Informationen zum Studiengang
Der praxisorientierte Masterstudiengang Landschaftsarchitektur und Umweltplanung gliedert sich in:
- acht Pflichtmodule und zwei Wahlpflichtmodule, die als interaktive Seminare durchgeführt werden,
- ein Studio, in dem begleitete selbstständige Projektarbeit im Team den Fokus bildet, sowie
- das Masterkolloquium, das die Erarbeitung der abschließenden Masterarbeit vorbereitet und begleitet.
Im Studiengang und auf dem Campus Bernburg herrscht eine angenehme und persönliche Studien- und Arbeitsatmosphäre, die von einer intensiven Begleitung ihres Studiums geprägt ist.
Studierende, Lehrende und Beschäftigte pflegen einen schnellen und guten Kontakt.
Studienstruktur und -ablauf
© HSA
Qualifikationsziele und Schwerpunkte der Pflichtmodule
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Das Modul "Integrierte Planung im urbanen und ländlichen Raum" rüstet die Studierenden mit fachlichen, methodischen und konzeptionellen Kompetenzen für die Planung, Gestaltung und Entwicklung nachhaltiger Landschaften in städtischen und ländlichen Kontexten aus. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden dazu befähigt, aktuelle und zukünftige Herausforderungen in der Raumplanung und Landschaftsarchitektur durch innovative, nachhaltige Ansätze und Strategien zu bewältigen. Ziel ist es, die Studierenden zum selbstständigen Entwickeln von integrativen Planungskonzepten zu befähigen, die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Aspekte gleichermaßen berücksichtigen.
Im Zentrum des Moduls stehen
- Die Fähigkeit zur selbstständigen wissenschaftlichen Recherche, Analyse und Bewertung von Planungsprozessen und -konzepten im Kontext urbaner und ländlicher Räume.
- Die Entwicklung von Konzepten zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung durch die Verwendung interdisziplinärer Ansätze und die Integration partizipativer Planungsmethoden.
- Die Fähigkeit zur konzeptionellen und methodisch fundierten Bearbeitung von Planungsaufgaben, unter Berücksichtigung aktueller nationaler und internationaler Standards, Normen und Gesetze.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Konzepte der integrierten Planung: Theoretische und praktische Auseinandersetzung mit integrativen Planungsansätzen, die sowohl urbane als auch ländliche Merkmale berücksichtigen, um eine nachhaltige Raum- und Siedlungsentwicklung zu gewährleisten.
- Nachhaltiges Wasser- und Niederschlagswassermanagement: Erarbeitung und Umsetzung von Konzepten für ein effizientes Niederschlagswassermanagement, einschließlich moderner Ansätze zur Bewirtschaftung, Reinigung und Nutzung von Regen- und Oberflächenwasser.
- Gewässerentwicklungsplanung und Revitalisierung: Analyse und Planung zur ökologischen Verbesserung von Gewässersystemen, inklusive Maßnahmen zur Renaturierung und Steigerung der Erlebbarkeit urbaner Wasserläufe.
- Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft: Strategien und Konzepte zur Minimierung des Ressourcenverbrauchs und zur Implementierung kreislaufwirtschaftlicher Prinzipien in der Planung und Entwicklung von Bau- und Siedlungsprojekten.
- Lokale Energieversorgung: Entwicklung und Integration von Konzepten für eine dezentrale, erneuerbare Energieversorgung in der Raum- und Stadtplanung, einschließlich der Nutzung von Solarenergie, Windkraft und Biomasse.
- Multimodale Verkehrskonzepte: Planung und Implementierung von effizienten, integrierten Verkehrssystemen, die verschiedene Verkehrsmittel und -träger nahtlos miteinander verbinden und somit eine verbesserte Mobilität in urbanen und ländlichen Gebieten ermöglichen.
- Partizipative Planung und Bürgerbeteiligung: Methoden und Strategien zur aktiven Einbindung der Bevölkerung in Planungsprozesse, mit dem Ziel, transparente, inklusive und nachhaltige Entscheidungen zu fördern.
Durch die interdisziplinäre Ausrichtung und die Kombination von Theorie und Praxis werden die Studierenden darauf vorbereitet, komplexe Herausforderungen in der Raumplanung zu identifizieren, zu analysieren und innovative Lösungskonzepte zu entwickeln, die auf eine nachhaltige Entwicklung urbaner und ländlicher Räume abzielen.
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
In diesem Modul liegt der Fokus der vertiefenden fachlich-methodischen Kompetenzentwicklung auf der Aneignung von Fachwissen und fachwissenschaftlichen Methoden sowie deren Anwendung im Bereich des Vegetationsmanagement und der Pflanzenverwendung (Vegetationsentwicklung im Kontext der Freiraumplanung, Bepflanzungsplanung als Bestandteil von Objektplanungen, Grünflächen-Pflegemanagement).
Durch die Absolvierung des Moduls erlangen Sie Kompetenzen im Sinne der im Folgenden dargestellten "Allgemeinen Qualifikationsziele und Lernergebnisse" und es erfolgt eine zusätzliche vertiefende Kompetenzentwicklung zur individuellen Profilbildung entsprechend ihrer Wahl eines Vertiefungsbereiches im Zuge der Absolvierung der Prüfungsvorleistung (LNW) und der Prüfungsleistung.
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Fachkompetenzen
Sie vertiefen ihr Fachwissen im Bereich des Managements von Vegetationsbeständen (Planung, Anlage, Entwicklung, Pflege, Monitoring/Erfolgskontrolle) sowie zur Pflanzenverwendung im Kontext der nachhaltigen Gestaltung sowie Unterhaltung von Freiräumen im urbanen/besiedelten Bereich und können dieses Wissen sicher anwenden.
Methodenkompetenzen
Sie sind im Gesamtkontext des Managements von Vegetation/Grünflächen im besiedelten Bereich dazu befähigt die Anlage, Entwicklung und Unterhaltung von Vegetation zu planen und die erforderlichen Unterlagen zur Umsetzung dafür erforderlicher Maßnahmen zu erarbeiten.
