Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie

Neuigkeiten / Aktuelles

Eröffnung des "Zentrum Naturstoff-basierte Therapeutika" (ZNT) sowie 1. Mitteldeutscher Algenstammtisch am 02.04.2020 in Köthen

Leider muss der geplante Termin am 02.04.2020 aufgrund der Ausbreitung des „Corana-Virus“ und der damit verbundenen Schutzmaßnahmen verschoben werden.

Bereits angemeldete Personen werden automatisch über einen neuen Termin informiert, zu diesem Zweck bleiben die Anmeldedaten bis zur Bekanntgabe des neuen Termins gespeichert.

--- Ursprüngliche Veranstaltungsankündigung: ---

Gegenwärtig wird in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IZI (Institut für Zelltherapie und Immunologie, Halle) das Zentrum Naturstoff-basierte Therapeutika (ZNT) aufgebaut. Im ZNT an der Hochschule Anhalt sollen künftig Wirkstoffe/wirkstoffangereicherte Produkte aus Algen für den Pharma-, Kosmetik- und Lebensmittelbereich identifiziert und hergestellt werden.

Im Anschluss daran wird der Mitteldeutsche Algenstammtisch erstmalig stattfinden. Der Stammtisch stellt eine neue Kommunikationsplattform für Vertreter aus Industrie und Forschung dar, die an der Verwertung von Algen und deren Inhaltstoffen interessiert sind. Es sollen neben kurzen Übersichtsvorträgen in lockerer Atmosphäre innovative Verwertungsmöglichkeiten von Algen und neue Forschungsbedarfe gemeinsam diskutiert werden.

Den Programmflyer können Sie hier downloaden.

Zur Anmeldung folgen Sie bitte diesem Link.

Algenbiotechnologie in Köthen

Imagefilm über die Algenforschung der Forschungsgruppe Biochemie- und Algenbiotechnologie. Produziert durch das DokuTeam des Fachbereichs Design Dessau, HS Anhalt 2018

Über das Kompetenzzentrum Algenbiotechnologie

Die Arbeitsgruppe unter Leitung von Prof. Dr. Carola Griehl beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der biotechnologischen Gewinnung von Wert- und Wirkstoffen (Carotinoide, Sulfolipide, Fettsäuren, Proteine, Aminosäuren, Pharmawirkstoffe) aus Algen sowie der Vergärung von komplexen Biomassesubstraten (biogene Abfallstoffe, nachwachsende Rohstoffe).

In interdisziplinärer F&E-Kooperation mit Industriepartnern sowie universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen des Landes wird an biotechnologischen Konzepten zur Kultivierung von Mikroalgen und deren stofflicher und energetischer Verwertung geforscht. Dabei existiert ein hohes Maß an Erfahrungen in der Kultivierung und Stoffwechselphysiologie von Mikroalgen, der Produktgewinnung aus der Algenbiomasse sowie der Anwendung bioanalytischer Methoden zur qualitativen und quantitativen Erfassung von Algenmetaboliten

Forschungsarbeiten und Auszeichnungen

Für die Forschungsarbeiten wurde eine Sammlung von Mikroalgenkulturen aus Süßwasser und terrestrischen Lebensräumen aufgebaut, die kontinuierlich mit neuen Stämmen erweitert wird.

Mit dem Ziel, eine marktfähige industrielle Algenbiotechnologie in Mitteldeutschland aufzubauen und hierbei akademische und industrielle Forschung zu vernetzen, wurde in Kooperation mit der GICON GmbH im Jahr 2011 das Biosolarzentrum gegründet. Durch den Aufbau und die Inbetriebnahme einer modularen Mikroalgen-Pilotanlage ist es möglich, die im Labor erhaltenen Ergebnisse bis zur industriellen Applikation zu führen.

Die Forschungsarbeiten wurden 2013 mit dem Hugo-Junkers-Preis für Forschung und Innovation aus Sachsen-Anhalt ausgezeichnet:

  • Wirkstoffe aus Algen zur Prävention gegen Alzheimer-Demenz (Kategorie: Innovativste Vorhaben der Grundlagenforschung), gemeinsam mit dem Fraunhofer-IZI und Leibniz-Institut Halle

  • Tannenbaum-Reaktor - ein innovatives System zur Mikroalgenkultivierung (Kategorie: Innovativste Allianz), gemeinsam mit der GICON GmbH

Positionspapier der DECHEMA-Fachgruppe „Algenbiotechnologie“ zum Thema: "Mikroalgen-Biotechnologie - Gegenwärtiger Stand, Herausforderungen, Ziele", 2016

http://dechema.de/dechema_media/PP_Algenbio_2016_ezl-p-20001550.pdf

 

Material zu den Preisträgern des Hugo-Junkers-Preis 2013, Artikel über "Wirkstoffe aus Algen zur Prävention gegen Alzheimer-Demenz", S. 7