Zielsetzung des Studiengangs
Ziel des Studiums im Studiengang Online-Kommunikation ist, durch Vermittlung und Aneignung von theoretischen und praktischen Kenntnissen und Fertigkeiten (1) sowie Methoden der Online-Kommunikation (2) die Absolventen zu befähigen, fortgeschrittene wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse fachübergreifend anzuwenden, Probleme zu erkennen und Lösungen zu entwickeln (3).
Das Studium ist wissenschaftlich orientiert und dennoch anwendungsbezogen. Der Abschluss befähigt zur Übernahme von anspruchsvollen Führungsaufgaben in Kommunikations- und Marketingabteilungen von Unternehmen und Organisationen (4) sowie zur Aufnahme einer Promotion. Die wesentlichen Qualifikationsziele werden im Folgenden näher erläutert:
Vermittlung und Aneignung von Theorie und Praxis
Als Grundlage für die berufliche Arbeit in den Aufgabenfeldern der Online-Kommunikation werden sowohl theoretische Grundlagen der Kommunikations- und Medienwissenschaft als auch praktisches Umsetzungswissen vermittelt. Zu den theoretischen Grundlagen gehören beispielsweise die Besonderheiten des Konsumentenverhalten im Internet - insbesondere die Auswirkungen auf den Prozess der Kaufentscheidung.
Aufbauend auf die theoretischen Grundlagen werden praktische Fähigkeiten vermittelt, wie Unternehmen etwa mithilfe des Online-Marketings auf diesen veränderten Kaufentscheidungsprozess reagieren können, um zum Beispiel die eigenen Verkaufszahlen zu steigern.
Methoden der Online-Kommunikation
Zu den wesentlichen Qualifikationszielen gehört desweiteren die Vermittlung methodischer Kompetenz.
Die Entwicklung des Online-Marketings sowie vieler Bereiche der internen und externen Unternehmenskommunikation wurde im Internet vor allem durch praktische Anwendungsfälle vorangetrieben. Ein entsprechendes Methodikfundament fehlt vielerorts, so dass bei der Einführung neuer Maßnahmen häufig im Sinne des Versuch-und-Irrtum-Prinzips (Trial & Error) vorgegangen wird. Die Absolventen des Studiengangs erhalten eine methodische Ausbildung, um diese Lücke zu schließen.
Zu den vermittelten Methoden gehören zum Beispiel die systematische Erschließung neuer Online-Märkte, die Anpassung von Management und Organisation oder die Innovation von Geschäftsmodellen.
Betriebswirtschaftliche Probleme erkennen und Lösungen entwickeln
Mit den beiden vorangegangenen Qualifikationszielen sollen sich die Studierenden nachhaltige Kompetenzen im Bereich der Online-Kommunikation aufbauen.
Im Gegensatz zu der schnellen Entwicklung der zugrundeliegenden Technologien und Plattformen, wird durch die Verbindung von praktischem Umsetzungswissen mit einer ausgeprägten theoretisch-methodischen Ausbildung sichergestellt, dass die Absolventen langfristig dazu befähigt werden, betriebswirtschaftliche Probleme zu erkennen, diese systematisch zu analysieren und effiziente Lösungen der Online-Kommunikation zu entwickeln.
Führungsaufgaben in Marketing und Kommunikation
Die Digitalisierung von Geschäftsprozessen hat branchenübergreifend zu weitreichenden Veränderungen geführt. Hiervon ist insbesondere der Bereich Marketing und Kommunikation betroffen. Durch neue Kommunikationsprozesse zwischen Anbieter und Nachfrager verändern sich alle vier Instrumentalbereiche des Marketings und das Konsumentenverhalten signifikant. Darüber hinaus hat die Entwicklung der Online-Kommunikation auch viele Bereiche der internen und externen Kommunikation verändert.
Mit dem Master Online-Kommunikation werden die Studierenden auf die anspruchsvollen Aufgaben vorbereitet, die sich aufgrund neuer Kommunikationsprozesse und -gewohnheiten ergeben. In der Praxis zeigt sich häufig, dass Fach- und Führungskräfte mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf Marketing und Unternehmenskommunikation überfordert sind. Die Absolventen des Studiengangs können vor diesem Hintergrund das notwendige Know-How in die Unternehmen bringen und anspruchsvolle Aufgaben übernehmen.