In diesem Zusammenhang sind Sie dazu in der Lage:
- Vegetationsbestände in ihrer Gesamtheit hinsichtlich ihrer ökologischen, sozial-nutzungsbezogenen und kulturell-ästhetischen Funktionsfähigkeit sowie konkrete Vegetationsflächen/-systeme in Bezug auf ihren Zustand basierend auf fundierten Methoden zu analysieren und zu bewerten,
- ein Leitbild sowie Leitlinie zur Entwicklung und Unterhaltung von Vegetationsbeständen im besiedelten Bereich zu erarbeiten (Konzeption) und darauf aufbauend konkrete Entwicklungs- und Unterhaltungsziele zu formulieren,
- Maßnahmen zur Umsetzung des Leitbilds bzw. Erreichung der Entwicklungs- und Unterhaltungsziele zu planen (Entwurfs- und Ausführungsplanung, ggf. Genehmigungsplanung, Leistungsverzeichnisse etc.; inkl. Kostenplanung) sowie
- Kriterien und Maßnahmen zum Monitoring bzw. Erfolgskontrolle zu definieren.
Sozial-Kommunikative Kompetenzen
Sie sind in der Lage sich selbstständig vertiefendes Fachwissen durch Quellenrecherche/ -analyse und -bewertung sowie Wissensverarbeitung zu erarbeiten, dieses Fachwissen strukturiert zu einem Referat aufzubereiten sowie medial ansprechend und verbal souverän vor einem Fachpublikum zu präsentieren und an Fachdiskussionen teilzunehmen.
Sie erlangen soziale und kommunikative Kompetenzen in Bezug auf die Ableistung von Aufgabenstellungen in einem Team sowie die Präsentation und Verteidigung (Diskussion) von erarbeiteten Ergebnissen und Lösungen.
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse (Wahlplflicht)
Sie vertiefen ihre Fach- und Methodenkompetenzen zur individuellen Profilbildung im Rahmen ihres Selbststudiums durch eine Schwerpunktsetzung bei der Erbringung der Prüfungsvorleistung sowie die Absolvierung der Prüfung (Hausarbeit).
Referat (Prüfungsvorleistung, LNW)
Sie wählen ein zu bearbeitendes Referatsthema aus einem Katalog mit folgenden Vertiefungsbereichen aus oder schlagen ein Referatsthema innerhalb dieser Bereiche vor:
- Vertiefungsbereich A: Pflanzenverwendung und Bepflanzungsplanung
- Vertiefungsbereich B: Grünraum- und Grünflächenpflege-Management
Hausarbeit (Prüfung)
Sie bearbeiten zu einem konkreten Bearbeitungsgebiet eine praxisnahe Aufgabenstellung, die auf der Grundlage der Fragestellungen von Praxisakteuren nach akademisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkten formulierte wurde und einen Schwerpunkt in einem der folgenden Vertiefungsbereiche aufweist:
- Vertiefungsbereich A: Pflanzenverwendung und Bepflanzungsplanung
Erstellung eines Bepflanzungskonzepts für einen ausgewählten Freiraum inkl. Entwurf, Pflanzpläne, Kostenvoranschlag (lt. DIN 276:2018) und Leistungsverzeichnis (Anlage, Fertigstellung- und Entwicklungspflege der geplanten Vegetation)
- Vertiefungsbereich B: Grünraum- und Grünflächen-Pflegemanagement
Erstellung eines Vegetationskonzepts inkl. Pflegehandbuch zur Unterhaltung vorhandener und/oder geplanter Vegetation in einem ausgewählten Freiraum, inkl. Karten, Stammdatenblätter, Pflegekalender, Kostenvoranschlag (lt. DIN 276:2018) und Leistungsverzeichnis.
Inhaltliche Schwerpunkte
Neben der Einordnung der Inhalte des Moduls in das Berufsfeld Landschaftsarchitektur und Umweltplanung bilden folgende Themenkomplexe die inhaltlichen Schwerpunkte des Moduls:
Einführung und Fachwissen
- Dynamik und Dauerhaftigkeit von Vegetation
- Lebenszyklus von urbaner Vegetation und sein Management
- Vegetationskonzepte/-systeme/-bilder einschl. ihrer Systematik (z.B. OK-Frei),
- Spezielle vegetationstechnische Systeme, z.B. Living Walls, Schwimmteiche, Regenwassermanagement etc.
- Rechtliche Rahmenbedingungen des Vegetationsmanagements und der Pflanzenverwendung
- Aktuelle und internationale Trends in der Pflanzenverwendung
Methoden und Werkzeuge
zur Erstellung von Entwicklungs- und Pflegekonzepten für Vegetationsbestände und Grünflächen im urbanen/besiedelten Bereich:
- Analyse und Bewertung von Vegetation in ihrer Gesamtheit in einem Planungsgebiet hinsichtlich ihrer ökologischen, sozial-nutzungsbezogenen und kulturell-ästhetischen Funktionsfähigkeit (z.B. SWOT-Analyse etc.),
- Analyse der Rahmenbedingungen und der Belange von Stakeholdern,
- Entwicklung und Formulierung eines Leitbilds und von Leitlinien als Entwicklungs- und Unterhaltungsziele sowie von Handlungsfeldern und Strategien zur Vegetationsentwicklung,
- Analyse und Bewertung von spezifischen Vegetationsbeständen bzw. Grünflächen
- (Bonitur, Bildqualitätskatalog, Baumkontrolle etc.)
- Konzeption und Planung von konkreten Maßnahmen zur Umsetzung des Leitbilds sowie Erreichung der Entwicklungs- und Unterhaltungsziele (Objekt-/Bepflanzungsplanung oder Pflegehandbuch nebst Kostenvoranschlägen und Leistungsverzeichnissen),
- Erstellung eines Erfolgskontroll-Monitoring-Konzepts inkl. Kontrollpflichten
Anwendung von Fachwissen, Methoden und Werkzeugen
im Zuge der Ausarbeitung erforderlicher Unterlagen und Dokumente hinsichtlich der:
- Genehmigung und Ausführung von Maßnahmen sowie der
- Ausschreibung, Vergabe und Abrechnung von Leistungen zur Anlage, Entwicklung und Unterhaltung von Vegetationsbeständen und Grünflächen im urbanen/besiedelten Bereich.
