir bieten neben Präsenz- bzw. berufsbegleitenden Studien gängen, die die beschriebenen Aspekte der Kommunikation integrieren, ein direkt auf die Ernährungspsychologie ausgerichtetes Modulstudium sowie zielgruppenspezifische Fortbildungsveranstaltungen an.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Katja Kröller

  • Augmented Reality

    Auf Basis einer bestehenden Planung wird ein virtueller Rundgang gestaltet, der aus 360° 3DPanoramen besteht. 

    Dabei handelt es sich um stereoskopische Bilder, die mit einer speziellen Brille einem sogenannten „Head Mounted Display“ betrachtet werden und so einen unerreichten 3DRaumeindruck vermitteln. Das ultimative Eintauchen in die Planung. Lassen Sie sich überraschen, welche neuen Möglichkeiten in dieser innovativen Technik stecken.

    Kontakt:

    Prof. Einar Kretzler

  • Insekten

    Die Ernährung der Zukunft?

    In den letzten Jahren ist das Interesse an Insekten als Nahrungsmittel immer weiter gestiegen. Gründe in den Industrieländern sind die intensive Beschäftigung mit Umweltschutz und Tierwohl. In vielen weiteren Ländern der Welt ist die wachsenden Bevölkerung ein Grund, Insekten als Nahrungsquelle zu nutzen. Neben z.B. Mehlwürmern und Buffalowürmern werden auch die in diesem Projekt untersuchten Heuschrecken (Locusta migratoria) verwendet, um nur einige Arten zu nennen. Ein wichtiger Aspekt hierbei ist die Sicherheit des Lebensmittels Insekt, da diese in unzubereitetem Zustand auch pathogene Bakterien enthalten können.

    Die im Projekt eingesetzte MALDI-TOF-MS Methode trägt zur Qualitätssicherung bei der Verwendung von Insekten als Lebensmittel bei. Mit dieser schnellen und eleganten Methode können einerseits Insekten einwandfrei bestimmt werden, andererseits können auch Untersuchungen zur mikrobiellen Belastung durchgeführt werden.

    Im Projekt werden Locusta migratoria untersucht aus einer Zucht in Sachsen-Anhalt.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Christiana Cordes

  • Hochschule Anhalt

    Wissenschaftliche Weiterbildung

    Ein Tag, ein Wochenende oder ein ganzes Studium...? Berufsbegleitend Studieren an der Hochschule Anhalt mit sieben Bachelorstudiengängen und neun Angeboten für einen Masterabschluss, dazu drei Zertifikatsangebote für Weiterbildung in Spezialisierungsfeldern oder zum ergänzenden Lernen – individuell und passend, u. a.:

    Berufsbegleitende Bachelor und Master:

     

    Berufsbegleitende Zertikate:

     

    Kontakt:

    Dr. Katrin Kaftan

  • FORZA

    Forschungs- und Technologietransfer für das Leben im digitalen Zeitalter

    Das FORZA-Projekt bringt regionale klein- und mittelständische Unternehmen mit der Wissenschaft zusammen – es stärkt die Unternehmen durch kooperative Forschung und Entwicklung mit Hilfe strategischer und struktureller Maßnahmen. Nehmen Sie Kontakt zu unserem interdisziplinären Transfermanagement-Team auf und lassen Sie sich bei Kooperationen mit der Hochschule Anhalt unterstützen:

    • Vernetzung: durch das Team und Innovationsbündnis Anhalt e. V.
    • Projektideen: zukunftsfähige Ideen generieren durch Regionale Innovationsforen
    • Antragsstellung: gemeinsam Innovationen entwickeln und in die Region bringen


    Jetzt NEU: Große Datenmengen und Echtzeit-Auswertungen können im Anhalt Center for Data Science (ACDS) verarbeitet werden. Erfahrene und engagierte Wissenschaftler erarbeiten gemeinsam mit Unternehmen Lösungen im IT-Bereich.

    Kontakt:

    Jan-Henryk Richter-Listewnik

  • Naturstoffe für die Bioökonomie

    Pflanzenshutz und -düngung auf Basis von Rhabarberwurzeln und Trichoderma-Pilzen

    Kontakt: Dr. Kathrin Kabrodt

  • Gemüse-Konfitüre

    Kontakt:

    Robert Thomale

  • Bach-Bier

    Johann Sebastian Bach und Bier? Da besteht kein Zusammenhang, so würde man vielleicht vorschnell sagen. Es gibt eine Kaffeekantate von ihm, aber eben kein Werk, in dem es um das Bier geht. Doch schaut man sich allein die Gemälde an, die von ihm erhalten sind, spürt man: Der Mann war kein spröder Kostverächter. Als Vertreter des Barockzeitalters hatte er es fast im Blut, sein Leben auch üppig zu führen. Bach – Lebensfreude – Essen und Trinken, das gehört einfach zusammen. Aus dem Jahr 1716 ist ein Bewirtungsbeleg von ihm erhalten, der zeigt, wie gern er wohl gegessen hat und wie viel er auch an Alkohol vertragen konnte. Es lässt vermuten: Bestenfalls war Bach als Konsument an Bier interessiert, aber nicht als Musiker, der es zum Thema machte. Aber das Getränk und die Musik von Bach haben Parallelen.

    Seine Kompositionen sind komplex und durchdacht, kommen nicht aus einer Gefühlsduselei und Innerlichkeit heraus, sondern basieren auf Wissen und handfestem jahrelang erlernten Können. Die Schönheit Bachscher Musik besteht eben nicht nur in den Melodien, sondern entsteht auch durch Struktur, Proportion, Physik, Zahlenverhältnissen und dem souveränen Umgang damit. Bach konstruiert förmlich seine Werke, wie die in Köthen entstandene Chaconne in d-moll für Violine solo (BWV 1004). Die Barockzeit hatte eine Vorliebe für Zahlenverhältnisse und Ratespielchen. Solche Zahlenspiele kann man bei Bach auch mit der Zahl 3 entdecken, die naheliegend für seinen religiösen Hintergrund als Sinnbild für die Dreifaltigkeit steht, wie man es eindrucksvoll in Präludium und Fuge in Es-Dur BWV 552 entdecken kann. Hier führt Bach zunächst drei separate Themen symbolisch für Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist in einzelnen Fugen durch, um sie nach und nach kunstvoll miteinander zu verschmelzen.

    Bach und Bier – es gibt Parallelen. Ein Bier, das Bach im Namen trägt, muss auch für das stehen, was seine Musik ausmacht: Wissen, Können, Struktur, Physik und ein Gespür für das rechte Maß. Diesem Anspruch folgend wurde an der Forschungs- und Lehrbrauerei der Hochschule Anhalt in Köthen von Herrn Prof. Dr. Jean Titze und dem Masterstudenten, Herrn Johannes Jeske, anlässlich der Bachfesttage ein Bier entwickelt, was diesem Dreiklang folgt. Aus drei Rohstoffen, Köthener Wasser, historischen Landhopfen und einer Gerstensorte aus dem 18. Jahrhundert, wurde mit einem Drei-Maisch-Verfahren, dreier Nachgüsse sowie dreier Hopfengaben ein Bier – musikalisch von Bach inspiriert – handwerklich „komponiert“.

    Kontakt:

    Prof. Dr. Jean Titze

Die Präsentation der Exponate wird gefördert durch:

Europäischer Fond für regionale Entwicklung
FKZ: ZS | 2017 | 01 | 83722

Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt
FKZ: 3MT