Bei „Hack My Exam“ versuchen Studierende, Prüfungsaufgaben ausschließlich mithilfe künstlicher Intelligenz zu lösen. Das Ziel besteht darin, herauszufinden, welche Aufgaben von der KI bewältigt werden können und wo ihre Grenzen liegen. Die Veranstaltung fand bereits mehrfach an den Standorten der Hochschule statt. So wurden auch schon unterschiedliche Varianten des Formats mit unterschiedlichen Zielgruppen erprobt, dabei lösten beispielsweise Studierende sowohl fachfremde als auch fachspezifische Prüfungsaufgaben. Auch zum Hochschulinformationstag fand eine Hack-my-Exam-Variante mit Studieninteressierten statt, die Klausur- und Studienaufgaben aus den ersten Semestern ihres Wunschstudiengangs unter Begleitung mit KI zu lösen versuchten. Insgesamt waren alle Fachbereiche der Hochschule in verschiedenen Konstellationen bereits involviert. In Zusammenarbeit mit Lehrenden der jeweiligen Fachbereiche werden im Vorfeld Aufgaben vorbereitet und Bewertungsmaßstäbe festgelegt. Die Studierenden nutzen sowohl die von der Hochschule bereitgestellte Version von ChatGPT als auch andere Sprachmodelle, um die Aufgaben zu lösen.
Die Ergebnisse fielen unterschiedlich aus: In einigen Fällen waren die Antworten so gut, dass selbst die Lehrenden überrascht waren, während es in anderen Bereichen noch Verbesserungsbedarf hinsichtlich der Vollständigkeit, Substanz oder allgemeinen Korrektheit der Antworten gab. Besonders bei mathematischen Aufgaben stießen die generativen Modelle an ihre Grenzen. Es zeigte sich auch, dass Vorwissen in den entsprechenden Bereichen entscheidend ist, um geeignete Eingaben zu formulieren und die Antworten überprüfbar zu machen.