Lernziele
Im Rahmen dieses Moduls eignen sich Studierende vertiefte Kenntnisse und Fertigkeiten in den Bereichen der vorsorgenden Umweltfachplanungen und ihrer Instrumente an. Sie lernen, Umweltfachplanungen eigenständig zu entwickeln, zu koordinieren und deren Ergebnisse effektiv gegenüber Stakeholdern, wie Behörden, der Öffentlichkeit und politischen Gremien, zu kommunizieren und zu verteidigen. Die integrative Rolle der Umweltplanung, die eine Querschnittsaufgabe in der Landschaftsarchitektur darstellt, wird besonders hervorgehoben. Studierende verstehen und internalisieren die Bedeutung von Nachhaltigkeit, Klimaschutz, Ressourcenschutz sowie Natur- und Artenschutz in sämtlichen Phasen der Planung, Ausführung und Pflege von Freianlagen als Kernbestandteil aller Studienmodule.
Inhaltliche Schwerpunkte
I. Formale und vorsorgende Umweltfachplanungsinstrumente im Kontext der Landschaftsarchitektur:
- Erläuterung der Landschaftsplanungen gemäß Bundesnaturschutzgesetz, inklusive aller Unterpläne wie Landschaftsprogramm, Landschaftsrahmenplan etc.
- Entwicklung kommunaler Lärmaktionspläne gemäß der Umgebungslärmrichtlinie.
- Erarbeitung von Bewirtschaftungsplänen und Maßnahmenprogrammen entsprechend der Wasserrahmenrichtlinie.
- Konzeption von Hochwassergefahren- und Risikomanagement nach dem Wasserhaushaltsgesetz.
- Integration von Umweltbelangen und Klimaschutz in die Bauleitplanung gemäß Baugesetzbuch.
II. Informelle Umweltfachplanungen und -prozesse:
- Entwicklung kommunaler Nachhaltigkeitsstrategien und Bildungskonzepte für nachhaltige Entwicklung.
- Erstellung spezifischer Umweltfachgutachten und -planungen, insbesondere in Bezug auf einzelne Schutzgüter.
- Konzepte für "Natur auf Zeit" auf innerstädtischen Brachflächen und für Entsiegelungsmaßnahmen zur Verbesserung des Niederschlagsmanagements.
- Planungen zur Umsetzung der "Schwammstadt" und zur Klimafolgenbewältigung, vor allem zur Minimierung der Überwärmung in Siedlungsflächen.
- Entwicklung gesamtstädtischer Grün- und Freiraumkonzepte/Masterpläne für Grün und Umwelt.
- Mitwirkung an umweltplanerischen Fachbeiträgen zu umfassenden Mobilitätskonzepten.
Lernziele
In diesem Modul erwerben die Studierenden Kenntnisse und Fertigkeiten, um Landschaftsgestaltungsprojekte von der Konzeption bis zur Präsentation praxisnah zu bearbeiten. Im direkten Austausch mit Praxis-Akteuren wie Gemeinden und Planungsbüros wird ein realitätsnaher Arbeitsprozess simuliert. Die Studierenden lernen, aktuelle Trends und Herausforderungen in der Landschaftsgestaltung aufzugreifen und in ihre Projekte zu integrieren. Sie befassen sich intensiv mit der kulturellen, visuellen und ökologischen Dimension von Landschaften und wenden komplexe Beurteilungsverfahren an. Zudem stärken sie ihre Kompetenzen in wissenschaftlichem Arbeiten, Projektmanagement und Teamfähigkeit sowie im Einsatz von Fachsoftware.
Lehrinhalte
- Praxisnahe Entwicklung von Landschaftsgestaltungsprojekten mit jährlich wechselnden Schwerpunkten.
- Anwendung von Landschaftsbeurteilungsverfahren, einschließlich visueller und ökologischer Bewertung.
- Förderung von Nachhaltigkeit und umweltfreundlicher Pflanzenverwendung. - Vertiefung in Projektmanagement, Teamarbeit und effektive Kommunikation.
Methoden
- Interdisziplinäre Seminare zur Theorie und Diskussion.
- Realitätsnahe Projektarbeit in Kooperation mit externen Partnern.
- Teamprojekte zur Förderung von Kollaboration und Präsentationsfähigkeiten.
Das Modul ermöglicht es Studierenden, ein tiefgreifendes Verständnis für die Landschaftsgestaltung zu entwickeln und bereitet sie durch den Brückenschlag zwischen Theorie und Praxis gezielt auf ihre zukünftigen beruflichen Aufgaben vor.
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie erkennen durch theoretische Ausführungen und praktische Übung die Potentiale des Einsatzes von Software (Geographischen Informationssysteme, Computer Aided Design (CAD)/Visualisierung etc.) zur durchgehenden/weitgehenden Digitalisierung der Prozesse in der Freiraum- und Umweltplanung. Relevante informationstechnische Standards, Konzepte wie GeoDesign und Building Information Modeling (BIM) sowie aktuelle (technische und fachliche) Standardisierungsvorhaben auf europäischer, Bundes- und Landesebene sind den Studierenden bekannt. Die Studierenden können vorliegende Daten (Geobasis- und Geofachdaten, digitale Luft- und Satellitenbilder etc.) in Softwareapplikationen einlesen und weiter verarbeiten (editieren, analysieren, interpretieren) und die dadurch erzeugten Ergebnisse durch eine sachgerechte Visualisierung (Kartenerstellung, 3D-Visulisierung etc.) kommunizieren.
Sie besitzen einen Überblick über die wesentlichen Softwareapplikationen zur Realisierung vollständig bzw. weitgehend digitalisierter Prozesszyklen des Fachgebiets (Planung > Realisierung > Unterhaltung > Rückbau/Sanierung) und die Fähigkeiten zu deren sicherer Anwendung.