Studienplan
© Hochschule Anhalt
Thematische Schwerpunkte
Im Schwerpunkt Modul "Theorien der Online-Kommunikation" lernen die Studierenden theoretische und methodische Grundlagen der Online-Kommunikation kennen. Sie verschaffen sich einen fundierten Überblick über aktuelle Theorien, Methoden und Modelle und lernen, wie sie die verschiedenen Ansätze für die Lösung von Praxisfällen / -problemen verwenden können. Über den Verlauf des Semesters stellen sich die Studierenden einen theoretisch-methodischen Baukasten zusammen, der sie zu einer systematischen Entwicklung von Lösungsansätzen befähigt.
In Ergänzung zum Theoriemodul ist das Modul "Praxis der Online-Kommunikation" als praktisches Modul konzipiert. Im Mittelpunkt stehen praktische Anwendungen, wie etwa in der internen und externen Kommunikation, aktuelle Entwicklungen der Kommunikationstechnologie, Wirkung und Nutzungsverhalten von Online-Kommunikation. Die Studierenden lernen in diesem Modul den praktischen Einsatz der Online-Kommunikation in Unternehmen und Organisationen kennen und können Wirkungsweisen, Anspruchsgruppen, Entscheidungsfelder und Potentiale einschätzen. Sie werden für die berufliche Arbeit in Unternehmen und Organisationen vorbereitet und verschaffen sich einen Überblick über mögliche Einsatz- und Arbeitsbereiche in der Online-Kommunikation.
Im Modul Online-Management verschaffen sich die Studierenden einen Überblick über die Führungs- und Managementaufgaben im Bereich der Online-Kommunikation. Sie werden dazu befähigt, neue Formen der Wertschöpfung, neue Geschäfts- und Erlösmodelle zu analysieren und aktiv zu steuern. Dies betrifft sowohl traditionelle Unternehmen (Groß- und KMU) als auch junge Wachstumsunternehmen und Organisationen.
Desweiteren lernen Sie, wie das Management von Unternehmen und Organisationen mit den offenen und partizipativen Organisations- und Mitarbeiterstrukturen umgehen kann.
Im Modul Online-Marketing lernen die Studierenden die Auswirkungen des Internets auf die verschiedenen Bereiche des Marketings kennen. Aufbauend auf die Funktionsbereiche des Marketing Management werden die Besonderheiten des Online-Marketing in der Analyse von Märkten, der Entwicklung von Strategien, der Ausgestaltung der einzelnen Marketinginstrumente sowie der Erfolgsanalyse vermittelt. Die Studierenden werden befähigt, Marketingkonzepte für das Online-Marketing zu entwickeln. Sie erlernen darüber hinaus, wie bereits etablierte Marketing-Aktivitäten mit Blick auf die Potentiale des Online-Marketing analysiert und systematisch weiterentwickelt werden können.
Mobilitätssemester
Im Mobilitätssemester können die Studenten in der Praxis wichtige Erfahrungen sammeln und das Gelernte aus der Hochschule vor diesem Hintergrund reflektieren, hinterfragen und vertiefen. Die Studierenden können zwischen zwei Optionen entscheiden:
Die Studierenden können zwischen zwei Optionen entscheiden:
Praktikum
Praktikum mit erweitertem wissenschaftlichen Projekt. Diese Option wählen die meisten, weil sie hier Praxiskontakte knüpfen, wichtige Erfahrungen sammeln und häufig gute Ideen für die Masterarbeit bekommen.
Auslandssemester
Studienphase an einer ausländischen Hochschule. Unsere Studenten haben es schon bis nach Südafrika geschafft. Das ist spannend, lehrreich und wir unterstützen gerne bei der Auswahl. Weiterführende Information und Hilfestellungen für Aufenthalte im Ausland erhalten Sie beim International Office der Hochschule Anhalt oder bei AIESEC.
Wichtige Bestandteile des Mobilitätssemesters
Während des Mobilitätssemester bearbeiten Sie im Praktikum mit erweitertem wissenschaftlichen Projekt eine Fragestellung, die für den MOK und Ihr Unternehmen relevant ist. Wir unterstützen Sie gerne bei der Auswahl einer Fragestellung. Es ist sinnvoll vor Beginn des Praktikums ein Thema mit dem Hochschulmentor zu besprechen und den Ansatz vor Ort zu konkretisieren.
