Auf dem Tisch liegen Würfel und Platten aus einem ungewöhnlichen Material. Einige riechen nach feuchtem Wald, andere nach frischen Champignons. Wer genau hinsieht, erkennt ein feines weißes Geflecht, das die Proben durchzieht: Pilzmyzel, das Wurzelgeflecht von Pilzen. Für die Industrie ist es schon jetzt eine interessante Alternative zu herkömmlichen Werkstoffen. Für seine Etablierung braucht es noch mehr Forschung.
Am 19. Juni 2026 konnten Besucher:innen im Kaufhaus Zeeck die Welt des Pilzmyzels erleben: riechen, anfassen, fragen. Eingeladen hatte die Freitagsgruppe „Abfall + Ressource" der Stiftung Bauhaus Dessau zum Vortrag „Innovative Myzelmaterialien aus Nebenströmen". Dr. Marc Rüger von der Hochschule Anhalt in Köthen stellte dort das Forschungsprojekt InMyco vor, kurz für „Innovative Mycolab / Mycothek". Unterstützt wurde er dabei von Abhilash Konda.