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse (Wahlplflicht)
Sie vertiefen ihre Fach- und Methodenkompetenzen zur individuellen Profilbildung im Rahmen ihres Selbststudiums durch eine Schwerpunktsetzung bei der Absolvierung der Prüfung (Hausarbeit).
Hausarbeit (Prüfung)
Sie bearbeiten eine praxisnahe Aufgabenstellung mit einem Schwerpunkt in einem der folgenden Vertiefungsbereiche:
- Vertiefungsbereich A: Geographische Informationssysteme (GIS)
Bearbeitung einer Aufgabenstellung aus dem Bereich der Landschaftsarchitektur oder Umweltplanung mit einem Geographischen Informationssystem (GIS) - Vertiefungsbereich B: Computer Aided Design (CAD) und 3D-Visualisierung
Bearbeitung einer Aufgabenstellung aus dem Bereich der Freiraum- und Objektplanung im Sinne der Erstellung einer 3D-Visualiserung für einen Freiraum in Form von Renderings, Videos und/oder einer Real-Time-3D-Anwendung.
Inhaltliche Schwerpunkte
Ihnen wird anhand ausgewählter Fallbeispiele der vollständige virtuelle/digitale Arbeitsprozess für den Bereich der Freiraum- und Umweltplanung vermittelt, insb. im Hinblick auf die Realisierung eines plattformunabhängigen prozessgestützten Informationsfluss durch eine sachgerechte und effiziente Nutzung geeigneter Softwareprodukte.
Weiterhin erfolgt eine Einordnung der Qualifikationsziele des Moduls in das Berufsfeld der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung auch hinsichtlich der verschiedenen beruflichen Einsatzmöglichkeiten und Berufsperspektiven in diesem Fachgebiet.
Geographische Informationssysteme
- Anwendung von spezifischen Softwareapplikationen zur Gewinnung und Erzeugung von Geodaten
- Verarbeitung verschiedene Formate von Raster- und Vektordaten, Kodierung, Topologischer Aufbau, Geodatenbanken
- Georeferenzierung von Luftbildern und Karten, Bildmosaik, Ableitung landschaftsökologischer Parameter, Koordinatensysteme
- Erzeugung thematischer Karten
- Anwendung von spezifischen GIS-Applikationen zur Bearbeitung von Frage- bzw. Aufgabenstellungen in der Freiraum- und Umweltplanung sowie im Bereich des Grünflächenmanagements
- Vermittlung spezifischer Methoden und Verfahren aus dem Bereich der Geoinformatik
CAD-/Visualisierung
- Einschlägige Standards (BIM etc.)
- Anwendung von Softwareapplikationen aus dem Bereich CAD/Visualisierung
- 3D-Modellierung von Entwürfen und seine Weiterverarbeitung zu hochwertigen Visualisierungen oder Real-Time-Anwendungen
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie vertiefen ihr Fach- und Methodenkompetenzen auf dem Gebiet der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung im Bereich der Objekt- und Freiraumplanung.
In diesem Zusammenhang stellen Sie unter Beweis, dass Sie in der Lage sind zur selbstständigen:
- wissenschaftlichen Recherche, Aufbereitung, Präsentation und Dokumentation von aktuellen Fragestellungen, Konzepten oder Trends in der Freiraumplanung und Führen eines wissenschaftlichen Diskurses in diesem Zusammenhang,
- Bearbeitung einer fachspezifischen planerischen Aufgabenstellung, für ein ausgewähltes Bearbeitungsgebiet in verschiedenen Maßstabsebenen in konzeptioneller, konstruktiver und auch künstlerischer Hinsicht
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse (Wahlplflicht)
Sie vertiefen ihre Fach- und Methodenkompetenzen zur individuellen Profilbildung im Rahmen ihres Selbststudiums durch eine Schwerpunktsetzung im Zuge der Absolvierung der Prüfung (Entwurf/Beleg), d.h. Sie bearbeiten selbstständig betreffend einem konkreten Bearbeitungsgebiet eine praxisnahe Aufgabenstellung mit einem Schwerpunkt in einem der folgenden Vertiefungsbereiche:
- Vertiefungsbereich A: Freiraumentwicklung/-planung
Planung auf konzeptioneller/kleinmaßstäblicher Ebene, auch im Sinne von Projektentwicklung: Erarbeitung eines Entwicklungskonzept (Leitbild, Handlungsfelder, Masterplan, Maßnahmenplan etc.) für ein ausgewähltes Gebiet - Vertiefungsbereich B: Objektplanung (Leistungsphasen 1-3 lt. § 39 HOAI)
Bearbeitung einer komplexen Aufgabenstellung im Sinne der Erarbeitung eines Entwurfs für eine Freianlage in einem räumlich klar abgegrenzten Bereich (lt. §§ 38-40 HOAI) inkl. Kostenbetrachtungen (Kostenschätzung/-berechnung lt. DIN 276:2018)
Inhaltliche Schwerpunkte
Neben der Einordnung der Inhalte des Moduls in das Berufsfeld Landschaftsarchitektur und Umweltplanung bilden folgende Themenkomplexe zu aktuellen Fragestellungen des Fachgebiets im nationalen und internationalen Kontext die inhaltlichen Schwerpunkte des Moduls:
- Urbane Freiräume als Grüne Infrastruktur und Erbringer von Ökosystemdienstleistungen,
- Stadtökologie: Klimawandel, Biodiversität etc.,
- Aktuelle Ansätze und Konzepte zur Stadtentwicklung, z.B. Aktivierende Stadtentwicklung und Kreativwirtschaft,
- Theorien, Grundlagen und Methoden zur Planung und zum Entwurf von städtischen Freiraumsystemen unterschiedlichen Typs in unterschiedlichen Maßstabsebenen sowie
- Raumbildung, Funktionalitäten und Nutzerfreundlichkeit urbaner Freiraumsysteme, inkl. Partizipation und Teilhabe
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie erarbeiten sich vertiefte Kenntnisse der Aufgaben und Instrumente der Umweltprüfungen (Strategische Umweltprüfung (SUP), Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), FFH-Verträglichkeitsprüfung (FFH-VP), Spezielle Artenschutzrechtliche Prüfung (SAP), Eingriffsregelung (ER)). Hierdurch sind sie zur eigenständigen Erarbeitung von Umweltberichten (UB), Umweltverträglichkeitsstudien (UVS), Landschaftspflegerischen Begleitplänen (LBP), FFH-Verträglichkeitsstudien (FFH-VS) und Artenschutzrechtlichen Fachbeiträgen (AFB) befähigt. Besondere Regelungen, Erfordernisse aus der Rechtsprechung, Praxisbeispiele werden mit den Studierenden diskutiert.