Vor Beginn:
- Anmeldung
Zur Vereinbarung mit Ihrem Unternehmen und nachfolgenden Dokumentation Ihrer Tätigkeit durch das Unternehmen nutzen Sie bitte das Formular aus der Ordnung zum Mobilitätssemester - Bestätigung für Praktikumsbetrieb über Pflichtpraktikum und Immatrikulation
Die Bestätigung gibt es oben im PDF oder bei Herr Pflug im SSC. - Aufgabenstellung
Ziel des erweiterten wissenschaftlichen Projektes ist, dass Sie das, was Sie im Unternehmen tun, aus einer wiss. Perspektive reflektieren, ausbauen oder untersuchen. Im besten Fall haben können Sie auf Teile Ihrer Arbeit im Unternehmen nutzen und das Unternehmen freut sich auch über die wissenschaftliche Perspektive. Daher ist es sinnvoll, dass wir eine eher allgemein gehaltene Aufgabe vereinbaren und Sie sich zwei Wochen nach Beginn des Praktikums noch einmal mit einem konkreteren Vorschlag melden.
Nach Ende des Mobilitässemesters:
- Anerkennung
Sie reichen Ihr erweitertes wissenschaftliches Projekt beim Betreuer zusammen mit der Bestätigung über die Absolvierung des Fachpraktikums / Praxissemesters ein. Für das Praxisprojekt bekommen Sie 20 Credit Points. Und Sie melden die beiden Module, die zusammen zehn Credit Points ergeben und die Sie für das Mobilitätssemester eintragen wollen. - Fristen
Es gibt keine Frist für die Einreichung in der Studienordnung, Sie sollten allerdings den Bericht im Regelfall in den vier Wochen nach Ende des Praktikums einreichen.
Der Bericht insgesamt ist die Kombination von Praktikumsbericht und erweitertem wissenschaftlichen Projekt und stellt das Ergebnis des Mobilitätssemesters im Unternehmen für die Hochschule dar. Der Bericht aus Projekt- und Praktikumsbericht soll ca. 50.000 Zeichen inkl. Leerzeichen (das entspricht ca. 20 Seiten) haben.
Bitte im APA-Stil zitieren. Dabei hilft Ihnen jede Zitationsverwaltungssoftware. Das ist dann auch schon eine gute Vorbereitung für die Masterarbeit. Die Berichterstattung über Ihre prakt. Tätigkeit kann dabei gerne im Rahmen der Einleitung und des Hintergrundes eingebaut werden und sollte nicht mehr als 30% der Arbeit einnehmen.
Praktikumsbericht
Während des Praktikums fertigen Sie einen Bericht über ihre Tätigkeit und die dabei gewonnene Erfahrungen an.
Der Bericht sollt enthalten:
- Zeitlicher Tätigkeitsbericht: Übersicht über das durchgeführte Praktikum, so dass die geleistete Tätigkeit, der Ausbildungsbetrieb, die Einrichtung, die Abteilungen und die Ausbildungszeiten zu ersehen sind
- Inhaltlicher Tätigkeitsbericht: eine Betriebsbeschreibung und einen Erfahrungsbericht über jeden Abschnitt und die dort durchgeführten Arbeiten
- Spezielle Regelungen zur Geheimhaltung des Praktikumsberichtes können mit dem Unternehmen vereinbart werden. Sie sind in die Praktikumsvereinbarung aufzunehmen. Die Berichtspflicht und der Vorlage des Berichtes an die Hochschulmentorin bzw. den wissenschaftlichen Mentor bleiben bestehen.
Projektbericht
Im erweiterten wissenschaftlichen Projekt bearbeiten Sie eine wissernschaftliche Fragestellung aus dem Unternehmen und nutzen dafür die theoretischen Erkenntnisse der BWL. Das Thema hierfür wird mit dem Hochschulmentor abgestimmt.
Das Mobilitätssemester wird bewertet und geht mit 20CP in Ihr Abschlusszeugnis ein. Engagement lohnt sich also. Die Bewertungskriterien für den Bericht sind die folgenden:
Herangehensweise und Motivation
- Klare Zielsetzung
- Engagement
- Relevanz
Gewichtung 3 von 10
Inhalt und Aufbau
- Darstellung der notwendigen Grundlagen
- Wissenschaftlichkeit
- Begründete Methodik
- Nachvollziehbare, brauchbare Folgerungen in der Diskussion
- Logische Gliederung
- Eigenständigkeit vs. Reproduktion
- Quellenarbeit
Gewichtung 4 von 10
Formal
- Deckblatt, Druckbild, Satz
- Rechtschreibung, Grammatik, Interpunktion, Stil
- Angemessener Umfang
- Zitierform
Gewichtung 3 von 10
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Für mich macht das Studium die Mischung aus theoretischem und praktischen Bezug aus. Es werden relevante Themen behandelt und können in den Projekten zusammen mit den Unternehmen angewendet werden.
