Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie

Mikroalgen-Fachtagung am 14. Mai 2019 an der Hochschule Anhalt in Köthen war ein Erfolg

Am 14. Mai 2019 öffnete die Hochschule Anhalt, Professur für Biochemie, im Rahmen der Fachtagung

„Sachsen-Anhalt – Zentrum der Algenbiotechnologie in der Metropolregion“

ihre Pforten für Vertreter und Interessierte der Algenindustrie in Deutschland. In zahlreichen Fachvorträgen namhafter Vertreter aus Wissenschaft und Industrie wurden aktuelle Entwicklungen im Bereich der Algenbiotechnologie präsentiert und diskutiert. Als Veranstalter und Tagungsort präsentierte sich die Arbeitsgruppe Algenbiotechnologie der Hochschule unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Carola Griehl und gab ebenso Einblicke in die aktuelle Laborforschung sowie in unser in der Region einzigartiges Biosolarzentrum mit seinen innovativen Produktionsreaktoren.

 

Algenbiotechnologie in Köthen

Imagefilm über die Algenforschung der Forschungsgruppe Biochemie- und Algenbiotechnologie. Produziert durch das DokuTeam des Fachbereichs Design Dessau, HS Anhalt 2018

Über das Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie

Die Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Carola Griehl beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der biotechnologischen Gewinnung von Wert- und Wirkstoffen (Carotinoide, Sulfolipide, Fettsäuren, Proteine, Aminosäuren, Pharmawirkstoffe) aus Algen sowie der Vergärung von komplexen Biomassesubstraten (biogene Abfallstoffe, nachwachsende Rohstoffe).

In interdisziplinärer F&E-Kooperation mit Industriepartnern sowie universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes wird an biotechnologischen Konzepten zur Kultivierung von Mikroalgen und deren stofflicher und energetischer Verwertung geforscht. Dabei existiert ein hohes Maß an Erfahrungen in der Kultivierung und Stoffwechselphysiologie von Mikroalgen, der Produktgewinnung aus der Algenbiomasse sowie der Anwendung bioanalytischer Methoden zur qualitativen und quantitativen Erfassung von Algenmetaboliten

Forschungsarbeiten und Auszeichnungen

Für die Forschungsarbeiten wurde eine Sammlung von Mikroalgenkulturen aus Süßwasser und terrestrischen Lebensräumen aufgebaut, die kontinuierlich mit neuen Stämmen erweitert wird.

Mit dem Ziel, eine marktfähige industrielle Algenbiotechnologie in Mitteldeutschland aufzubauen und hierbei akademische und industrielle Forschung zu vernetzen, wurde in Kooperation mit der GICON GmbH im Jahr 2011 das Biosolarzentrum gegründet. Durch den Aufbau und die Inbetriebnahme einer modularen Mikroalgen-Pilotanlage ist es möglich, die im Labor erhaltenen Ergebnisse bis zur industriellen Applikation zu führen.

Die Forschungsarbeiten wurden 2013 mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet:

  • Wirkstoffe aus Algen zur Prävention gegen Alzheimer-Demenz (Kategorie: Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung), gemeinsam mit dem Fraunhofer-IZI und Leibniz-Institut Halle

  • Tannenbaum-Reaktor - ein innovatives System zur Mikroalgenkultivierung (Kategorie: Innovativste Allianz), gemeinsam mit der GICON GmbH

Positionspapier der DECHEMA-Fachgruppe „Algenbiotechnologie“ zum Thema: "Mikroalgen-Biotechnologie - Gegenwärtiger Stand, Herausforderungen, Ziele", 2016

http://dechema.de/dechema_media/PP_Algenbio_2016_ezl-p-20001550.pdf

 

Material zu den Preisträgern des Hugo-Junkers-Preis 2013, Artikel über "Wirkstoffe aus Algen zur Prävention gegen Alzheimer-Demenz", S. 7


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