Sie sind in der Lage, im Rahmen von Zulassungs- und Planverfahren die fachlichen Abwägungsmaterialien zur SUP, UVP sowie FFH-VP zu erstellen. Überdies können sie gleichermaßen bei den maßgeblichen Verfahrensschritten (insb. Screening, Scoping, Erörterungstermin, Abwägungsentscheidungen) mitwirken als auch Entscheidungs- und Leitungskompetenzen für die Trägerverfahren übernehmen.
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse (Wahlplflicht)
Sie vertiefen ihre Fach- und Methodenkompetenzen im Rahmen ihres Selbststudiums durch eine Schwerpunktsetzung zur Erbringung der Prüfungsvorleistung und die Absolvierung der mündlichen Prüfung in einem der folgenden Vertiefungsbereiche:
- Vertiefungsbereich A: Strategische Umweltprüfung und Umweltverträglichkeitsprüfung
- Vertiefungsbereich B: Eingriffsregelung
- Vertiefungsbereich C: FFH-Verträglichkeitsprüfung und Spezielle artenschutzrechtliche Prüfung
Inhaltliche Schwerpunkte
Neben der Einordnung der Inhalte des Moduls in das Berufsfeld Landschaftsarchitektur und Umweltplanung bilden folgende Themenkomplexe die inhaltlichen Schwerpunkte des Moduls:
- Eingriffsregelung gemäß BNatSchG
- Strategische Umweltprüfung und Umweltverträglichkeitsprüfung gemäß UVPG
- Umweltprüfung gemäß BauGB
- FFH-Verträglichkeitsprüfung und Spezielle Artenschutzrechtliche Prüfung gemäß BNatSchG
- Länderspezifische Ergänzungen zum UVPG (Beispiele für Länder-UVPGs)
- Einordnung der Umweltprüfinstrumente in das Zulassungsverfahren
- Inhaltliche Vorbereitung des Scoping-Termins
- Interaktion zwischen Vorhabensträger, Planer, Zulassungsbehörde und Umweltbehörden
- Mehrstufige UVP (Raumordnungsverfahren und Zulassung)
- Leistungsbilder gemäß HOAI und Honorarermittlung
- Festlegung von Untersuchungsumfang und Untersuchungsraum
- Beispiele gemäß BauGB, Kreislaufwirtschaftsgesetz, BImSchG etc.
Lernziele
Dieses Modul verbindet theoretische Grundlagen mit praxisnahen Anforderungen in der Landschaftsarchitektur, um Studierende auf reale Projektsituationen vorzubereiten. Durch die Zusammenarbeit mit externen Partnern wie gemeinnützigen Institutionen und Kommunen lernen die Studierenden, wie man Studioaufgaben unter Berücksichtigung aktueller Fragestellungen und Diskussionen im Berufsfeld entwickelt. Jährlich wechselnde thematische Schwerpunkte erlauben eine flexible Anpassung an die dynamischen Entwicklungen innerhalb der Landschaftsarchitektur. Ziel ist es, ein umfassendes Verständnis für die kulturellen, visuellen und ökologischen Aspekte von Landschaften zu entwickeln und anzuwenden. Die Studierenden erlernen zudem wichtige Methoden der Landschaftsbeurteilung, setzen nachhaltige Pflanzenverwendungen um und stärken ihre Fähigkeiten in wissenschaftlicher Arbeit, Führung, Teamarbeit sowie in der Nutzung fachspezifischer Software.
Inhaltliche Schwerpunkte und Lehrplanung
- Anwendung von Problemlösungsstrategien für eine ganzheitliche Umweltgestaltung.
- Einsatz computergestützter räumlicher Analysetechniken zur Erkundung landschaftlicher Zusammenhänge.
- Entwicklung von Projektmanagement- und Teambuilding-Kompetenzen.
- Erlernen effektiver Kommunikations- und Präsentationstechniken für die Vorstellung von Planungs- und Gestaltungskonzepten.
Methoden:
- Seminare: Vertiefung von Theorien und Methoden mit Fokus auf die Anwendung in der Praxis.
- Projektarbeit: Reale Projekte in Kooperation mit externen Partnern erarbeiten, um theoretisches Wissen in die Praxis umzusetzen.
- Gruppenprojekte: Förderung der Teamarbeit und der kollaborativen Erarbeitung von Lösungen.
Das Modul vereint theoretisches Wissen mit der praktischen Umsetzung in der Landschaftsarchitektur, um die Studierenden auf die Herausforderungen und Chancen ihres zukünftigen Berufsfeldes optimal vorzubereiten.
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Die wesentlichen Bestandteile des Moduls sind:
- die Erstellung und Präsentation (inkl. Diskussion) eines Exposés zur Masterarbeit sowie
- das Kolloquium zur Präsentation und Verteidigung/Diskussion der Ergebnisse der Masterarbeit.