Johannes Penzel, Student Online-Kommunikation
Digitale Projekte im Master Online-Kommunikation
Social Media Kampagnen - von der Theorie bis zum Umsetzung
Jeweils im Sommer arbeiten die Studierenden im Modul Praxis der Online-Kommunikation das ganze Semester an eigenen Online-Kampagnen, die für einige Wochen real auf den Plattformen geschaltet werden. Nachdem zu Semesterbeginn zunächst die theoretischen Grundlagen behandelt werden, lernen die Studierenden in Praxis-Workshops mit Partnerunternehmen wie Meta oder LinkedIn, wie zeitgemäße Kampagnen entwickelt werden. Während die Kampagnen dann bei Instagram oder auf anderen Plattformen laufen, wird wichtige Kennzahlen analysiert und die Einstellungen optimiert. Die abgebildeten Beispiele stammen von einer Kampagne für den Studiengang selber, aber in der Vergangenheit haben wir auch immer wieder Kampagnen für Praxispartner entwickelt.
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TikTok-Workshop: “Don’t make ads, make TikToks!”
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Können Professor*innen an einer Hochschule gute Workshops zu einem so aktuellen Thema wie TikTok halten? Das haben wir uns auch gefragt und uns gedacht, dass wir lieber unsere Studentin Marie fragen, die sich mittlerweile mit einer TikTok-Agentur selbständig gemacht hat. Marie hat ausführlich in das Thema eingeführt, Grundlagen vorgestellt und viele Anwendungsfälle präsentiert: “Die beste Werbung ist die, die sich nicht wie Werbung anfühlt. Man selbst denkt beim Schauen „Was für ein cooler Trend?“ und „Worauf wollen sie hinaus?“
Im Anschluss waren die Studierenden dann selber an der Reihe und haben ihre ersten TikToks produziert. Einige der Ergebnisse können sich wirklich sehen lassen.
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Linkedin Gastvortrag: Social Campaigning
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Vor einigen Jahren konnten wir das Unternehmen LinkedIn als Praxispartner gewinnen. Seither gibt uns Christian Koller von LinkedIn regelmäßig Einblicke, was die Plattform ausmacht und wie diese effektiv als Online-Marketing Tool eingesetzt werden kann. Für die Entwicklung von MOK-Kampagnen ist unter anderem die Funktion des sogenannten Marketing-Funnels relevant und welche Formate LinkedIn für Unternehmen bietet, um diese innerhalb des Funnels zu nutzen. Mithilfe einer 8-Schritte Checkliste zeigt Christian das konkrete Vorgehen bei der Umsetzung von Kampagne mit dem Campagin Manager auf. Innerhalb des Campaign Managers konnten die Studierende sehen, wie eine Kampagne ausgewertet wird und welche Daten von LinkedIn zur Verfügung gestellt wurden.
Meta Spring University: Instagram & Facebook
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In der zweitägigen Spring University, die wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit dem Unternehmen Meta anbieten konnten, stehen die Plattformen Instagram und Facebook im Vordergrund.
Wie werden Social-Media Kampagnen auf Facebook oder Instagram erfolgreich? Und was muss bei der Planung und Umsetzung beachtet werden? Auf diese Fragen gibt es in interaktiven Workshops unter der Leitung von Celina Degen von Meta kompetente Antworten. Studierende des Master Online-Kommunikation lernen die zentralen Aspekte kennen, die bei der Planung und Umsetzung von Social Media Kampagnen beachtet werden müssen. Anschließend können sie das erlernte Wissen direkt anwenden und anhand einer Case-Study umsetzen. Ziel der Case-Study ist es, eine Kampagne zu entwickeln mit dem Ziel, neue Kunden zu generieren und den Absatz von Verkäufen in Höhe von 10 % zu steigern. Darüber hinaus erhalten die Studierenden ein Einblick bekommen, welche Möglichkeiten es für Unternehmen gibt, die Effektivität der Kampagnen auf Social-Media-Netzwerken zu messen.
Pinterest - der Underdog im Online Marketing?
Allseits bekannt, oft zur Inspiration verwendet und doch der Underdog im Online Marketing. Dabei ist die visuelle Suchmaschine von Pinterest ein echter Trafficgarant . MOK-Aluma Alexandra Winzer verrät den Studierenden einmal im Jahr, welche Chancen und Möglichkeiten Pinterest für Unternehmen mit sich bringt, was die Anforderungen für eine gute Strategie sind und wie der richtige Start ins Pinterest Marketing aussieht.