Photovoltaik-Module werfen Schatten und verursachen unterschiedliche Feuchtebedingungen und können dadurch den Pflanzenwuchs beeinflussen. Wie stark diese Effekte ausfallen, hängt von Kulturpflanze, PV-Modul- und Anlagengeometrie, Standort sowie Jahreswitterung ab. Erste Ergebnisse aus dem Projekt zeigen, dass die Ertragseinbußen durch die parallel erzeugte Strommenge wirtschaftlich mehr als ausgeglichen werden können.
„Bei den bisher untersuchten drei Kulturen gab es in den direkten Schattenbereichen Ertragsminderungen zwischen 5 und 15 Prozent“, sagt Sebastian Dittmann. Bezogen auf die Gesamtfläche und vor allem unter Beachtung der durch die Aufständerung der PV-Module nicht für den Ackerbau nutzbaren Fläche reduziert sich das wirtschaftliche Ergebnis aus der landwirtschaftlichen Nutzung um 200 bis 300 Euro je Hektar. Aktuelle Studien zeigen aber, dass mit solchen Anlagen Ergebnisse von bis zu 4800 Euro je Hektar aus der Stromproduktion erzielt werden. „Landwirte können mittels des erzeugten Stroms, bis zu 230 MWh/ha, eine kontinuierliche Einnahme erzielen und werden damit resilienter bei zunehmender Klimaerwärmung“, so Sebastian Dittmann weiter.
Die landwirtschaftliche Produktion bleibt dabei der Ausgangspunkt. Wirtschaftlichkeit und Ökosystemleistungen sollen sich gegenseitig stützen, das ist der Anspruch des Projekts.