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie erlangen Kompetenzen zu wissenschaftlichen Arbeit und stellen diese dadurch unter Beweis, dass Sie dazu in der Lage sind eine komplexe anwendungsorientierte wissenschaftliche Frage- bzw. Aufgabenstellung auf dem Gebiet der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung zur Bearbeitung als Masterarbeit in Form eines Exposés zu entwickeln, strukturiert textlich, graphisch etc. darzulegen und im Rahmen eines Kolloquiums zu präsentieren. Die wesentlichen Inhalte des Exposés sind:
- Einleitung: Darstellung des Forschungs-/Arbeitsthemas und seine Einordnung in das Fachgebiet sowie das Berufsfeld, fachwissenschaftlich und/oder fachpraktische Bedeutung/Relevanz der Frage-/Aufgabenstellung – u.a. bzgl. der Begründung und der Darlegung der Motivation zu ihrer Bearbeitung
- Zielsetzung: Ziel der Arbeit und Erkenntnisinteresse (klare Abgrenzung der Frage- bzw. Aufgabenstellung, Skizzierung der zu erwartenden Ergebnisse)
- Stand der Wissenschaft und Technik: Darlegung des Standes der Forschung und Entwicklung / anerkannter Regeln der Technik / Guter fachlicher Praxis (Best-Practice) etc. zur Thematik der Frage- bzw. Aufgabenstellung
- Forschungs-/Arbeitskonzept: Vorgehensweise (Arbeitspakete/-schritte, Meilensteine), Anwendung von Methoden inkl. Begründung, erforderliche Ressourcen (z.B. Daten, Software etc.) zur Bearbeitung der Frage- bzw. Aufgabenstellung,ggf. Entwurf des Inhaltsverzeichnisses
- Zeitplan: Strukturierte tabellarische Darstellung der geplanten Vorgehensweise zur Zielerreichung (Lösung der Frage-/Aufgabenstellung) als zeitlichen Abfolge von Aktivitäten, Arbeitsschritten, Meilensteinen etc. in einem Gantt-Diagramm (Balkenplan)
- Quellenverzeichnis: Verwendete/zitierte Quellen im Exposé sowie zentrale/relevante Quellen - insb. Fachliteratur zur Thematik der Frage- bzw. Aufgabenstellung
Sie sind in der Lage die Ergebnisse ihrer Masterarbeit formal, sprachlich, visuell und sachlich überzeugend darzulegen:
- als Aufsatz in Art und Form eines Artikels/Papers für Fachzeitschriften, Tagungsbände oder sonstige Sammelwerke sowie
- durch eine Präsentation bzw. ein Referat innerhalb des Kolloquiums zur Masterarbeit (§ 32 PSO) - strukturiert in einer vorgegeben Zeit unter Anwendung hochwertiger Medien
Im Rahmen eines wissenschaftlichen Disputs als Bestandteil des Kolloquiums weisen die Studierenden die Fähigkeit zur fachwissenschaftlichen und methodisch überzeugenden Diskussion der Ergebnisse ihrer Masterarbeit nach.
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie sind zur Auseinandersetzung mit einer komplexen anwendungsorientierten Frage- und Aufgabenstellung in einem spezifischen Teilbereich des Fachgebiets Landschaftsarchitektur und Umweltplanung im Rahmen der Erarbeitung eines Exposés zur Masterarbeit befähigt – auch in Hinblick auf eine strategische Planung der persönlichen Vertiefung von Kompetenzen und eine individuelle Profilbildung.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Möglichkeiten zur individuellen Profilbildung im Fachgebiet Landschaftsarchitektur und Umweltplanung sowie berufliche Perspektiven
- Anwendungsorientiertes wissenschaftliches Arbeiten
- Zeitplanung und Selbstmanagement
- Erarbeitung eines Exposés zu einer komplexen anwendungsorientierten wissenschaftlichen Frage- bzw. Aufgabenstellung als Grundlage für die Masterarbeit, inkl. Präsentation und Kolloquium zum Exposé
- Präsentation und Kolloquium zu den Ergebnissen der Masterarbeit
Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Allgemeine Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie sind in der Lage, eine komplexe Frage- bzw. Aufgabenstellung mit anwendungsorientierten wissenschaftlichem Anspruch selbstständig innerhalb einer vorgegebenen Zeit zu bearbeiten, d.h.:
- Fachwissen, wissenschaftliche Erkenntnisse, geeignete Methoden und sonstige Ressourcen sicher anzuwenden,
- gewonnenen Erkenntnisse bzw. erarbeitete Ergebnisse in einer textlichen Ausarbeitung und durch graphische Darstellungen sachlich überzeugend, fachlich eindeutig sowie sprachlich und formal korrekt strukturiert in übersichtlicher Form darzulegen,
- praxisorientierten Handlungsempfehlungen und Schlussfolgerungen aus Erkenntnissen bzw. Ergebnissen abzuleiten sowie
- Wissen und Informationen, auf die die Masterarbeit aufbaut, die bei ihrer Erstellung angewandten Methoden und verwendeten Ressourcen sowie die erarbeiteten Erkenntnisse bzw. Ergebnisse kritisch zu reflektieren und zu diskutieren.
Profilbildende Qualifikationsziele und Lernergebnisse
Sie bearbeiten zur Vertiefung ihrer Fach- und Methodenkompetenzen sowie individuellen Profilbildung eine komplexe anwendungsorientierte wissenschaftliche Frage- bzw. Aufgabenstellung mit einem Schwerpunkt in einem Teilgebiet der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung.
Inhaltliche Schwerpunkte
Selbständige Bearbeitung einer komplexen anwendungsorientierten wissenschaftlicher Frage- bzw. Aufgabenstellung auf dem Gebiet der Landschaftsarchitektur und Umweltplanung als Masterarbeit inkl. der formal und sprachlich korrekten Dokumentation und Diskussion der Vorgehensweise, angewandter Methoden und genutzter Ressourcen sowie der Ergebnisse/Erkenntnisse.
Wahlpflichtmodule
Lernziele
Im Rahmen dieses Moduls setzen sich die Studierenden intensiv mit der Rolle der Erholung in der Natur und deren Beitrag zum Naturschutz und zur Landschaftspflege auseinander. Sie diskutieren verschiedene Tourismusformen und deren Bedeutung für interne und externe Zielkonflikte im Bereich des Naturschutzes. Durch die Analyse von Fallbeispielen lernen die Studierenden, existierende Zielkonflikte zu identifizieren und Lösungsansätze zu entwickeln. Darüber hinaus bewerten die Studierenden Chancen und Risiken des nachhaltigen Tourismus‘ und entwerfen Konzepte, die sowohl nachhaltige Tourismusmodelle fördern als auch die regionale Entwicklung berücksichtigen.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Erholung in Natur und Landschaft: Einblick in die Grundprinzipien der menschlichen Erholung und deren gesetzliche Rahmenbedingungen.
- Landschaftliche Erholungsvorsorge: Einordnung und Bedeutung im Kontext von Naturschutz und Landschaftsbildpflege.
- Bedeutung und Bewertung des Landschaftsbildes: Methoden der Landschaftsästhetik und Bewertung.
- Sport und Erholung: Möglichkeiten und Grenzen sportlicher Betätigung im freien Naturraum.
- Tourismusformen und deren Einflüsse: Untersuchung verschiedener Tourismusmodelle und deren Auswirkungen auf Umwelt und Regionalentwicklung, einschließlich nachhaltigem Tourismus und Ökotourismus.
- Touristisches Umweltmanagement: Strategien und Instrumente zur Minimierung der negativen Auswirkungen des Tourismus auf die Umwelt.
- Management von Tourismusdestinationen: Ansätze für ein nachhaltiges Destinationsmanagement und die Rolle von Tourismus in Schutzgebieten.
Die Lehrinhalte werden durch Methoden wie Seminare, Projektarbeiten, Gruppendiskussionen und Exkursionen in ein Großschutzgebiet vermittelt. Diese ermöglichen es den Studierenden, theoretische Konzepte mit praktischen Erfahrungen zu vereinen und eigene Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen in Naturschutz und Tourismus zu entwickeln.
Lernziele
Fachspezifische Kompetenzziele:
Nach Abschluss dieses Moduls verstehen die Studierenden grundlegende Theorien und Konzepte der Planungssoziologie für städtischen und ländlichen Raum. Sie sind kompetent im Einsatz von Methoden der empirischen Sozialforschung, wie Fragebögen, Interviews und Beobachtungen, um Daten über Nutzergruppen zu sammeln und zu analysieren. Die Studierenden können Nutzungsunterschiede von Freiräumen in verschiedenen soziokulturellen Kontexten identifizieren und Placemaking-Konzepte zielgerichtet anwenden. Zudem sind sie fähig, ihre Beobachtungen visuell zu kommunizieren und überzeugende Präsentationsmaterialien mit moderner Layoutsoftware zu erstellen.
Allgemeine Kompetenzziele:
Die Studierenden erwerben die Fähigkeit zur analytischen und synthetischen Aufarbeitung planungssoziologischer Theorien und Konzepte. Sie entwickeln Forschungskompetenzen, zwischenmenschliche Fähigkeiten und die Fähigkeit, in interdisziplinären Teams zu arbeiten. Durch das Sammeln, Analysieren und Präsentieren von Daten verbessern sie ihre Anwendungskompetenz in der Praxis und erlangen fortgeschrittene visuelle Kommunikations- und Planungsfähigkeiten. Die Studierenden sind zudem in der Lage, neue Ideen durch die Anwendung von Theorien auf praktische Planungsfragen zu entwickeln.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Soziologische Aspekte in Planung und Design bezüglich sozialer Anforderungen und Auswirkungen der städtischen und ländlichen Entwicklung.
- Untersuchung zum Nutzungsverhalten städtischer Räume unter Berücksichtigung kultureller und sozialer Diversität.
- Analyse der Bevölkerungsentwicklung und soziologischen Auswirkungen in städtischen sowie ländlichen Gebieten.
- Einsatz von empirischen Sozialforschungsmethoden zur Erhebung relevanter Nutzerdaten.
- Praktische Anwendung von Placemaking-Strategien für die Revitalisierung urbaner Räume.
- Entwickeln von Präsentationsfähigkeiten durch Zeichnungsübungen und Skizzen sowie die Gestaltung von Präsentationsplakaten mit Schwerpunkt auf grafische und farbliche Gestaltung mittels Photoshop und InDesign.
Dieses Modul zielt darauf ab, den Studierenden ein tieferes Verständnis für die soziologischen Aspekte der Raumplanung zu vermitteln und sie zu befähigen, nutzerorientierte und soziokulturell angepasste Gestaltungskonzepte zu entwickeln und professionell zu präsentieren.
Lernziele
Nach Abschluss dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage, komplexe Pflege- und Entwicklungspläne für naturschutzrechtlich ausgewiesene Schutzgebiete sowie Managementpläne für Natura 2000-Gebiete eigenständig zu erarbeiten. Sie verfügen über die Fähigkeiten, ziel- und frageorientierte Monitoringsysteme im Naturschutz zu entwickeln, zu optimieren und umzusetzen. Die Studierenden werden befähigt, Daten systematisch zu erheben, zu analysieren und basierend auf diesen Daten Maßnahmenpläne zu erstellen sowie den Erhaltungszustand von Habitaten und Arten zu bewerten.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Einführung in Pflege- und Entwicklungsplanung sowie Managementplanung für Naturschutzgebiete, einschließlich der Aufgaben, Ziele und der Einordnung in die naturschutzfachliche Planung.
- Methoden zur Erarbeitung der Planungsgrundlagen, einschließlich Datenerhebung und -analyse.
- Bewertung von Gefährdungen, Schutzwürdigkeit, -bedürftigkeit und -fähigkeit von Schutzgebieten sowie die Bewertung von Erhaltungszuständen und Entwicklungspotenzialen.
- Entwicklung von komplexen Zielsystemen für die Naturschutzplanung, einschließlich Leitbildern und Zielartenkonzepten.
- Ansätze zur Lösung naturschutzfachlicher Zielkonflikte und zur flächenkonkreten Maßnahmenplanung.
- Grundlagen verschiedener Monitoringsysteme und deren Bedeutung für die ökologische Langzeitforschung und Umweltüberwachung, inklusive Frühwarnsysteme und maßnahmebezogenes Monitoring.
- Design, Anforderungen und Auswertung von Monitoringsystemen sowie Fallbeispiele aus der Praxis, z.B. ÖFS, FFH-Monitoring, EU-Umweltagrarmaßnahmen-Monitoring, Biodiversitätsmonitoring in der Schweiz, artbezogenes Monitoring (Artenhilfsprogramme, Greifvogelmonitoring etc.).
Dieses Modul bereitet die Studierenden darauf vor, die theoretischen Kenntnisse und methodischen Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden, um effiziente und nachhaltige Maßnahmenpläne für die Erhaltung und Entwicklung von Schutzgebieten zu erstellen. Es fördert das Verständnis für die Notwendigkeit umfassender Monitoringsysteme als Schlüsselinstrument zur Bewertung der Effektivität von Naturschutzmaßnahmen.
Lernziele
Dieses Modul vermittelt den Studierenden umfassende Kenntnisse und praktische Fähigkeiten im Umgang mit globalen Satellitennavigationssystemen (GNSS) und der Anwendung spezifischer Fernerkundungs- und GIS-Software für Aufgaben und Fragestellungen im Naturschutz und der Landschaftsplanung. Die Teilnehmenden lernen, digitale Bilder mittels Fernerkundungstechnologien zu gewinnen und zu bearbeiten, sowie Raster- und Vektordaten effektiv einzusetzen und zu managen.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Grundlagen der GNSS-Technologien (GPS, Glonass, Galileo) und der globalen Orientierung mit technischen Hilfsmitteln für die Präzisionskartierung.
- Einführung in die Fernerkundungssoftware zur Gewinnung digitaler Bilder und die spielerische Bearbeitung und Erstellung digitaler Interpretationsskizzen.
- Detaillierte Behandlung verschiedener Formate von Raster- und Vektordaten, einschließlich ihrer Kodierung, des topologischen Aufbaus und der Verwaltung in Geodatenbanken.
- Methoden der Georeferenzierung von Luftbildern und Karten, Erstellung von Bildmosaiken und thematischen Karten, sowie Ableitung landschaftsökologischer Parameter unter Verwendung relevanter Koordinatensysteme.
- Einführung in automatische und schrittweise Klassifikationsverfahren, mit einem Fokus auf deren Grundlagen und die damit verbundenen Probleme.
- Praktische Anwendung von Fernerkundungssoftware und GIS-Tools zur Beantwortung spezifischer Fragestellungen im Bereich des Naturschutzes und der Landschaftsplanung, einschließlich der Nutzung von GIS-Methoden zur Datenauswertung und -interpretation.
Die Studierenden erlangen durch dieses Modul die Fähigkeit, moderne Technologien der Fernerkundung und des Geoinformationssystems (GIS) gezielt für die effektive Planung und Umsetzung von Naturschutzmaßnahmen und landschaftsplanerischen Projekten einzusetzen. Die praxisnahe Auseinandersetzung mit realen Sachverhalten ermöglicht es den Teilnehmenden, ihre technischen Fertigkeiten zu verbessern und für den Schutz sowie die nachhaltige Entwicklung von Natur und Landschaften nutzbar zu machen.
Lernziele
Studierende erlangen fundiertes Wissen über den sozioökonomischen, gebäudeklimatischen und ästhetischen Wert von Dach-, Fassaden- und Innenraumbegrünungen sowie gestalteten Steinanlagen und Wasserlandschaften. Sie werden befähigt, verschiedene Akteure wie Bauherren, Kommunen und Wohnbaugesellschaften zielgerichtet zu beraten. Darüber hinaus erlernen die Studierenden die Grundlagen von Pflegekategoriensystemen und -konzepten und erhalten einen Überblick über essentielle Pflegemaßnahmen. Ein wesentlicher Fokus liegt auf der Vermittlung von detaillierten Kenntnissen über Pflanzensortimente und deren Eigenschaften für spezifische Begrünungsaufgaben. Die Fähigkeit, die Voraussetzungen einer erfolgreichen Begrünung zu bewerten und eine objektspezifische Pflanzenauswahl zu treffen, wird durch die Bearbeitung praxisnaher Fallbeispiele gefestigt.
Inhaltliche Schwerpunkte
- Detaillierte Erläuterung von Pflegekonzepten und -stufen für öffentliches und privates Grün.
- Umfassende Pflegerichtlinien für Wechselpflanzungen, Stauden und Gehölze, inklusive Schnitttechniken, Düngung und Schutzmaßnahmen.
- Einsatz und Effekte von Innenraumbegrünung auf das Raumklima, berücksichtigend Begrünungssysteme, Substrate und Pflanzensortimente, sowie Pflegeanforderungen.
- Einsatz und Pflege von Kübelpflanzen, mit einem Fokus auf Überwinterung und Pflanzensortimente nach Überwinterungsgruppen.
- Kenntnisse zu standortkundlichen Grundlagen, Bautypen und Pflanzeneinsatz in Steinanlagen, besonders für Trockenstandorte.
- Überblick zu natürlichen und künstlichen Gewässertypen, inklusive Schwimmteichen und deren limnologischen Grundlagen.
- Rechtliche und baukonstruktive Grundvoraussetzungen für die Realisierung von Bauwerksbegrünungen.
- Auswahlkriterien und Standortansprüche von Pflanzen für Dach- und Fassadenbegrünungen, unter Berücksichtigung verschiedener Begrünungstypen.
Dieses Modul bietet den Studierenden ein umfassendes Verständnis für die Bedeutung und Umsetzung innovativer Begrünungstechniken in der modernen Stadt- und Landschaftsplanung. Durch die praxisorientierte Ausbildung werden sie zu Experten in der Planung, Umsetzung und Pflege verschiedener Begrünungssysteme ausgebildet, die eine nachhaltige Entwicklung urbaner und ländlicher Räume unterstützen.